Umfrage: Hunde sind im Restaurant willkommen, Kinder dürfen draußen bleiben

| Gastronomie Gastronomie

Eine Mehrheit der Deutschen spricht sich dafür aus, dass manche Restaurants Angebote nur für Erwachsene vorsehen. In einer Verbraucherumfrage im Auftrag des Kassensystemanbieters Lightspeed befürworteten 61 Prozent der Befragten entsprechende Konzepte. Gleichzeitig erklärten 56 Prozent, Haustiere im Restaurant grundsätzlich zu begrüßen.

Die Ergebnisse stammen aus einer Befragung, die Lightspeed gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Censuswide im April 2026 durchführen ließ. In Deutschland wurden 1.000 Personen befragt, die älter als 18 Jahre waren und in den vorausgegangenen sechs Monaten ein Restaurant besucht hatten.

Jüngere Befragte stimmen kinderfreien Konzepten besonders häufig zu

Die Zustimmung zu Angeboten nur für Erwachsene unterscheidet sich der Umfrage zufolge deutlich nach Altersgruppen. Unter den 18- bis 28-Jährigen hätten sich fast 74 Prozent dafür ausgesprochen, dass Restaurants entsprechende Konzepte anbieten sollten. Bei den Babyboomern liege der Anteil bei rund 45 Prozent.

Insgesamt lehnten 38 Prozent der deutschen Befragten solche Restaurantkonzepte ab. Die Ergebnisse weisen zugleich darauf hin, dass die Zustimmung vom jeweiligen Rahmen abhänge.

Fast 42 Prozent hielten Erwachsenenangebote ab einer bestimmten Uhrzeit, etwa ab 20 oder 21 Uhr, für angebracht. Rund 37 Prozent nannten romantisch ausgerichtete Restaurants oder entsprechend vermarktete Lokale. Bei Abendessen mit Weinbegleitung lag der Anteil bei etwa 28 Prozent, bei Restaurants mit vorwiegend alkoholischem Schwerpunkt bei rund 27 Prozent. Ebenfalls etwa 28 Prozent befürworteten das Konzept, wenn ein Betrieb es eindeutig als nur für Erwachsene kennzeichne.

Hamburg erreicht höchste Zustimmung zu Angeboten nur für Erwachsene

Auch regional weist die Erhebung Unterschiede aus. In Hamburg hätten rund 76 Prozent der Befragten Angeboten nur für Erwachsene zugestimmt. In Berlin und Bremen seien es jeweils rund 70 Prozent gewesen.

Den niedrigsten in der Mitteilung genannten Wert verzeichne Brandenburg mit rund 57 Prozent. Damit habe sich auch dort eine Mehrheit für entsprechende Restaurantangebote ausgesprochen.

Sinahn Fabian Sehk, Regional Senior Director DACH Hospitality bei Lightspeed, erklärt: „Gastronominnen und Gastronomen müssen heute aktiver denn je entscheiden, welche Atmosphäre sie schaffen wollen – und das auch selbstbewusst kommunizieren. Adults-only ist kein Ausschluss, sondern eine klare Einladung an die richtige Zielgruppe zur richtigen Zeit. Wer das strategisch einsetzt, stärkt seine Positionierung und schafft Erlebnisse, die Gäste wirklich wiederkommen lassen“.

Mehrheit befürwortet zugleich Haustiere in gastronomischen Betrieben

Parallel dazu sprachen sich 56 Prozent der Befragten dafür aus, Haustiere im Restaurant zuzulassen. Nach Darstellung von Lightspeed beziehe sich die Zustimmung mehrheitlich auf Außenbereiche. 28 Prozent würden einen Hund demnach auch im Innenbereich eines Restaurants begrüßen.

Auch hier zeigten sich Unterschiede zwischen den Altersgruppen. In der Generation Z liege die Zustimmung bei 60 Prozent, unter den Babyboomern bei rund 51 Prozent.

Regional erreichte Sachsen mit fast 67 Prozent den höchsten in der Vorlage genannten Zustimmungswert. In Brandenburg hätten sich dagegen nur knapp 38 Prozent dafür ausgesprochen, Haustiere im Restaurant willkommen zu heißen.

Befragung erfasst Restaurantgäste in sieben verschiedenen Ländern

Für die Untersuchung befragten Lightspeed und Censuswide im April 2026 jeweils 1.000 Teilnehmer in Deutschland, den USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden und Belgien. Voraussetzung sei gewesen, dass die Teilnehmer älter als 18 Jahre waren und innerhalb der vorherigen sechs Monate ein Restaurant besucht hatten.

Nach Angaben des Unternehmens seien die Antworten anonym erhoben und einer Qualitätsprüfung unterzogen worden. Die im Artikel genannten Ergebnisse beziehen sich auf die für Deutschland ausgewiesenen Werte.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Kneipe 80 eröffnet erstmals einen Standort außerhalb Bayerns. In Münster kooperiert die Münchner Marke mit dem Betreiber der Ausgehlocation Das Schaf. Am Tegernsee wird der saisonale Kiosk 80 zum Klub 80 in Rottach-Egern.

Nach dem dramatischen Einbruch der Besucherzahlen beim diesjährigen Cannstatter Wasen steht noch immer die Frage im Raum, wie es dazu kommen konnte. Beteiligte äußern offenbar unter vorgehaltener Hand die Vermutung, die Zahlen könnten in der Vergangenheit beschönigt worden sein.

32 Künstler und ein Vier-Gänge-Menü aus mehreren Restaurantküchen gehören zur neuen Europa-Park Dinner-Show „The Grand Club“. Die Veranstaltung ist für ausgewählte Abende vom 21. November 2026 bis zum 21. Februar 2027 angekündigt.

Seit vergangener Woche wurde nach einem Medienbericht spekuliert, dass Starbucks eine auf mexikanische Küche spezialisierte Restaurant-Kette kaufen könnte. Doch dazu kommt es nicht.

Rund 2,5 Millionen Gäste statt 4,2 Millionen im Vorjahr: Der Cannstatter Wasen endet mit deutlich geringeren Besucherzahlen. Wie die dpa berichtet, gehe auch der Bierkonsum weiter zurück. Veranstalter und Festwirte zeigen sich dennoch zufrieden.

Schwabinger Tor Bräu hat ein Wirtshaus im Andaz-Hotel in München eröffnet. Die angeschlossene Brauerei produziert seit 2025 und beziffert ihre mögliche Jahresproduktion auf bis zu 100.000 Liter Bier.

Weißer Trüffel gilt als wertvoll – nun macht ihm auch der Klimawandel zu schaffen. Die Delikatesse könnte nach Hitze und Dürre in diesem Sommer noch teurer werden. Experten hoffen auf den Spätherbst.

Die Gastronomische Akademie Deutschlands hat Drei-Sterne-Koch Christian Bau auf der 78. Frankfurter Buchmesse mit der Goldenen Feder für sein Buch „Paris–Tokio“ ausgezeichnet. Im Rahmen des Wettbewerbs vergab die Jury insgesamt 61 Preise an Verlage und Autoren.

Daniel Craig hat sich einem Bericht der „Times“ zufolge am Londoner Pub „Horseshoe“ beteiligt. Mit zwei Geschäftspartnern wolle der frühere James-Bond-Darsteller das Lokal in Clerkenwell zunächst renovieren lassen.

Klaus Rader, Co-Gründer von L'Osteria, kommt auf Mallorca bei einem Autorennen ums Leben. Die Unfallursache ist unklar. Die Veranstalter sagen nach dem Unfall das Ereignis ab.