154 insolvente Hotels der Revo Hospitality Group werden bis Anfang Oktober an fünf internationale Hotelgruppen sowie verschiedene weitere Investoren übergeben. Teilweise haben die neuen Eigentümer die zwei bis fünf Sterne Häuser in Deutschland, Österreich und Holland bereits übernommen. Damit bleibt auch ein Großteil der 5.450 Arbeitsplätze in den Hotels erhalten. Auch für das nicht insolvente Hotel in Italien wurde bereits eine Lösung gefunden. Für neun insolvente Hotels suchen die beiden Sanierungsgeschäftsführer Dr. Gordon Geiser und Dr. Benedikt de Bruyn derzeit noch Käufer, ebenso für die nicht insolventen Revo-Hotels in der Schweiz und Polen.
138 Hotelgesellschaften von Revo hatten im Januar und Februar beim Amtsgericht Charlottenburg Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Als einer der größten europäischen Multibrand-Hotelbetreiber betrieb Revo in 135 Städten Hotels für Marken wie Steigenberger, Pullmann, Mövenpick, Ibis und Intercity, aber auch unter eigenen Marken wie die der H-Hotels. „Wir haben die sehr unterschiedlichen Hotels von zwei bis fünf Sternen in Eigenverwaltung fortgeführt. Erhöhte Kosten von der Energie bis zum Personal sowie Doppelstrukturen durch starkes Wachstum belasteten das Geschäft. Zu lange mussten zudem profitable Hotels die defizitären Häuser quersubventionieren“, erklärte Dr. Gordon Geiser von GT Restructuring.
„Für jedes der 178 insolventen Hotels mussten wir angepasste Lösungen finden. In jedem Fall waren die Interessen von Immobilieneigentümer, Franchisegeber und Arbeitnehmern zu berücksichtigen, um die Gläubiger entsprechend des gesetzlichen Auftrags bestmöglich zu befriedigen. Insgesamt liegen wir im Zeitplan und konnten bereits 125 Hotels verkaufen. Überwiegend handelt sich es sich um übertragene Sanierungen, bei denen ein Hotel direkt an Investoren übergeben wird. Für andere Hotels werden den Gläubigern Insolvenzpläne vorgelegt. 29 Kaufverträge werden demnächst unterzeichnet. Für neun Hotels suchen wir noch Käufer. 15 Häuser mussten leider geschlossen werden, da beispielsweise hohe Investitionen in den Brandschutz nötig gewesen wären“, erläuterte Dr. Benedikt de Bruyn.












