70 Jahre Schlosshotel Kronberg

| Hotellerie Hotellerie

In diesem Jahr feiert das Schlosshotel Kronberg seinen 70. Geburtstag. Ursprünglich für Victoria Kaiserin Friedrich erbaut, blickt das renommierte Fünf-Sterne-Haus auf eine bewegte Historie zurück und empfängt seit Mitte des vergangenen Jahrhunderts illustre Gäste aus aller Welt. Zum feierlichen Jubiläum sind zahlreiche kleinere Aktionen geplant.

Die Geschichte des im historistischen Stil errichteten Anwesens beginnt Ende des 19. Jahrhunderts, lange bevor es als Hotel genutzt wurde. Nach dem Tod Friedrichs III. im Jahre 1888 ließ dessen Witwe Kaiserin Victoria Friedrich das Schloss als ihren Witwensitz erbauen – ursprünglich unter dem Namen Schloss Friedrichshof. Der im Stil eines prachtvollen, englischen Landhauses gebaute Rückzugsort war nicht nur ruhig gelegen, sondern auch sehr repräsentativ und entsprach höchsten ästhetischen Ansprüchen und zeitgenössischen architektonischen Vorlieben. Schon damals verfügte das Haus über modernsten technischen Komfort wie Zentralheizung, Lastenaufzug und elektrisches Licht.

Nach dem Tod Victorias gings das Schloss 1901 in den Besitz ihrer Tochter Margarethe über. Nach einigen vergleichsweise ruhigen Jahren quartierten sich im Zuge des ersten Weltkriegs französische Besatzer in dem Anwesen ein. Zwischen den Kriegen wurde es durch die Inflation dann zu teuer, das Schloss zu unterhalten, und es fiel in einen lange währenden Dornröschenschlaf. Dieser endete erst 1945, als mit den Amerikanern erneut eine Besatzungsmacht nach Ende des zweiten Weltkriegs in Kronberg Einzug hielten. Die neuen Hausherren nutzten das Gebäude acht Jahre lang als Offiziersclub unter dem Namen Country Club Kronberg Castle.
 

Erst 1953 gelangte das Schloss schließlich zurück in den Besitz des Hauses Hessen – die Erben von Margarethe entschieden, das Anwesen künftig als Hotel zu nutzen, ohne den ursprünglichen Charakter des Hauses zu verfälschen. Ein Jahr später öffnete das Schlosshotel Kronberg seine Pforten erstmals für Reisende. Seitdem waren zahlreiche hochrangige Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft im Hotel zu Gast, darunter der ehemalige Bundespräsident Walter Scheel, der spätere US-Präsident Dwight D. Eisenhower und die Hollywoodschauspielerin Kristen Stewart.

Specials zum runden Geburtstag

Sowohl im Haus selbst als auch auf den digitalen Kanälen des Schlosshotels Kronberg begegnet den Gästen das 70-jährige Jubiläum immer wieder.  In der hauseigenen Bar und Lounge Frederick‘s werden – anstelle des Drink of the Month – in diesem Jahr zwei exklusive Jubiläums-Cocktails serviert. Beide sind nach dem zweiten Vornamen der Kaiserin Victoria Friedrich benannt: Der „Adelaide’s Summer“ mit Malfy Pink Grapefruit Gin, Italicus Bergamotte, Limettensaft, Zucker und Creolebitters ist bis Ende September erhältlich und sorgt für Sommergefühle auch an trüben Tagen.  Der „Adelaide‘s Winter“ wiederum ist ab 1. Oktober auf der Karte zu finden und vereint Gin, Karottensaft, Zuckersirup, Pumpkinspiced Sirup und Zimt zu einem winterlichen Geschmackserlebnis.

Ergänzend dazu gibt es verschiedene Aktivitäten auf Social Media – so berichten ehemalige Mitarbeitende auf dem offiziellen Instagram-Kanal von ihren schönsten Erfahrungen im Schlosshotel, die heutigen Teams gratulieren mit kreativen Beiträgen und ein GIF-Sticker mit dem eigens erstellten 70-Jahre-Logo ist für alle Instagram-Nutzer abrufbar. Kleine Goodies wie 70-Jahre-Schlosshotel-Aufkleber und individuelle Gewinnspiele runden die Jubiläums-Feierlichkeiten ab. 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Maritim Hotelgruppe steigert ihren weltweiten Umsatz auf 468,4 Millionen Euro, verzeichnet jedoch aufgrund massiver Investitionen in die Digitalisierung und gestiegener Tarifkosten einen Rückgang beim Betriebsergebnis. Trotz eines schwierigen Marktumfeldes setzt das Familienunternehmen auf nachhaltiges Wachstum und technologische Modernisierung.

Das Oberlandesgericht Frankfurt hat eine grundlegende Entscheidung zur Rechtsverbindlichkeit von Hotelreservierungen getroffen. Die Anfrage nach freien Zimmerkapazitäten ohne Kenntnis der konkreten Preise stellt kein rechtsverbindliches Angebot zum Abschluss eines Beherbergungsvertrages dar. Die Schadensersatzforderungen eines Hotelbetriebs in Höhe von über 10.000 Euro wurden abgewiesen.

Ein ehemaliges Bürogebäude am Checkpoint Charlie wird für 40 Millionen Euro zum größten Hostel Europas umgebaut. Hinter dem Projekt steht die 500-Millionen-Euro-Wachstumsstrategie der a&o-Eigentümer.

Auf der ITB Berlin 2026 präsentieren die Plaza Hotelgroup und Neura Robotics den humanoiden Roboter 4NE1. Die Kooperation soll zeigen, wie autonome Systeme künftig das Hotelpersonal an der Rezeption und im Service unterstützen können, um dem Fachkräftemangel in der Branche zu begegnen.

Sachsen-Anhalt zieht Bilanz: Trotz eines leichten Rückgangs bei den Übernachtungen präsentieren sich die Gästezahlen 2025 stabil. Während der Harz seine Spitzenposition verteidigt, setzen neue Großprojekte wie die Eröffnung des Stiftsbergs in Quedlinburg Impulse für das Reisejahr 2026.

Der Bundesgerichtshof hebt ein Urteil im Streit zwischen dem Hotel Wikingerhof und Booking.com auf. Beanstandet werden unter anderem Rabattdarstellung, Umgang mit Gästedaten und Provisionsmodelle.

Die Budgetkette a&o kauft ein 31.000 Quadratmeter großes Bürogebäude nahe dem Berliner Checkpoint Charlie. Bis 2027 entsteht dort für 40 Millionen Euro das größte Hostel Europas mit 2.500 Betten.

Die britische Wettbewerbsbehörde CMA ermittelt gegen die Hotelriesen Hilton, Marriott und IHG. Im Fokus steht der Verdacht auf Datenaustausch über die Analyseplattform STR von CoStar. Alle vier Unternehmen werden derzeit untersucht.

Ab Sommer 2026 erhebt Stuttgart eine Übernachtungssteuer von drei Euro pro Gast. Die Stadt erwartet dadurch jährliche Einnahmen von zehn Millionen Euro und setzt auf eine rein digitale Abwicklung für Hotels und Privatvermieter. Die Hotelbranche kritisiert die zusätzliche Kostenlast.

Starwood Hotels setzt unter der Leitung von Raul Leal auf ein kontrolliertes Wachstum. Mit Fokus auf Luxus, Nachhaltigkeit und die Integration von Wohnresidenzen plant die Gruppe bis 2028 zahlreiche internationale Neueröffnungen, ohne dabei die wirtschaftliche Rentabilität aus den Augen zu verlieren.