US-Politiker wollen Gratiskantinen verbieten

| Gastronomie Gastronomie

US-amerikanische Tech-Firmen sind beliebte Arbeitgeber. Das hängt nicht nur mit der guten Bezahlung und den Zukunftsaussichten zusammen, auch die kostenlose Verpflegung der Mitarbeiter spielt eine wichtige Rolle. Wie die Frankfurter Allgemeine berichtet, seien die kostenlosen Kantinen dank Google mittlerweile fast zum Standard in der Branche geworden. So stelle allein Google an seinem Hauptsitz in Mountain View mehr als 30 Kantinen für die Mitarbeiter zur Verfügung. Und da das angebotene Essen nicht nur umsonst, sondern auch noch ziemlich lecker ist, verbringen die Angestellten ihre Pausen immer häufiger im Unternehmen.   

Genau das stört aber zwei Politiker aus San Francisco. Mit einem Gesetzesentwurf wollen sie erreichen, dass in neuen Bürogebäuden der Betrieb kostenloser Kantinen künftig verboten ist. So sollen die Angestellten wieder mehr Geld in der umliegenden Gastronomie ausgeben. Wie einer der Autoren der New York Times erklärte, hätten sich die Unternehmen isoliert und abgeschottet. Durch das Gesetz sollen sie wieder stärker in das Umfeld integriert werden. 

Bereits existierende Gebäude würde der Entwurf nicht tangieren. Manche Unternehmen haben das Problem offenbar auch schon selbst erkannt: So schließe etwa der Bezahldienst Square laut FAZ jeden zweiten Freitag die Kantine und gebe Gutscheine an die Mitarbeiter aus. Online-Händler Amazon verzichtet sogar ganz auf eine Subvention der eigenen Kantinen. 
 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Michelin Guide hat elf verbreitete Irrtümer rund um Sterne, Inspektoren und Bewertungsverfahren aufgegriffen. Die Organisation erläutert dabei ihre Kriterien für die Auszeichnung von Restaurants und die Arbeitsweise ihrer Prüfer.

Das Berliner Zwei-Sterne-Restaurant Facil startet zum 25-jährigen Jubiläum eine sechsteilige Podcastreihe mit Reiner Veit. Das Audioformat beleuchtet ab dem 24. Juni 2026 die Geschichte und die personelle Kontinuität des Gastronomiebetriebs.

Bei den Frankfurter Gastro Talent Awards 2026 wurden Liv Geller als Kochtalent und Mihail Zaiat als Bartalent ausgezeichnet. Die Veranstaltung kehrte nach einer dreijährigen Pause als Teil des Rahmenprogramms der Michelin-Gala zurück.

Am Dienstag gibt der Guide Michelin in Frankfurt am Main die neuen Sterne für Deutschland bekannt. Bereits eine Woche zuvor hatte der Restaurantführer zehn neue Bib-Gourmand-Auszeichnungen veröffentlicht.

Starbucks Korea hat nach einem Werbe-Skandal sämtliche der über 2.000 Filialen in Südkorea vorzeitig geschlossen. Die Cafés wurden am Nachmittag dichtgemacht, damit Mitarbeiter an einer verpflichtenden Geschichtsschulung teilnehmen können.

Der Dresdner Historiker Andreas Rutz sieht Restaurants, Kneipen und gemeinsames Essen als wichtige Bestandteile des gesellschaftlichen Lebens. Zugleich beobachtet er einen Wandel der Esskultur durch Fast Food, To-go-Angebote und veränderte Lebensgewohnheiten.

Der Wirt Alexander Egger bleibt bei einer Klage gegen die Zeltvergabe auf dem Oktoberfest erneut erfolglos. Das Verwaltungsgericht wies seinen Eilantrag ab. Das letzte Wort ist aber nicht gesprochen.

Lidl hat in Dundonald bei Belfast seinen ersten Pub eröffnet. Hintergrund sind besondere Regelungen des nordirischen Alkoholrechts, die dem Discounter den Verkauf alkoholischer Getränke in einer Gaststätte ermöglichen.

Die Zelte für das Münchner Oktoberfest können trotz eines Gerichtsstreits aufgebaut werden. Das Bayerische Oberste Landesgericht lehnte den Eilantrag eines Wirtes ab, wonach die Betreiber zweier Festzelte zunächst nicht zur Wiesn zugelassen werden sollten.

Partner für Berlin hat zum 30-jährigen Jubiläum der Berliner Meisterköche die Nominierungen für das Jahr 2026 verkündet. Eine Jury wählte aus rund 150 Vorschlägen die Finalisten in sechs Kategorien aus, deren Gewinner im November gekürt werden.