Wiesn-Wirt Käfer über Werte und kurze Freundschaften

| Gastronomie Gastronomie

Der Gastronom und Wiesn-Wirt Michael Käfer wünscht sich in Zeiten der Krise mehr Eigeninitiative. «Wir müssen uns wieder auf unsere alten Werte besinnen: Fleiß und Ideenreichtum. Es muss auch wieder ein Ruck durch die Gesellschaft gehen, es muss nicht immer der Staat helfen, wir müssen uns auch selber helfen», sagte er der Münchner Tageszeitung «tz» vom Montag. «Wir werden Energieprobleme haben, vieles wird teurer, es wird schwieriger, aber längst nicht schlecht. Wir leben immer noch in einer guten Zeit.»

Private und berufliche Einblicke gewährt der Feinkost-Unternehmer und Promi-Wirt in der Autobiografie «Der geliehene Freund: Mein Leben als Gastgeber». «Mein innerer Frieden entsteht, wenn die Menschen um mich herum zufrieden und glücklich sind. Freilich - das zerreißt einen auch manchmal, wenn man zu viel will», vertraute er der «tz» an.

Verschwiegenheit ist dabei oberstes Gebot, bewirtet er doch viele Prominente. «Gerade bei Privatveranstaltungen lassen uns unsere Kunden sehr nahe an sich heran, wir erfahren sehr viel Persönliches, auch Animositäten im Familienkreis, wenn es um die Sitzordnung geht.»

Ähnlich äußerte sich Käfer in der «Abendzeitung»: «Wenn wir zum Beispiel bei einer Hochzeit die Menschen kennenlernen, die Braut, den Bräutigam, die Eltern, werden wir für eine kurze Zeit ein Familienmitglied, ein guter Freund. Wenn die Veranstaltung vorbei ist, muss klar sein, dass diese Beziehung dann wieder vorbei ist.»


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Seit eineinhalb Wochen wird gezapft und gefeiert auf dem Stuttgarter Frühlingsfest. Halbzeit. Wie kommt die große Sause auf dem Cannstatter Wasen an? Die Veranstalter legen die Zahlen offen.

Zwei Hotels am Schluchsee stellen die Kulinarik in den Mittelpunkt ihres Konzepts. Während die Mühle Schluchsee ihr Restaurant als eigenständiges Ziel positioniert, integriert der Auerhahn die Gastronomie in den gesamten Aufenthalt.

Die Zahl der Gastronomiebetriebe in Großbritannien sinkt kontinuierlich, wobei im ersten Quartal 2026 täglich mehr als drei Standorte aufgegeben wurden. Steigende Lohnkosten und steuerliche Belastungen setzen die Branche unter Druck.

Das Restaurant Heritage im Hamburger Hotel Le Méridien öffnet am 30. April nach einer technischen Modernisierung der Küchenbereiche wieder seine Türen. Neben einem aktualisierten Speisenangebot setzt der Betrieb künftig verstärkt auf neue Veranstaltungsformate.

In Hamburg ist der Genuss-Michel 2026 verliehen worden. Das Fischereihafen Restaurant wurde als Restaurant des Jahres ausgezeichnet, Herbert Seckler erhielt den Ehrenpreis für sein Lebenswerk.

McDonald's Deutschland nimmt Stellung zur angekündigten Klage der Deutschen Umwelthilfe bezüglich früherer Angaben zur Klimaneutralität. Das Unternehmen weist den Vorwurf der Verbrauchertäuschung zurück und verweist auf bereits erfolgte Anpassungen seiner Kommunikation.

In der Allianz Arena in München sind am 26. April die sechs Finalisten des Wettbewerbs „Koch des Jahres“ ermittelt worden. Wie der Veranstalter ROIKA Solutions GmbH mitteilt, qualifizierten sich vier Teilnehmer über den Live-Wettbewerb vor einer Fachjury, zwei weitere über einen Publikumsentscheid.

Im Ausland leben, das heißt viele Erfahrungen mit einer anderen Kultur zu machen. Ein Westfale brachte die Currywurst nach Nairobi – und musste dafür so manches kulinarische Hindernis überwinden.

Eigentlich hat Kenia perfektes Biergartenwetter. Man kann das ganze Jahr hindurch draußen sitzen. Den passenden Gerstensaft nach deutschem Reinheitsgebot gibt es mittlerweile auch.

Das Schlosshotel Münchhausen in Aerzen hat sein gastronomisches Konzept verändert. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde das neue Restaurant „1570 – Casual Fine Dining“ als Nachfolger des bisherigen Gourmetrestaurants „Hilmar“ eröffnet.