Tohru Nakamura umd Marc Uebelherr als Doppelspitze in der „Schreiberei“

| Gastronomie Gastronomie

Nachdem sich Tohru Nakamura im Salon Rouge (Tageskarte berichtete) durch die anhaltende Pandemie immer wieder neu erfinden musste, gibt es nun Gewissheit hinsichtlich der dauerhaften kulinarischen Heimat des Küchenchefs.

Felix Radmer, dessen Familie Hauseigentümer und Vermieter der „Stadtschreiberei“ in der Burgstraße in der Münchner Altstadt ist: „Ich bin begeistert wie Tohru und sein Team mit den Widrigkeiten umgegangen sind.“ Der Salon Rouge war nach wenigen Wochen für die komplette Zeit des geplanten Popups bis Ende März 2021 reserviert. Nach dem Lockdown im November letzten Jahres waren der Umai Streetfood Market, das Silvester-Angebot Soirée Rouge und auch die to-Go-Menüs „bon weekend“ die kreativen Antworten auf sich wöchentlich verändernde Rahmenbedingungen durch Corona. „Wir werden unsere Zusammenarbeit nicht nur intensivieren, sondern planen unsere Zukunft langfristig zusammen“, so Felix Radmer weiter.

Aktuell haben die Renovierungs- und Umbauarbeiten im ältesten Bürgerhaus Münchens bereits begonnen und sollen bis Herbst dieses Jahres abgeschlossen sein. Neben der Erhaltung der historischen Werte des Hauses, welches unter Denkmalschutz steht, sollen auch moderne Elemente Einzug halten. Dies wird sich auch im Namen widerspiegeln: Aus der ehemaligen Stadtschreiberei wird die „Schreiberei“ mit dem Gourmetrestaurant im ersten Obergeschoss und einer Brasserie im Erdgeschoss mit eigener Küche im Innenhof-Garten.

Um die Visionen der neuen Schreiberei zu realisieren und die Anforderungen der aktuellen Zeit zu bewältigen, werden die Kräfte gebündelt. So wollen Tohru Nakamura, der Gastronom Marc Uebelherr, die Unternehmerin Inge Vogt, Thomas Radmer und sein Sohn Felix Radmer Hand in Hand einen einzigartigen Ort im Herzen Münchens schaffen. Felix Radmer zur Zusammenkunft: „Ich kenne Marc Uebelherr durch Inge Vogt und hatte mit ihnen die Vision aus der Schreiberei etwas ganz Besonderes entstehen zu lassen. Nach dem Erfolg mit Tohru hatten wir die Idee, zwei Konzepte unter einem Dach zu vereinen und Marc und Tohru zusammen zu bringen. So haben sich alle kennengelernt und wir haben beschlossen, unser Vorhaben als Team umzusetzen.“

Das Fine-Dining-Restaurant soll dabei im Oktober eröffnen, die Brasserie Anfang 2022 fertiggestellt sein. „Ich freue mich sehr darüber, dass wir in diesen besonderen Zeiten ein starkes Team mit wertvollen Kompetenzen vereinen können. So wollen wir einen kulinarischen Kosmos der Begegnungen erschaffen, der ein Münchner Lieblingsort werden soll“, erklärt Tohru Nakamura. Marc Uebelherr und Tohru Nakamura werden gemeinsam Gastgeber in der Schreiberei sein. 

„Wir harmonieren und ergänzen uns sehr gut, sodass die Vorfreude auf die Zusammenarbeit von Tag zu Tag größer wird. Wir möchten unsere Persönlichkeit und unsere Werte mit einbringen, sodass unsere Gäste unsere außergewöhnliche Kulinarik genießen, dabei innehalten und länger verweilen wollen, um auch immer wieder Neues in unserer Schreiberei zu entdecken“, so Marc Uebelherr, der im vergangenen Jahr für die Gastronomie im Münchner Kulturzentrum Gasteig Insolvenz anmelden musste (Tageskarte berichtete).

Bis die „Schreiberei“ fertiggestellt ist und die ersten Gäste empfangen werden können, planen Tohru Nakamura und sein Team ein Popup-Restaurant im Münchner Osten. „Für die Übergangszeit im Sommer dürfen wir ein Teil des spannenden, neu wachsenden Werksviertels sein. Wir sind wahnsinnig dankbar, dass wir dort in einer spektakulären Location über den Dächern Münchens für unsere Gäste kochen dürfen“, so Tohru Nakamura. Der geplante Start des „Salon Rouge im Werksviertel“ ist Mitte Mai 2021. 


Zurück

Vielleicht auch interessant

Im Münchner Innenstadtgebäude Herzog Max hat das neue Gastronomiekonzept Super* eröffnet und vervollständigt damit die fünfjährige Transformation des ehemaligen Karstadt Sports. Das Konzept kombiniert Restaurant, Bar und Ladenflächen.

Das Sternerestaurant bi:braud von Alina Meissner-Bebrout zieht im Sommer 2026 aus der Ulmer Büchsengasse in das neue Maison Meissner direkt am Ulmer Münster um. Gemeinsam mit ihrem Mann Steffen Meissner entwickelt die Köchin das historische Gebäude „Bäumle“ zu einem Hotel mit 15 Zimmern sowie Restaurant- und Barkonzept.

Die Zeltvergabe auf dem Oktoberfest ist jetzt auch ein Fall für die Justiz. Gastronom Alexander Egger wehrt sich per Eilantrag gegen die Ablehnung seiner Bewerbung für das Volkssängerzelt «Schützenlisl» auf der Oidn Wiesn.

Die Schützenlisl auf der Oidn Wiesn bekommt zur Wiesn 2026 neue Betreiber. Der Münchner Stadtrat hat dem Wirte-Trio Michael Bietsch, Florian Fendt und Manfred Kneifel den Zuschlag für das Volkssängerzelt erteilt.

Laut dem aktuellen Bericht von Brand Finance erreichen die 25 wertvollsten Restaurantmarken weltweit zusammen einen Markenwert von 190,1 Milliarden US-Dollar. McDonald’s führt das Ranking erneut an, während Chick-fil-A das stärkste Wachstum verzeichnet.

Clara Schoper von der «Zephyr Bar» in München holt den Sieg beim renommierten Cocktailwettbewerb «Made in GSA». Ihr Drink scheint ein alter Bekannter: «Rum-Cola». Es sei jedoch ein Nachbau anno 2026.

Die Berliner Burgerkette Burgermeister expandiert nach Polen. Das Unternehmen plant nach eigenen Angaben mindestens 20 Standorte innerhalb von drei Jahren und strebt mittelfristig einen Jahresumsatz von bis zu 100 Millionen Euro an.

Das Hamburger Frühstückscafé kropkå von Katrin Koch hat die Aktion „Lokalhelden gesucht“ von VistaPrint und Cornelia Poletto gewonnen. Die Auszeichnung ist laut Veranstalter mit 20.000 Euro Preisgeld verbunden.

Schampusduschen verboten, Blasmusik schon eine Stunde früher und -mal wieder - Streit um die Zeltvergabe: Noch ist nicht mal Sommer, da zurrt München die Planung für die Wiesn im Herbst fest.

35 Jahre Jeunes Restaurateurs (JRE) Deutschland stehen nicht nur für kulinarische Entwicklung, sondern auch für den Wandel innerhalb der Spitzengastronomie. Warum diese heute mehr leisten muss als gutes Essen, erklärt Oliver Röder, Präsident der JRE-Deutschland.