Warum Kochbücher immer noch so beliebt sind

| Gastronomie Gastronomie

Obwohl im Internet unzählige Rezepte für jeden Geschmack zu finden sind, boomt der Kochbuchmarkt. Laut Börsenverein des Deutschen Buchhandels sollen im Jahr 2022 mehr als 1.780 neue Kochbücher veröffentlicht worden sein. Und dass, obwohl nicht einmal die Hälfte der deutschen Haushalte täglich kocht.

Laut „RND“ hatte die Corona-Pandemie hatte einen großen Einfluss auf die Beliebtheit von Kochbüchern, da viele Menschen während der Lockdowns das Kochen für sich entdeckten. Während 2020 und 2021 die „große Stunde der Kochbücher“ schlug, wie eine Sprecherin des Börsenvereins gegenüber „RND“ bestätigte, stabilisiert sich das Interesse auf hohem Niveau. Die Vielfalt des Angebots reicht von veganen Gerichten über mediterrane Küche bis hin zu Anleitungen für gesunde Ernährung und Grillrezepte. Promi-Köche wie Steffen Henssler, Tim Mälzer und Jamie Oliver dominieren die Bestsellerlisten.

Dabei dienen Kochbücher längst nicht nur als praktische Anleitungen zum Kochen, sondern auch als „Möglichkeit zum Eskapismus“, wird Benjamin Cordes, Gründer von „Kaisergranat“ vom „RND“ zitiert. Sie regen die Fantasie an und bieten Raum für kulinarische Träume und Inspirationen.

Dabei ist seiner Meinung nach ein Kochbuch besonders dann gelungen, wenn es eine „gute Orientierung“ bietet und wenn „guter Inhalt auch wirklich gut präsentiert wird“. Dabei hat sich die Bildsprache in Kochbüchern klar verändert – weg von überbordenden Inszenierungen und hin zu natürlichen Darstellungen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Wer in die Tiefen der Kochkunst eindringen möchte, wird in Dresden unterirdisch fündig. Zwei Stockwerke geht es im Keller der Sächsischen Landesbibliothek - Universitäts- und Staatsbibliothek (SLUB) - abwärts, bevor sich eine kulinarische Welt der besonderen Art öffnet.

Eine Umfrage unter 142 Food-Truck-Betreibern zeigt: Die Mehrheit erzielt weniger als 40.000 Euro Jahresgewinn. Entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg scheint weniger die Arbeitszeit als vielmehr das gewählte Geschäftsmodell zu sein.

Das Berliner Kuchel Eck am Ludwigkirchplatz hat wieder geöffnet. Seit Anfang Mai wird die traditionsreiche Eckkneipe von Gastronom Josef Laggner betrieben. Der Gastro-Unternehmer setzt auf die Fortführung der klassischen Eckkneipentradition.

Die Frankfurter Hospitality-Gruppe Cuisyn setzt auf die Übernahme und Weiterentwicklung bestehender Gastronomiebetriebe. Als aktuelles Beispiel nennt das Unternehmen die Integration der Wille Gastronomie Gruppe, durch die die Mitarbeiterzahl auf mehr als 500 gestiegen sei.

Die Berliner Bar Mokka Milch öffnet am 12. Juni nach einer knapp zweiwöchigen Pause erneut ihre Türen. Zuvor hatten technische Probleme und Anpassungen interner Abläufe zu einer vorübergehenden Schließung geführt.

Lorenzo Parrotta aus Ludwigshafen darf sich nun Weltmeister nennen. In Neapel holte sich der Deutsch-Italiener den Titel in der Kategorie Pizza Contemporanea (zeitgenössische Pizza). Dabei backt Parrotta Pizza nur im Nebenberuf. Eigentlich ist er Chemiearbeiter.

Das Kopenhagener Spitzenrestaurant Noma öffnet im August wieder dauerhaft seine Türen, wobei der in der Kritik stehende René Redzepi die Rolle des Kreativ-Direktors übernimmt. Die operative Verantwortung wird an ein neues Führungsteam übertragen.

Burgermeister will noch 2026 in Österreich starten. Geplant sind zunächst drei Restaurants in Wien, langfristig soll ein Netz von mindestens 20 Standorten entstehen.

Big Squadra eröffnet am 12. Juni das Restaurant Pamela am Berliner Gendarmenmarkt. Der neue Standort ist das vierte Restaurant der Gruppe in Deutschland und erweitert das bestehende Portfolio in Berlin.

Eine internationale Verbraucherumfrage im Auftrag von Lightspeed zeigt, dass Restaurantgäste persönliche Aufmerksamkeit und Freundlichkeit höher bewerten als Beratungskompetenz. In Deutschland werden Probleme zudem häufig direkt mit dem Servicepersonal besprochen.