Winzerer Fähndl: Chef von Reinigungsfirma gesteht Schwarzarbeit auf dem Oktoberfest

| Gastronomie Gastronomie

Im Paulaner Festzelt Winzerer Fähndl auf dem Oktoberfest kam es 2018 zu einer großen Razzia des Hauptzollamts, der Steuerfahndung und der Polizei. Dabei standen jedoch nicht die Wirte Arabella und Peter Pongratz im Visier, sondern ein Subunternehmer, der für die Reinigung des größten Wiesnzelts verantwortlich war.  

Wie nun die Süddeutsche berichtet, geht der entsprechende Gerichtsprozess nun in die letzten Runden: Der Geschäftsführer der Reinigungsfirma hat gestanden und dafür einen Strafnachlass erhalten. Rund viereinhalb Jahre wird er dennoch ins Gefängnis müssen, so die SZ. Da der Angeklagte geständig ist, müssen Peter Pongratz und seine ehemalige Frau Arabella nicht vor Gericht aussagen.

Der angeklagte Geschäftsführer der Reinigungsfirma hatte offenbar immer neue GmbHs gegründet. Drohte dann eine Umsatzsteuer-Prüfung, ließ er die Unternehmen in die Insolvenz schlittern und gründete eine neue Firma. Laut Staatsanwaltschaft entstand so ein Schaden von rund 4,5 Millionen Euro.

Vor Gericht behauptete der Angeklagte jedoch, dass sein Gewinn deutlich niedriger gewesen sei. Vielmehr habe er einen Teil der Rechnungssumme an Pongratz in bar zurückgegeben. Wie die Süddeutsche berichtet, wurde aufgrund dieser Vorwürfe bereits die Wohnung des Wirts durchsucht. Beweise wurden jedoch nicht gefunden und das Ermittlungsverfahren eingestellt.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Frittenwerk hat sein 50. Restaurant in Deutschland eröffnet. Der neue Standort im Halle Leipzig The Style Outlets bietet rund 80 Sitzplätze und schafft etwa 20 Arbeitsplätze.

Der Michelin Guide ist erstmals in Neuseeland vertreten und markiert damit den offiziellen Start der Publikation in Ozeanien. Im Zuge der Premiere zeichneten die Inspektoren insgesamt 110 Restaurants in den vier Regionen Auckland, Wellington, Christchurch und Queenstown aus.

Das Regensburger Restaurant Storstad stellt seine kulinarische Führung neu auf. Mit Simone Kubitzek und Hella Eggers übernimmt eine Doppelspitze das Kommando in der Küche.

Ein Forschungsteam der Stanford University hat ein KI-Modell entwickelt, das Burger nach Geschmack, Nachhaltigkeit und Nährwert optimiert. Im Blindtest schnitten einzelne KI-Burger ähnlich gut oder besser ab als ein Big Mac. Ein öffentlich zugängliches Online-Werkzeug steht nun zur Verfügung, das personalisierte Burger-Rezepte erstellen kann.

Die Getränkebestellungen in der Gastronomie verändern sich. Während Kaffee und Bier ihre Spitzenpositionen behaupten, gewinnen Matcha, neue Spritz-Varianten und Premium-Getränke nach einer Auswertung von orderbird an Bedeutung.

Die britische Restaurantkette Loungers erwägt den Schritt auf den deutschen Markt. Das Unternehmen plant nach eigenen Angaben für die zweite Jahreshälfte 2026 die Suche nach einem ersten Standort.

Die Wirtschaftskammer Wien hat die Preisträger der diesjährigen Branchenpreise Goldener Schani und Goldene Jetti bekannt gegeben. Mit diesen Auszeichnungen werden Betriebe gewürdigt, die durch ihre Außenbereiche oder Freizeitkonzepte zur Attraktivität der Stadt beitragen.

Nach einem juristischen Krimi läuft nun der Oktoberfest-Aufbau. Wie auf Münchens größter Baustelle die Wiesn-Mini-Stadt wird – und was München-Besucher wissen müssen.

Internationale WM-Gäste sorgen in nordamerikanischen Restaurants für Debatten über Trinkgeldregeln. Viele Betriebe reagieren mit automatischen Servicegebühren auf ausbleibende Zahlungen.

Die Gastronomie-Marke Kneipe 80 plant eine Tournee durch Deutschland und Österreich. Dabei ergänzen neue Standorte und diverse Gastspiele bei Großveranstaltungen das bisherige Portfolio des Konzeptgebers Marc Uebelherr.