Verstaatlichung: Land wird Gastronom im Schweriner Schloss

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Das Land Mecklenburg-Vorpommern betätigt sich als Gastronom: Zu Jahresbeginn hat die im Dezember gegründete landeseigene Schweriner Schloss Restaurant GmbH die Gastronomie am und im Schweriner Schloss übernommen, wie der Landtag am Donnerstag mitteilte. Das stößt beim DEHOGA auf Kritik.

Die Gesellschaft betreibe alle drei Standorte Orangerie, Bischofskeller und Schlosscafé mit einer veränderten Konzeption weiter. Die Erweiterung um den Standort Medaillonsaal sei in absehbarer Zeit beabsichtigt.

Zum Geschäftsführer wurde demnach der Schweriner Gastronom Arne Lawrenz bestimmt. Voraussichtlich Ende Januar werde sich der Aufsichtsrat der Gesellschaft konstituieren, in dem alle Fraktionen des Landtags vertreten sein sollen. Die Gründung der landeseigenen GmbH sei im Zuge der Aufstellung des Landeshaushalts 2020/2021 beraten und vom Landtag mit breiter Mehrheit beschlossen worden.

Landtagsdirektor Armin Tebben erklärte, mit der neuen Gesellschaft soll das Angebot besser werden. So habe die bisherige Pächterin bei geschlossenen Veranstaltungen parallel keine gastronomischen Angebote für die Öffentlichkeit gemacht. Das soll sich ändern.

Die neue Gesellschaft erhält für das Jahr 2020 einmalig einen finanziellen Zuschuss, wie es weiter hieß. Er beträgt 112 000 Euro für Investitionen und 194 000 Euro für die Kapitalausstattung der GmbH. Die Firma müsse Pacht abführen und sämtliche Kosten für Personal- und Sachausgaben sowie Investitionen erwirtschaften. «Dies unterscheidet das am Markt agierende Unternehmen von an vergleichbaren Standorten in anderen Bundesländern wirkenden Staatsbetrieben», betonte Landtagsdirektor Tebben.

Der DEHOGA äußerte sich kritisch zu den Gastronomie-Plänen des Landtages: "Grundlegend sollte man das dem Markt überlassen, Profis können das besser als ein Landesunternehmen", zitiert der NDR den Verbandschef Lars Schwarz.


 

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