Umfrage: Kellnern gilt als undankbarer Beruf

| Gastronomie Gastronomie

Viele Faktoren können den Job undankbar machen: Niedriges Einkommen, viele Überstunden, körperliche Belastung oder ein geringes Ansehen in der Öffentlichkeit. Kellner gehört laut einer Umfrage von Gehalt.de zu den undankbaren Berufen.

Für über 85 Prozent ist eine schlechte Bezahlung das entscheidende Merkmal. Somit hat das Gehalt für die meisten den höchsten Stellenwert – fällt dieses zu gering aus, fühlen sich Mitarbeiter nicht anerkannt. Weitere wichtige Punkte sind ein hohes Gesundheitsrisiko (68 Prozent), viele Überstunden (46 Prozent) und die körperliche Belastung (39 Prozent).

Neben den vorgegeben Antwortmöglichkeiten haben einige Befragte  ergänzt, dass eine fehlende Wertschätzung seitens des Chefs und ein schlechtes Arbeitsklima ebenfalls ausschlaggebend für das Wohlbefinden im Job sind.

Der undankbarste Beruf: Pflegekraft

Für den Großteil der Befragten (91 Prozent) gehören Pflegekräfte zu den undankbarsten Berufen in Deutschland. Das Bruttojahreseinkommen eines Altenpflegers liegt bei rund 30.000 Euro (Median) und das eines Krankenpflegers bei rund 37.000 Euro. Wie hier die Gehälter im Laufe der Karriere steigen, können Sie auch in unserem Beitrag „Die Gehälter und Perspektiven in der Pflegebranche“ nachlesen.

Auch Erzieher (48 Prozent) und Paketboten (49 Prozent) werden laut unserer Umfrage nicht genügend gewürdigt. Knapp dahinter liegen Müllmänner (43 Prozent), Polizisten (38 Prozent) und Kellner (27 Prozent).

Welche Berufe werden hierzulande zu wenig gewürdigt?

  • Pflegekräfte 91%
  • Paketbote/-in 49%
  • Erzieher/-in 48%
  • Müllmann/-frau 43%
  • Polizist/-in 38%
  • Kellner/-in 27%

Gehälter der "undankbaren Berufe"

  • Altenpfleger/-in 30.072 €
  • Krankenpfleger/-in 37.064 €
  • Erzieher/-in 36.472 €
  • Kellner/-in 23.893 €
  • Müllmann/-frau 32.360 €
  • Paketbote/-in 27.934 €

Investmentmanager und Politiker gelten als überbewertet

Fast 74 Prozent der Befragten bezeichneten den Beruf im Investmentmanagement als überbewertet. Es folgen Politiker (55 Prozent), Manager (48 Prozent), Immobilienmakler (47 Prozent) und Anwälte (36 Prozent). Außerdem kritisierten 88 Prozent, dass diese Beschäftigten ein zu hohes Einkommen beziehen. Daher wurden hier häufig Chefpositionen aus der Finanzwelt genannt, die mit vermeintlich wenig Aufwand ein lukratives Gehalt erzielen. Nur 21 Prozent begründeten ihre Wahl mit einer zu anspruchslosen Arbeit und acht Prozent mit zu viel Freizeit.

Neben diesen Berufen bezeichneten einige Teilnehmer auch den Job von Beamten, Profisportlern sowie Schauspielern als überbewertet. Laut Teilnehmer würde das sehr hohe Gehalt in keinem Verhältnis zur Leistung stehen.

Welche Berufe sind überbewertet und ernten zu viel Anerkennung?

  • Investmentmanager/-in 73% 77.165 €
  • Politiker/-in 55% k.A.
  • Manager/-in 48% k.A.
  • Immobilienmakler/-in 47% 82.806 €
  • Anwältin bzw. Anwalt 36% 60.180 €

Doch wie empfinden die Umfrage-Teilnehmer ihren eigenen Beruf? Über ein Viertel aller Befragten (27 Prozent) bezeichnen ihren eigenen Job als undankbar. Rund 16 Prozent machten wiederum keine Angabe und fast 60 Prozent sind zufrieden.

Auch hier ist das zu niedrige Einkommen der ausschlaggebende Grund (52 Prozent). Die geringe öffentliche Meinung des Berufs und die vielen Überstunden machen jeweils elf Prozent der Befragten zu schaffen. Körperliche Belastung (fünf Prozent) und das Gesundheitsrisiko (drei Prozent) spielen nur für wenige eine Rolle.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

In Köln trafen sich die besten Nachwuchstalente zum 16. Teamcup der Systemgastronomie. In einem simulierten Betriebsszenario kämpften 27 Teams um den Sieg und bewiesen Fachwissen von der Inventur bis zur Produktentwicklung.

Rund eine Woche nach dem Start eines Bürgerbegehrens für ihre Zulassung zum Oktoberfest, hat die Giesinger Brauerei mehr als 5.000 Unterschriften gesammelt. Ziel ist die Erzwingung eines Bürgerentscheids über die Zulassung.

«Redo» hat es mit seinen XXL-Restaurants zu lokaler Berühmtheit gebracht. Seit einiger Zeit startet der Gastronom als Influencer durch. Über einen Nimmermüden mit einem bescheidenen Traum.

Mit Tim Mälzer und Lukas Mraz bewirbt WienTourismus die kulinarische Vielfalt der österreichischen Hauptstadt. Die Kampagne ist Vorbote für das Themenjahr 2026 und rückt sowohl die klassische Wirtshauskultur als auch die Sterne-Gastronomie in den Fokus.

Sternekoch Alexander Herrmann startet im Wirsberger Bistro „Oma & Enkel“ das Projekt „Knallhart Oma“. Neun Großmütter aus Oberfranken bringen ihre Originalrezepte ohne gastronomische Veränderung auf die Speisekarte des Posthotels – den Auftakt macht Stockfisch aus dem Landkreis Hof.

Auf der Internorga 2026 kämpfen 18 junge Kochtalente um den zehnten Next Chef Award. Unter den Augen einer prominenten Jury um Johann Lafer und Tim Mälzer messen sich die Teilnehmer in der Hamburger Messehalle. Dem Gewinner winken ein eigenes Kochbuch und eine Kooperation mit der Lufthansa.

Pressemitteilung

Mit innovativen Produktkonzepten, modularen Systemlösungen und einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit entwickelt Sander das Sortiment konsequent entlang der Anforderungen von Hotellerie, Gastronomie und Eventcatering weiter. Ob flexible Baukasten- und 2-in-1-Konzepte, ressourcenschonende Refill-Lösungen, kreative Dessert- und Garnierkomponenten oder zeitgemäße vegane und internationale Trendgerichte – alle Neuheiten sind darauf ausgelegt, kreative Freiheit, Prozesssicherheit und wirtschaftliches Arbeiten im gastronomischen Alltag optimal zu verbinden.

Inhaberwechsel in der Hamburger Hafencity: Sternekoch Kevin Fehling gibt seine Puzzle Bar ab. Wie Fehling über soziale Medien mitteilte, wechselt das Objekt mit sofortiger Wirkung in die Hände eines neuen Besitzers. Der Gastronom Kristian Zrno übernimmt die Bar.

Sechs Plätze am Wiesn-Tisch für 1.729 Euro? Ein Gericht bremst Online-Händler und soll Wiesn-Fans vor Abzocke schützen. Doch endgültig gestoppt scheint der Verkauf überteuerter Wiesn-Plätze nicht.

Die offizielle Zeremonie zur Veröffentlichung des Guide Michelin Frankreich findet am 16. März 2026 erstmals im Fürstentum Monaco statt. Die Veranstaltung im Grimaldi Forum wird durch eine Kooperation zwischen dem Fürstentum und der Monte-Carlo Société des Bains de Mer realisiert.