Stuttgarter Frühlingsfest vor dem Start

| Gastronomie Gastronomie

Festzelte, Achterbahnen, Krämermarkt: Vom 18. April bis 10. Mai dreht sich auf dem Cannstatter Wasen wieder alles ums Stuttgarter Frühlingsfest. Mehr als 200 Schausteller, Wirte und Marktkaufleute kommen auf dem Areal am Neckar zusammen. Im vergangenen Jahr zählten die Veranstalter 2,2 Millionen Besucher – das war Rekord. Die wichtigsten Fragen dazu - und die Antworten:

Wann geht's los und wann hat's geöffnet?

Insgesamt wird an 23 Tagen gefeiert. Los geht es am 18. April ziemlich pünktlich um 11.30 Uhr, wenn das erste Fass vom «Wasen-Bürgermeister» Thomas Fuhrmann im Festzelt «Beim Benz» angestochen wird. Alle Geschäfte sind traditionell schon ab 11.00 Uhr in Betrieb. Bis zum 10. Mai ist der Wasen danach montags bis freitags ab 12.00 und samstags sowie sonntags ab 11.00 Uhr geöffnet. Schluss ist zwischen Sonntag und Donnerstag um 23.00 Uhr, freitags und samstags um Mitternacht.

Wie ist das an Feiertagen?

Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel: Am 30. April wird wegen des folgenden Feiertags erst um Mitternacht geschlossen. Am 1. Mai, dem «Tag der Arbeit», wird auch auf dem Frühlingsfest länger geschafft, Start ist dann bereits um 11.00 Uhr.

Wie viele Menschen werden erwartet?

Es könnte schwierig werden, die jüngsten Besucherzahlen zu verbessern: Rund 2,2 Millionen Menschen kamen 2025 zum Frühlingsfest - Rekord. Im Jahr zuvor waren nach früheren Veranstalterangaben etwas mehr als 1,4 Millionen Menschen zum Festgelände mit seinen Fahrgeschäften, Imbissen und anderen Attraktionen gekommen. Offiziell werden in diesem Jahr rund 1,5 Millionen Besucher erwartet, wie es auf der Homepage der Veranstalter heißt. Gezählt wird elektronisch: Ein Kamerasystem erfasst an allen Eingängen, wie viele Menschen auf das Areal gehen und es wieder verlassen.

Was wird geboten?

Insgesamt sind neben den vier Festzelten auch zahlreiche Fahrgeschäfte mit Action-Attraktionen aufgebaut - dazu zählen Infinity, der Polyp und Flipper. Auch die Super-Rutsche, das Riesenrad «Bellevue», der Kettenflieger «Aeronaut» und der Freifallturm «Fortress Tower» stehen wieder auf dem Wasen - ebenso wie Schieß- und Wurfbuden, Autoscooter und etliche Losbuden sowie mehr als 20 Stände auf dem Krämermarkt. Dort werden Trachten und Textilien, Haushaltswaren, Schmuck und Gewürze angeboten.

Wann wird es besonders voll?

Normalerweise drängelt es sich vor allem an einem Feiertag wie dem 1. Mai. Auch am Tag zuvor werden mehr Besucher erwartet als an einem normalen Werktag. 

Am 23. April empfängt der VfB Stuttgart (20.45 Uhr) im Baden-Württemberg-Derby und DFB-Pokal-Halbfinale den SC Freiburg, nur drei Tage später (26.4./15.30) ist Werder Bremen zu Gast und am Tag vor dem Abschluss (9.5./15.30) dann Bayer Leverkusen. An diesen Tagen dürften vor und nach dem Spiel Tausende Fans auf das Areal neben dem Stadion strömen.

Der Porsche Tennis Grand Prix (11.-19.4.) ist zwar weitgehend schon durch, wenn auf dem Wasen gefeiert wird, aber Musikfans könnten Termine in der Porsche-Arena oder der Schleyer-Halle für einen Ausflug auf den Wasen nutzen: Denn am 24.4. wird bei der «Abbamania The Show» laut mitgesungen, außerdem empfängt der TVB Stuttgart den SC Magdeburg (26.4.) und die Rhein-Neckar Löwen (7.5.) zum Handball-Duell. Ferner machen die Sänger Michael Patrick Kelly (27.4.), Johannes Oerding (28.4.) und DJ Bobo (8.5.) Station, zudem wird das European Gospel Festival gefeiert (1.-3.5.) und bei Lord of the Dance (9.5.) gesteppt.

Wann lohnt es sich am meisten für eine Familie?

Der Besuch auf dem Rummel am Neckar-Ufer könnte sich - auch finanziell - für Familien besonders an den drei Familien-Mittwochstagen 22.4., 29.4. und 6.5. auszahlen. Viele Schausteller, Gastronomen und Marktkaufleute bieten dann ermäßigte Preise an, obendrein sind Stelzenläufer und Luftballonkünstler unterwegs. Auch das Parken ist an den Familientagen auf dem Wasen-Parkplatz P10 günstiger. An allen Familientagen gibt es ein zudem kostenloses Programm für Familien am Info-Pavillon bei der Cannstatter Kanne.

Wie kommt man am besten hin?

Wie immer: mit dem Fahrrad, zu Fuß, mit Bus oder Bahn und notfalls auch mit dem Auto. Die Stadtbahn-Haltestelle Cannstatter Wasen liegt direkt am Festgelände, die U11 fährt als Sonderlinie vom Hauptbahnhof direkt dorthin und zurück. An Werktagen passt die Linie U19 zum und vom Wilhelmsplatz (Bad Cannstatt), obendrein bringen die Linien U1, U2, U13 und U16 Frühlingsfestbesucher dorthin. Zur Mercedesstraße geht es mit den Linien U1, U2, U13 und U16. Die S-Bahnen S1, S2 und S3 sowie viele Regionalbahnen fahren zum Bahnhof in Bad Cannstatt. Von dort sind es zum Volksfest rund zehn Minuten zu Fuß, immer den Schildern nach.

Wo sind die Parkplätze und was kosten sie?

Bus- und Bahnhaltestellen sowie Parkplätze liegen am Festgelände. Ein Tagesticket fürs Parken des Autos kostet 8 Euro. Aber Vorsicht: Die Stuttgarter Innenstadt ist eine Umweltzone, für die Anfahrt braucht es eine Umweltplakette. Parkplätze für Fahrräder und Motorräder gibt's unter dem Willi-Daume-Steg im Bereich des Parkplatzes P10, an der Stadtbahn-Haltestelle Cannstatter Wasen sowie links vom Wasen-Eingangstor. Fahrräder können zudem am Eingang Krämermarkt an der König-Karls-Brücke abgestellt werden.

Kostet der Wasen Eintritt?

Nein, der Bummel über das Cannstatter Volksfest ist kostenlos, der Eintritt in ein Festzelt ebenfalls.

Was kostet eine Maß Bier?

Der Bierpreis ist ein stetes Politikum, fast so etwas wie die Inflationskurve im Glas. Materialengpässe, gestiegene Kosten für Personal und Energie sowie die höhere Platzmiete treiben die Kosten für die Wirte Jahr für Jahr in die Höhe - und die heben daher die Preise an, wenngleich nicht einheitlich.

In diesem Jahr müssen Besucher auf dem Frühlingsfest aber nicht mit einem weiteren Kostenanstieg rechnen. Der Preis für einen Liter im Festzelt soll auf dem Vorjahresniveau des Cannstatter Volksfests bleiben, das stets im Oktober gefeiert wird. Damals kostete eine Maß Bier bis zu 15,20 Euro, die günstigste lag bei 14,40 Euro. Vor etwas mehr als zehn Jahren waren es noch 9,80 Euro. 

Wie lässt sich ein Tisch im Festzelt reservieren?

Die Betreiber nehmen Anfragen direkt auf - gestellt werden können sie über die Webseite. Und das sollten sie auch dringend, wenn es ein Tisch an einem bestimmten Tag sein sollte, gerade mit einer Gruppe, wie in.Stuttgart empfiehlt.

Wie kann man sich eine Übersicht verschaffen?

Für den besseren Überblick zwischen Bierzelten und Albdorf, Imbissbetrieben, Eis- und Süßwarenständen, Vergnügungsgeschäften und Marktständen auf dem Krämermarkt bietet in.Stuttgart online einen interaktiven Lageplan an, mit dem die Orientierung leichter fallen dürfte. Darauf verzeichnet sind die Neuheiten ebenso wie Klassiker. 

Dürfen Tiere mit auf den Wasen gebracht werden?

Nein. Mal abgesehen natürlich von Blindenhunden, die uneingeschränkt begleiten dürfen.

Wie viele Menschen arbeiten auf dem Frühlingsfest?

Während des Frühlingsfestes gibt es rund 800 Arbeitsplätze direkt auf dem Wasen. Auf dem Wasen gibt es eine eigens eingerichtete Arbeitsvermittlung. Insgesamt sind rund 8.000 Menschen direkt oder indirekt für das Stuttgarter Frühlingsfest beschäftigt, wie der Veranstalter mitteilte. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Althoff Collection präsentiert mit der „6 Hands Series“ eine neue Eventreihe, bei der drei Spitzenköche der Gruppe gemeinsam ein Sechs-Gang-Menü an drei Standorten inszenieren.

Der Guide Michelin hat seine nationale Auswahl 2026 für Österreich vorgestellt und bestätigt die Drei-Sterne-Liga in Wien. Mit 101 Sterne-Restaurants und zahlreichen Neuzugängen zeigen die Auszeichnungen die positive Entwicklung in der österreichischen Gastronomieszene.

Das Zwei-Sterne-Restaurant Ammolite im Europa-Park hat unter dem neuen Namen „House of Light“ nach einer Modernisierung wiedereröffnet. Küchenchef Peter Hagen-Wiest setzt weiterhin auf eine klassisch europäische Küche mit regionalem Fokus in einem neu gestalteten Ambiente.

Der neue Michelin Guide Frankreich & Monaco 2026 ist vorgestellt worden. Wie der Veranstalter mitteilt, wurde die Auswahl im Grimaldi Forum in Monaco präsentiert. Insgesamt umfasst die aktuelle Ausgabe 668 Sterne-Restaurants, darunter 31 Häuser mit drei Sternen, 84 mit zwei Sternen und 553 mit einem Stern.

Das Restaurant Noma hat einen Bericht zu Arbeitsbedingungen veröffentlicht. Hintergrund sind Vorwürfe gegen Küchenchef René Redzepi sowie eine breitere Debatte über Strukturen in der Spitzengastronomie.

Lieferando hat in Hamburg ihre Awards für das Jahr 2025 verliehen und dabei Infinity Sushi zum bundesweiten Gesamtsieger gekürt. Erstmals erhielten auch Unternehmen aus dem Lebensmittel- und Einzelhandel eigene Auszeichnungen in dem nutzerbasierten Ranking.

Die Caterer im Dehoga fordern für das Jahr 2026 umfassende wirtschaftliche Reformen und warnen vor zusätzlichen Belastungen durch die geplante Tierhaltungskennzeichnung. Neben dem Abbau von Bürokratie setzt sich der Verband für eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten ein.

Die Jeunes Restaurateurs Deutschland feiern im Jahr 2026 ihr 35-jähriges Bestehen und setzen mit dem Jubiläumsmotto „Genuss, der weitergeht“ verstärkt auf Nachwuchsförderung und soziale Projekte.

Jamie Oliver hat ein neues „Jamie’s Italian“ in London eröffnet. Der Standort am Leicester Square markiert laut Medienberichten die Rückkehr der Marke nach der Insolvenz im Jahr 2019.

Katharina Aichhorn aus Baden-Baden gewinnt den Next Chef Award 2026 auf der Internorga in Hamburg. Im Finale setzte sie sich mit einem exakt nachgekochten Gericht gegen internationale Konkurrenz durch.