Wahrzeichen am Bodensee: Schloss Montfort in Langenargen wird zum Kulinarik- und Kulturentreffpunkt

| Gastronomie Gastronomie

[Alle Fotos: Foto: Steffen Sinzinger

Das historische Schloss Montfort in Langenargen am Bodensee präsentiert sich unter neuer Führung mit einem umfassenden Nutzungskonzept. Das denkmalgeschützte, im 19. Jahrhundert im maurischen Stil erbaute architektonische Juwel, das auf einer Landzunge liegt, verbindet künftig Denkmalpflege mit Gastronomie und Kultur.

Konzept setzt auf Geschichte, Genuss und Begegnung

Das neue Konzept unter der Leitung des Pächters Gernot Wagner und der Betriebsleiterin Stefanie Denninger verwandelt das Schloss in einen öffentlich zugänglichen Ort. Ziel ist es, das Wahrzeichen wieder zu einem lebendigen Ort für Menschen zu machen. Gernot Wagner, gebürtiger Langenargener, beschreibt die Übernahme als eine Herzensangelegenheit und ein „Nostalgie-Investment“: „Wir möchten Schloss Montfort wieder zu dem machen, was es sein kann: ein lebendiger Ort für Menschen – mit guten Gesprächen, gutem Essen und besonderen Momenten.“

Wagner kehrte nach beruflichen Stationen in New York, London und Frankfurt an den Bodensee zurück, um seinen Jugendtraum zu verwirklichen. Gemeinsam mit der Konditormeisterin Stefanie Denninger wurde die Idee entwickelt, Frühstück, hausgemachte Patisserie, Cafébetrieb und ganztägige À-la-carte-Küche zu vereinen.

Kulinarische Ausrichtung: Regionale Ehrlichkeit trifft internationale Akzente

Küchenchef Sascha Thummerer verantwortet die Gastronomie mit der Philosophie einer ehrlichen Küche. Die Speisen basieren auf frischen, saisonalen Produkten aus der Region und werden mit internationalen Einflüssen veredelt. Diese Balance aus Vertrautem und Neuem spiegelt sich unter anderem in Gerichten wider, die durch maurisch inspirierte Aromen eine Hommage an den Baustil des Schlosses darstellen. „Meine Küche ist eine ehrliche Küche, die regionale Zutaten mit kreativem Teamgeist verbindet – und genau das schmeckt man.“

Ergänzt wird die Abendkarte durch saisonale Menüs und wöchentlich wechselnde Specials. Das Angebot reicht von regionalen und internationalen Spezialitäten im Restaurant über Kaffee und Kuchen bis hin zur Bar für den Sundowner mit Seeblick.

 

Veranstaltungshöhepunkte und zukünftige Erweiterung

Das Schloss Montfort hat sich bereits als Kulisse für Veranstaltungen wie das traditionelle Uferfest in Langenargen bewährt und konnte dort auch kulinarisch Akzente setzen.

Eine zusätzliche Attraktion bildet der Arguna Royal Club im Kellergeschoss des Schlosses, dessen Eröffnung im September 2025 stattfand.

Das Konzept soll Geschichte, Genuss und Gastfreundschaft vereinen und das Schloss Montfort als Hotspot für Kultur, Kulinarik und Events etablieren.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Alkoholfrei ist kein kurzfristiger Trend mehr, sondern ein stabiler Umsatzbringer für die Gastronomie. Eine neue Umfrage zeigt, warum Gäste auf Alkohol verzichten und weshalb Gastronomen bei der Preisgestaltung und Qualität ihrer alkoholfreien Cocktails umdenken müssen, um nicht als Anbieter überteuerter Limonaden wahrgenommen zu werden.

Beim Sommelier-Cup 2026 des Deutschen Weininstituts in Mainz sicherte sich Anna-Katharina Lemke den Sieg. 23 Fachkräfte stellten in anspruchsvollen Blindverkostungen und theoretischen Prüfungen ihr Fachwissen über deutsche Weine unter Beweis.

Eine neue Studie untersucht das Phänomen der Zechprellerei im Vereinigten Königreich. Die Ergebnisse geben Aufschluss über die demografische Verteilung, die häufigsten Beweggründe der Gäste sowie die anhaltende Problematik von No-Shows.

Die bekannte Food-Creatorin Saliha „Sally“ Özcan eröffnet im März 2026 ihr erstes Café im Europa-Park. Im isländischen Themenbereich erwartet die Besucher ein Angebot aus süßen und herzhaften Spezialitäten sowie rund 90 Sitzplätze im Innen- und Außenbereich.

In der Küche muss es absolut hygienisch zugehen, sonst wird das Gesundheitsamt aufmerksam. Die Oberflächenreinigung der Küche und des Gastraums reicht aber nicht, um Ihren Gästen ein wirklich sympathisches Erlebnis zu bieten. Es gibt noch mehr Punkte und Ecken in jeder Gastronomie, die auf Ordnung und Hygiene angewiesen sind.

Das historische Traditionsgasthaus Schaumburger Hof in Bonn-Plittersdorf ist zahlungsunfähig. Nach über 270 Jahren Geschichte wurde der Betrieb im Januar 2026 eingestellt. Während die Löhne der Mitarbeiter vorerst gesichert sind, bleibt die Zukunft des geschichtsträchtigen Standortes am Rhein ungewiss.

Das Wiener Restaurant Spelunke sorgt mit dem 395 Euro teuren Schnitzel „Kaiser Franz“ für Gesprächsstoff. Die Kreation aus Wagyu-Filet, Blattgold und Kaviar richtet sich an ein internationales Luxuspublikum und lotet die Grenzen der traditionellen österreichischen Küche neu aus.

Mehr Freiheit für Berlins Gastronomen? Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey plant, die starre 22-Uhr-Regel für den Außenbereich zu kippen. Nach dem Vorbild Brandenburgs sollen Gäste künftig bis Mitternacht draußen bewirtet werden dürfen.

In der Hamburger Speicherstadt konkretisieren sich die Pläne für eine prominente Neueröffnung. Das aus Südafrika stammende Gastronomiekonzept Chefs Warehouse wird am 26. Februar 2026 seinen ersten Standort in Deutschland eröffnen. Hinter dem Hamburger-Projekt stehen bekannte Namen aus der Gastro-Szene der Hansestadt.

Die Jury des Deutschen Gastro-Gründerpreises hat die zehn Halbfinalisten für das Jahr 2026 bekanntgegeben. Die ausgewählten Konzepte treten im Februar in Hamburg gegeneinander an, um sich einen Platz für das Finale auf der Internorga zu sichern.