Zwei Pizzerien streiten um Namen – OLG entscheidet

| Gastronomie Gastronomie

Im Streit zweier Lokale mit italienischem Essen und ähnlichen Namen hat nun das Oberlandesgericht Frankfurt (OLG) eine Entscheidung getroffen.

Der Betreiber des «Ciao» - nach eigenen Angaben ein gehobenes italienisches Restaurant mit Pizzeria - wollte das Unterlassen der Bezeichnung «Ciao Mamma» für ein zweites Lokal durchsetzen, das als «Hamburgeria» und «Pizzeria» beworben wird. Das Landgericht hatte den Anspruch zurückgewiesen. Die dagegen eingelegte Beschwerde hatte vor dem OLG ebenfalls keinen Erfolg.

Das Gericht konnte in seiner am Mittwoch veröffentlichten, nicht anfechtbaren Entscheidung keine Verwechslungsgefahr erkennen. Wer eine «Ciao»-Pizza wolle, lande nicht versehentlich bei «Ciao Mamma» im Glauben, es handele sich um das gleiche Lokal.

Die Streitgegner betrieben zwar beide Lokale, in denen italienisches Essen angeboten würde, so dass Branchenidentität vorliege. Die Eignung der älteren Bezeichnung «Ciao», sich als Unterscheidungsmittel bei den Kunden einzuprägen, sei jedoch mit Rücksicht auf die Bedeutung des Begriffs als italienische Grußformel durchschnittlich, so das Gericht. Die Bezeichnungen «Ciao» und «Ciao Mamma» seien nicht ähnlich genug, um eine Verwechslungsgefahr zu begründen. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Michelin Guide hat elf verbreitete Irrtümer rund um Sterne, Inspektoren und Bewertungsverfahren aufgegriffen. Die Organisation erläutert dabei ihre Kriterien für die Auszeichnung von Restaurants und die Arbeitsweise ihrer Prüfer.

Das Berliner Zwei-Sterne-Restaurant Facil startet zum 25-jährigen Jubiläum eine sechsteilige Podcastreihe mit Reiner Veit. Das Audioformat beleuchtet ab dem 24. Juni 2026 die Geschichte und die personelle Kontinuität des Gastronomiebetriebs.

Bei den Frankfurter Gastro Talent Awards 2026 wurden Liv Geller als Kochtalent und Mihail Zaiat als Bartalent ausgezeichnet. Die Veranstaltung kehrte nach einer dreijährigen Pause als Teil des Rahmenprogramms der Michelin-Gala zurück.

Am Dienstag gibt der Guide Michelin in Frankfurt am Main die neuen Sterne für Deutschland bekannt. Bereits eine Woche zuvor hatte der Restaurantführer zehn neue Bib-Gourmand-Auszeichnungen veröffentlicht.

Starbucks Korea hat nach einem Werbe-Skandal sämtliche der über 2.000 Filialen in Südkorea vorzeitig geschlossen. Die Cafés wurden am Nachmittag dichtgemacht, damit Mitarbeiter an einer verpflichtenden Geschichtsschulung teilnehmen können.

Der Dresdner Historiker Andreas Rutz sieht Restaurants, Kneipen und gemeinsames Essen als wichtige Bestandteile des gesellschaftlichen Lebens. Zugleich beobachtet er einen Wandel der Esskultur durch Fast Food, To-go-Angebote und veränderte Lebensgewohnheiten.

Der Wirt Alexander Egger bleibt bei einer Klage gegen die Zeltvergabe auf dem Oktoberfest erneut erfolglos. Das Verwaltungsgericht wies seinen Eilantrag ab. Das letzte Wort ist aber nicht gesprochen.

Lidl hat in Dundonald bei Belfast seinen ersten Pub eröffnet. Hintergrund sind besondere Regelungen des nordirischen Alkoholrechts, die dem Discounter den Verkauf alkoholischer Getränke in einer Gaststätte ermöglichen.

Die Zelte für das Münchner Oktoberfest können trotz eines Gerichtsstreits aufgebaut werden. Das Bayerische Oberste Landesgericht lehnte den Eilantrag eines Wirtes ab, wonach die Betreiber zweier Festzelte zunächst nicht zur Wiesn zugelassen werden sollten.

Partner für Berlin hat zum 30-jährigen Jubiläum der Berliner Meisterköche die Nominierungen für das Jahr 2026 verkündet. Eine Jury wählte aus rund 150 Vorschlägen die Finalisten in sechs Kategorien aus, deren Gewinner im November gekürt werden.