Wiesn-Wirt Käfer über Werte und kurze Freundschaften

| Gastronomie Gastronomie

Der Gastronom und Wiesn-Wirt Michael Käfer wünscht sich in Zeiten der Krise mehr Eigeninitiative. «Wir müssen uns wieder auf unsere alten Werte besinnen: Fleiß und Ideenreichtum. Es muss auch wieder ein Ruck durch die Gesellschaft gehen, es muss nicht immer der Staat helfen, wir müssen uns auch selber helfen», sagte er der Münchner Tageszeitung «tz» vom Montag. «Wir werden Energieprobleme haben, vieles wird teurer, es wird schwieriger, aber längst nicht schlecht. Wir leben immer noch in einer guten Zeit.»

Private und berufliche Einblicke gewährt der Feinkost-Unternehmer und Promi-Wirt in der Autobiografie «Der geliehene Freund: Mein Leben als Gastgeber». «Mein innerer Frieden entsteht, wenn die Menschen um mich herum zufrieden und glücklich sind. Freilich - das zerreißt einen auch manchmal, wenn man zu viel will», vertraute er der «tz» an.

Verschwiegenheit ist dabei oberstes Gebot, bewirtet er doch viele Prominente. «Gerade bei Privatveranstaltungen lassen uns unsere Kunden sehr nahe an sich heran, wir erfahren sehr viel Persönliches, auch Animositäten im Familienkreis, wenn es um die Sitzordnung geht.»

Ähnlich äußerte sich Käfer in der «Abendzeitung»: «Wenn wir zum Beispiel bei einer Hochzeit die Menschen kennenlernen, die Braut, den Bräutigam, die Eltern, werden wir für eine kurze Zeit ein Familienmitglied, ein guter Freund. Wenn die Veranstaltung vorbei ist, muss klar sein, dass diese Beziehung dann wieder vorbei ist.»


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Taco Bell bereitet den Markteintritt in Polen vor. Die Eröffnung des ersten Standortes ist für das vierte Quartal 2026 geplant. Für die Umsetzung der Expansionspläne kooperiert die Marke mit dem Unternehmen AmRest

Warum professionelle Lebensmittelsicherheit gerade in der Bio-Gastronomie eine zentrale Rolle spielt, erklärt Dennis Gasper. Er ist zertifizierter Experte für Bio-Gourmet-Ernährung und Gesundheitsprävention und leitet seit 2024 die Küche im „Kesslers Walsereck“.

Eine Umfrage im Auftrag von OpenTable zeigt eine hohe Nachfrage nach Außengastronomie im Sommer 2026. Besonders Biergärten, Public Viewing und hundefreundliche Angebote beeinflussen laut den Daten die Restaurantwahl.

Sollen die Wiesn-Zelte wirklich europaweit ausgeschrieben werden? Mit einem entsprechenden Vorstoß sorgt ein Münchner Wirt für Wirbel. Im ersten Anlauf ist er gescheitert. Doch der Streit ist keineswegs beendet. 

Svea Marie Kropp aus dem Hamburger Hotel The Fontenay hat den Rudolf Achenbach Preis 2026 gewonnen. Das Finale des Nachwuchswettbewerbs fand in der Frankfurter Naxoshalle statt.

Die internationale Themenwoche „Türkische Küche“ ist mit einem Auftaktdinner für rund 120 Gäste in Berlin gestartet. Die Veranstalter nutzen die Initiative, um die kulinarische Tradition der Türkei und deren historische Entwicklung vorzustellen.

Die Vereinigung Jeunes Restaurateurs Deutschland feiert ihr 35-jähriges Bestehen. Das Netzwerk setzt neben dem internen Wissensaustausch verstärkt auf politische Präsenz im Deutschen Bundestag und die Förderung von Jugendprojekten.

Zum Mittagessen eine Currywurst mit Pommes und Mayo? Die einen finden das lecker, die anderen ungesund. Einer Statistik zufolge sank Jahr für Jahr das Interesse an diesem Klassiker-Gericht. Bis jetzt.

Ob Fischstäbchen, Rinderroulade oder Linsensuppe: In Zeiten des demografischen Wandels sieht sich der deutsche Tiefkühlkost-Caterer Apetito langfristig auf Wachstumskurs. Der Fachkräftemangel ist Rückenwind für das Tiefkühlgeschäft.

Im Frankfurter Zoo haben die Bauarbeiten für ein neues, barrierefreies Zoorestaurant begonnen, das Ende 2027 eröffnen soll. Das zweigeschossige Gebäude entsteht zentral am Spielplatz und wird auch für externe Veranstaltungen nutzbar sein.