Verfahren gegen Bernd Knöller aus dem Sternerestaurant Riff in Valencia eingestellt

| Gastronomie Gastronomie

Im vergangenen Jahr sorgte ein Todesfall im Sternerestaurant Riff in Valencia für weltweite Schlagzeilen. Eine 46-jährige Frau war am Tag nach einem Besuch im Riff in ihrer Wohnung verstorben. Auch der 12-jährige Sohn sowie der Ehemann hatten zuvor über Übelkeit geklagt, sich dann aber schnell wieder erholt. Serviert wurde den Gästen unter anderem ein Gericht mit Morcheln.

Wie nun bekannt wurde, hatte der tragische Tod jedoch nichts mit den Pilzen zu tun. Medienberichten zufolge konnte die Gerichtsmedizin keinen Zusammenhang mit dem Restaurant von Sternekoch Bernd Knöller festgestellt werden. Das Verfahren gegen ihn wegen fahrlässiger Körperverletzung wurde daher mit sofortiger Wirkung eingestellt.

Wie die Bild am Sonntag berichtet, litt das Opfer offenbar unter einer Erbkrankheit. Ihr Tod stand demnach in keinem direkten Zusammenhang mit dem verzehrten Essen, wie die Bild Bernd Knöller zitiert. Er habe nach dem Todesfall wochenlang recherchiert, ob er bei der Zubereitung des Morchel-Gerichts einen Fehler gemacht habe. Der Gedanke, am Tod eines Menschen schuld zu sein, habe ihm viele schlaflose Nächte beschert.

Die Pilze sind dennoch mittlerweile von der Speisekarte verschwunden. Auch die Kooperation mit seinem Zulieferer hat Knöller laut Bild eingestellt. Schließlich sei Essen auch Vertrauen. Und wenn er sich nicht sicher sei, könne er es auch nicht servieren
 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Michelin Guide hat elf verbreitete Irrtümer rund um Sterne, Inspektoren und Bewertungsverfahren aufgegriffen. Die Organisation erläutert dabei ihre Kriterien für die Auszeichnung von Restaurants und die Arbeitsweise ihrer Prüfer.

Das Berliner Zwei-Sterne-Restaurant Facil startet zum 25-jährigen Jubiläum eine sechsteilige Podcastreihe mit Reiner Veit. Das Audioformat beleuchtet ab dem 24. Juni 2026 die Geschichte und die personelle Kontinuität des Gastronomiebetriebs.

Bei den Frankfurter Gastro Talent Awards 2026 wurden Liv Geller als Kochtalent und Mihail Zaiat als Bartalent ausgezeichnet. Die Veranstaltung kehrte nach einer dreijährigen Pause als Teil des Rahmenprogramms der Michelin-Gala zurück.

Am Dienstag gibt der Guide Michelin in Frankfurt am Main die neuen Sterne für Deutschland bekannt. Bereits eine Woche zuvor hatte der Restaurantführer zehn neue Bib-Gourmand-Auszeichnungen veröffentlicht.

Starbucks Korea hat nach einem Werbe-Skandal sämtliche der über 2.000 Filialen in Südkorea vorzeitig geschlossen. Die Cafés wurden am Nachmittag dichtgemacht, damit Mitarbeiter an einer verpflichtenden Geschichtsschulung teilnehmen können.

Der Dresdner Historiker Andreas Rutz sieht Restaurants, Kneipen und gemeinsames Essen als wichtige Bestandteile des gesellschaftlichen Lebens. Zugleich beobachtet er einen Wandel der Esskultur durch Fast Food, To-go-Angebote und veränderte Lebensgewohnheiten.

Der Wirt Alexander Egger bleibt bei einer Klage gegen die Zeltvergabe auf dem Oktoberfest erneut erfolglos. Das Verwaltungsgericht wies seinen Eilantrag ab. Das letzte Wort ist aber nicht gesprochen.

Lidl hat in Dundonald bei Belfast seinen ersten Pub eröffnet. Hintergrund sind besondere Regelungen des nordirischen Alkoholrechts, die dem Discounter den Verkauf alkoholischer Getränke in einer Gaststätte ermöglichen.

Die Zelte für das Münchner Oktoberfest können trotz eines Gerichtsstreits aufgebaut werden. Das Bayerische Oberste Landesgericht lehnte den Eilantrag eines Wirtes ab, wonach die Betreiber zweier Festzelte zunächst nicht zur Wiesn zugelassen werden sollten.

Partner für Berlin hat zum 30-jährigen Jubiläum der Berliner Meisterköche die Nominierungen für das Jahr 2026 verkündet. Eine Jury wählte aus rund 150 Vorschlägen die Finalisten in sechs Kategorien aus, deren Gewinner im November gekürt werden.