Yannick Alléno ist meistdekorierter Sternekoch der Welt

| Gastronomie Gastronomie

Nach der Veröffentlichung des Guide Michelin Frankreich 2026 ist der französische Koch Yannick Alléno zum am höchsten ausgezeichneten aktiven Küchenchef weltweit aufgestiegen. Wie das Portal Restaurant-Ranglisten berichtet, hält Alléno nach der jüngsten Sterne-Verleihung insgesamt 18 Sterne. Damit überholt er Alain Ducasse, dessen Restaurants laut aktuellen Zählungen der Fachpresse derzeit 17 Sterne führen.

Neuzugang in Paris sorgt für Spitzenplatz

Den Ausschlag für den Sprung an die Spitze gab laut einer Mitteilung der Groupe Yannick Alléno vom 16. März 2026 die Auszeichnung für das Restaurant Monsieur Dior in Paris. Das im Stammhaus des Modeunternehmens Dior ansässige Lokal erhielt in der Selektion 2026 seinen ersten Michelin-Stern. Nach Angaben des Unternehmens ist dies die erste gastronomische Auszeichnung für das Haus Dior unter der Leitung Allénos.

Ein weiterer Faktor für die aktuelle Bilanz ist die Entwicklung in Monaco. Wie das Fachmagazin Artichox unter Berufung auf die Daten des Guide Michelin 2026 meldet, wurde das Restaurant L’Abysse Monte-Carlo im Hôtel Hermitage mit zwei Sternen bewertet. Das japanisch orientierte Konzept hatte den Betrieb erst im Juli 2024 aufgenommen und erreichte die aktuelle Einstufung somit innerhalb von acht Monaten nach der Eröffnung.

Statistische Verteilung der 18 Sterne

Die Auszeichnungen des Kochs konzentrieren sich geografisch auf Europa und den Nahen Osten. Laut der offiziellen Datenbank des Guide Michelin stellt der Pavillon Ledoyen in Paris mit insgesamt sechs Sternen das Zentrum des Portfolios dar. Dort werden das Alléno Paris (drei Sterne), das L’Abysse (zwei Sterne) und das Pavyllon (ein Stern) betrieben.

Weitere Sterne entfallen auf folgende Standorte: Courchevel: Le 1947 (drei Sterne), Dubai: Stay by Yannick Alléno (zwei Sterne), Saint-Émilion: La Table de Pavie (zwei Sterne), Monaco: Pavyllon Monte-Carlo (ein Stern) und London: Pavyllon London (ein Stern)

Die Restaurant-Ranglisten weisen darauf hin, dass Alléno mit 18 Sternen nun den ersten Platz unter den lebenden Köchen einnimmt. Der historische Rekord von Joël Robuchon, dessen Restaurants zu Spitzenzeiten 31 Sterne hielten, bleibt davon unberührt. Im direkten Vergleich mit Alain Ducasse wird in Branchenberichten betont, dass Allénos Zuwachs vor allem auf die schnelle Expansion seiner Konzepte L’Abysse und Pavyllon in den Jahren 2025 und 2026 zurückzuführen ist.

Das Unternehmen von weiter seine Aktivitäten derzeit weiter auzs. Alléno zeichnet für das kulinarische Konzept des Zuges Orient Express und auf des Schiffes Orient Express Corinthian verantwortlich. Diese strategische Ausrichtung unterstreicht laut Mitteilung der Gruppe den Anspruch, die Marke international und über die klassische Gastronomie hinaus zu festigen. (Tageskarte berichtete)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Sternerestaurant bi:braud von Alina Meissner-Bebrout zieht im Sommer 2026 aus der Ulmer Büchsengasse in das neue Maison Meissner direkt am Ulmer Münster um. Gemeinsam mit ihrem Mann Steffen Meissner entwickelt die Köchin das historische Gebäude „Bäumle“ zu einem Hotel mit 15 Zimmern sowie Restaurant- und Barkonzept.

Die Zeltvergabe auf dem Oktoberfest ist jetzt auch ein Fall für die Justiz. Gastronom Alexander Egger wehrt sich per Eilantrag gegen die Ablehnung seiner Bewerbung für das Volkssängerzelt «Schützenlisl» auf der Oidn Wiesn.

Die Schützenlisl auf der Oidn Wiesn bekommt zur Wiesn 2026 neue Betreiber. Der Münchner Stadtrat hat dem Wirte-Trio Michael Bietsch, Florian Fendt und Manfred Kneifel den Zuschlag für das Volkssängerzelt erteilt.

Laut dem aktuellen Bericht von Brand Finance erreichen die 25 wertvollsten Restaurantmarken weltweit zusammen einen Markenwert von 190,1 Milliarden US-Dollar. McDonald’s führt das Ranking erneut an, während Chick-fil-A das stärkste Wachstum verzeichnet.

Clara Schoper von der «Zephyr Bar» in München holt den Sieg beim renommierten Cocktailwettbewerb «Made in GSA». Ihr Drink scheint ein alter Bekannter: «Rum-Cola». Es sei jedoch ein Nachbau anno 2026.

Die Berliner Burgerkette Burgermeister expandiert nach Polen. Das Unternehmen plant nach eigenen Angaben mindestens 20 Standorte innerhalb von drei Jahren und strebt mittelfristig einen Jahresumsatz von bis zu 100 Millionen Euro an.

Das Hamburger Frühstückscafé kropkå von Katrin Koch hat die Aktion „Lokalhelden gesucht“ von VistaPrint und Cornelia Poletto gewonnen. Die Auszeichnung ist laut Veranstalter mit 20.000 Euro Preisgeld verbunden.

Schampusduschen verboten, Blasmusik schon eine Stunde früher und -mal wieder - Streit um die Zeltvergabe: Noch ist nicht mal Sommer, da zurrt München die Planung für die Wiesn im Herbst fest.

35 Jahre Jeunes Restaurateurs (JRE) Deutschland stehen nicht nur für kulinarische Entwicklung, sondern auch für den Wandel innerhalb der Spitzengastronomie. Warum diese heute mehr leisten muss als gutes Essen, erklärt Oliver Röder, Präsident der JRE-Deutschland.

Das mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnete Restaurant-Hotel Obauer in Werfen wird Ende Oktober 2026 schließen. Karl, Rudi und Angelika Obauer beenden den Familienbetrieb nach mehr als 47 Jahren und treten in den Ruhestand.