Transgourmet unterzeichnet Pakt gegen Lebensmittelverschwendung

| Gastronomie Gastronomie

Jährlich landen in Deutschland elf Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll – der Großteil in privaten Haushalten, mehr als 30 Prozent aber in Restaurants, Kantinen sowie in der Verarbeitung und sieben Prozent im Handel. Damit der Anteil an vermeidbaren Lebensmittelabfällen im Handel kleiner wird, hat Bundeswirtschaftsminister Cem Özdemir mit Transgourmet und weiteren Groß- und Einzelhandelsunternehmen einen „Pakt gegen Lebensmittelverschwendung“ geschlossen.

Mithilfe der Vereinbarung sollen Lebensmittelabfälle im Handel deutlich reduziert werden. Die Unternehmen verpflichten sich darin zu messbaren Reduzierungszielen und zur Fortführung sowie der Umsetzung von erprobten Maßnahmen. Dazu gehört, die eigenen Lebensmittelabfälle bis 2025 um 30 Prozent zu reduzieren und bis 2030 zu halbieren. Auch Schulungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Optimierung von Prozess-, Logistik- und Kühlketten oder der verstärkte Abverkauf von Waren mit kurzer Haltbarkeit wurden in den Pakt aufgenommen.

Insgesamt wurden über 40 konkrete mögliche Maßnahmen identifiziert, die Teil der Vereinbarung sind. Dazu erklärt Bundesminister Cem Özdemir: „Der Handel und mein Ministerium haben sich zusammengetan, um die Lebensmittelverschwendung in Deutschland entschlossen anzupacken. (…) Im Zentrum steht das Miteinander anhand konkreter Ziele und Maßnahmen, die auch überprüft werden und zu denen die Unternehmen öffentlich Rechenschaft ablegen. So schaffen wir Transparenz und so bringen wir einen Stein ins Rollen, damit sich andere anschließen. Ich freue mich über diesen wichtigen Schritt und danke allen teilnehmenden Unternehmen.“

Auch der Lebensmittelgroßhändler Transgourmet hat in den letzten Monaten intensiv an der Aushandlung der vorgelegten Ziele mitgewirkt und zahlreiche Kriterien bereits im Vorfeld in der eigenen Unternehmensstrategie verankert. Als Gründungsmitglied von United Against Waste setzt sich Transgourmet seit Jahren für die Reduktion von Food Waste in der Außer-Haus-Verpflegung ein. 

„Wir legen bereits seit vielen Jahren unseren Fokus auf Nachhaltigkeit, haben eigene Ziele definiert und Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung umgesetzt.“, erklärt Manfred Hofer, Mitglied der Geschäftsführung bei Transgourmet Deutschland. „So beziehen wir beispielsweise, wenn möglich, regionale und saisonale Produkte, verkaufen Waren mit kurzem MHD als „Goodbuy“ im Webshop zu vergünstigten Preisen an unsere Kunden, bestellen frische Lebensmittel wie Obst und Gemüse nur nach Bedarf und bauen somit keine Lagerbestände auf, die verderben könnten. Außerdem besteht eine sehr gute Kooperation mit den Tafeln, die von uns regelmäßig Lebensmittelspenden erhalten.“, führt er weiter aus. Im Rahmen von Schulungen und Beratungsangeboten unterstützt das Unternehmen auch seine Kunden bei der Reduktion von Food Waste und trägt so dazu bei, dass auch entlang der Lieferkette Lebensmittelabfälle vermieden werden.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Seit eineinhalb Wochen wird gezapft und gefeiert auf dem Stuttgarter Frühlingsfest. Halbzeit. Wie kommt die große Sause auf dem Cannstatter Wasen an? Die Veranstalter legen die Zahlen offen.

Zwei Hotels am Schluchsee stellen die Kulinarik in den Mittelpunkt ihres Konzepts. Während die Mühle Schluchsee ihr Restaurant als eigenständiges Ziel positioniert, integriert der Auerhahn die Gastronomie in den gesamten Aufenthalt.

Die Zahl der Gastronomiebetriebe in Großbritannien sinkt kontinuierlich, wobei im ersten Quartal 2026 täglich mehr als drei Standorte aufgegeben wurden. Steigende Lohnkosten und steuerliche Belastungen setzen die Branche unter Druck.

Das Restaurant Heritage im Hamburger Hotel Le Méridien öffnet am 30. April nach einer technischen Modernisierung der Küchenbereiche wieder seine Türen. Neben einem aktualisierten Speisenangebot setzt der Betrieb künftig verstärkt auf neue Veranstaltungsformate.

In Hamburg ist der Genuss-Michel 2026 verliehen worden. Das Fischereihafen Restaurant wurde als Restaurant des Jahres ausgezeichnet, Herbert Seckler erhielt den Ehrenpreis für sein Lebenswerk.

McDonald's Deutschland nimmt Stellung zur angekündigten Klage der Deutschen Umwelthilfe bezüglich früherer Angaben zur Klimaneutralität. Das Unternehmen weist den Vorwurf der Verbrauchertäuschung zurück und verweist auf bereits erfolgte Anpassungen seiner Kommunikation.

In der Allianz Arena in München sind am 26. April die sechs Finalisten des Wettbewerbs „Koch des Jahres“ ermittelt worden. Wie der Veranstalter ROIKA Solutions GmbH mitteilt, qualifizierten sich vier Teilnehmer über den Live-Wettbewerb vor einer Fachjury, zwei weitere über einen Publikumsentscheid.

Im Ausland leben, das heißt viele Erfahrungen mit einer anderen Kultur zu machen. Ein Westfale brachte die Currywurst nach Nairobi – und musste dafür so manches kulinarische Hindernis überwinden.

Eigentlich hat Kenia perfektes Biergartenwetter. Man kann das ganze Jahr hindurch draußen sitzen. Den passenden Gerstensaft nach deutschem Reinheitsgebot gibt es mittlerweile auch.

Das Schlosshotel Münchhausen in Aerzen hat sein gastronomisches Konzept verändert. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde das neue Restaurant „1570 – Casual Fine Dining“ als Nachfolger des bisherigen Gourmetrestaurants „Hilmar“ eröffnet.