Tschechische Wirte öffnen trotz Lockdown

| Gastronomie Gastronomie

Mehrere Dutzend Kneipen und Restaurants haben sich in Tschechien den harten Lockdown-Regeln widersetzt. Sie öffneten am Samstag ihre Türen für Gäste, obwohl Speisen eigentlich nur zum Mitnehmen angeboten werden dürfen. Die Polizei führte landesweit verstärkt Kontrollen durch und leitete mehrere Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten ein.

An der Protestaktion beteiligten sich unter anderem die Wirte zweier beliebter Ausflugslokale in Prag und Olomouc (Olmütz). Sie folgten einem Aufruf der Bürgerinitiative «Chcipl pes» (Der Hund ist verreckt) - der Name ist eine Anspielung auf das Corona-Warnstufensystem Pes (Hund) der Regierung. Derzeit gilt die höchste der fünf Risikostufen.

«Das Virus ist schlauer als die Regierung und macht sowieso, was es will», kritisierten die Organisatoren. «Wir müssen zur Normalität zurückkehren.» Im Internet hatten Hunderte Gaststätten ihre Teilnahme angekündigt, die meisten machten indes einen Rückzieher, wie die tschechische Nachrichtenagentur CTK bei Stichproben vor Ort feststellte. Es drohen empfindliche Bußgelder.

Die Restaurants sind in Tschechien mit einer kurzen Unterbrechung in der Adventszeit seit Mitte Oktober geschlossen. Lockerungen sind derzeit nicht in Sicht. Der Corona-Notstand wurde zuletzt bis Mitte Februar verlängert. Am Samstag meldeten die Behörden 8423 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Seit Pandemiebeginn gab es 933.361 bestätigte Fälle und 15.270 Todesfälle. Tschechien hat rund 10,7 Millionen Einwohner. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Pizza Pilgrims kündigt sein erstes deutsches Restaurant für den 2. November 2026 in München an. Ein zweiter Standort soll im Januar 2027 folgen; insgesamt strebt die Marke bis zu 50 Standorte in Deutschland an.

Bayerns Gastronomie verzeichnete im August 2026 einen realen Umsatzrückgang von 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Beherbergung erzielte dagegen preisbereinigt ein Plus von 2,6 Prozent.

Die Deutsche Kreditbank (DKB) hat gemeinsam mit Sodexo den neuen Campus „Upbeat“ in der Berliner Europacity eröffnet. Sodexo übernimmt die gastronomische Versorgung sowie weitere Bewirtungsleistungen am Standort.

Das Bristol Berlin hat am Kurfürstendamm das Restaurant Flaneur eröffnet. Die Brasserie bietet französisch geprägte Küche und verfügt über 120 Plätze im Innenbereich sowie 86 Terrassenplätze.

Das Hotel der Stern in Bad Hersfeld kündigt die Schließung des L’étable zum 2. Januar 2027 an und nennt fehlende Gäste als Grund. Küchenchef, Restaurantleiter und Mitarbeiter würden im Haus bleiben und an einem neuen gastronomischen Konzept mitarbeiten.

An einer Tankstelle in München kann man sich von einem Kochroboter Käsespätzle, Kaiserschmarrn oder eine asiatische Tom-Kha-Gai-Suppe kochen lassen. In etwa fünf Minuten bereitet der autonome Koch eine warme Mahlzeit zu.

Kneipe 80 eröffnet erstmals einen Standort außerhalb Bayerns. In Münster kooperiert die Münchner Marke mit dem Betreiber der Ausgehlocation Das Schaf. Am Tegernsee wird der saisonale Kiosk 80 zum Klub 80 in Rottach-Egern.

Nach dem dramatischen Einbruch der Besucherzahlen beim diesjährigen Cannstatter Wasen steht noch immer die Frage im Raum, wie es dazu kommen konnte. Beteiligte äußern offenbar unter vorgehaltener Hand die Vermutung, die Zahlen könnten in der Vergangenheit beschönigt worden sein.

32 Künstler und ein Vier-Gänge-Menü aus mehreren Restaurantküchen gehören zur neuen Europa-Park Dinner-Show „The Grand Club“. Die Veranstaltung ist für ausgewählte Abende vom 21. November 2026 bis zum 21. Februar 2027 angekündigt.

Seit vergangener Woche wurde nach einem Medienbericht spekuliert, dass Starbucks eine auf mexikanische Küche spezialisierte Restaurant-Kette kaufen könnte. Doch dazu kommt es nicht.