a&o Hostels mit 15 Prozent Umsatzplus in 2018

| Hotellerie Hotellerie

2018 war in vielerlei Hinsicht ein spannendes Jahr für die Berliner Budget-Hotelgruppe a&o: neben Neueröffnungen in Prag und Frankfurt, hat a&o auch erstmals Immobilien in Polen, Ungarn und Spanien sichern und somit seine Expansion in Europa deutlich vorantreiben können. Dazu der Roll Out eines umfangreichen Marken- und Designrelaunchs und die Eröffnung einer eigenen Kunsthalle in Leipzig. Insgesamt rund fünf Millionen Übernachtungen verzeichnet das Unternehmen, der Umsatz stieg um 15 Prozent. 

„Fünf Millionen Übernachtungen und ein Umsatz von knapp 152 Millionen Euro – damit haben wir unsere Erwartungen über erfüllt“, resümiert CEO Oliver Winter nach einem „ereignisreichen Jahr, das unser gesamtes Team sehr gefordert hat“. Markenrelaunch, Rollout des neuen Designkonzepts, zwei Neueröffnungen, dazu erstmals Standorte in Polen, Ungarn und Spanien gesichert, nicht zuletzt: „Unsere Kundenzufriedenheit ist um zwei Prozent gestiegen – das freut mich wirklich sehr!“

Aktuell 35 Häuser mit 26.000 Betten in 21 Städten und sechs Ländern – 25 davon allein in Deutschland – eine Auslastungsrate von durchschnittlich 66 Prozent – seit Gründung des Unternehmens im Jahr 2000 hat sich a&o zur führenden Hostelkette in Europa entwickelt. Und die Ziele für die kommenden Jahre sind gesteckt: „Wir wollen mit a&o weiter in europäischen Metropolen wachsen.“ Seit 2017 ist der amerikanische Investor TPG Real Estate Inhaber von a&o. Das Unternehmen ist auch nach 18 Jahren noch Gründergeführt.

Ost- und Südeuropa im Fokus der a&o-Expansion
Das zweite Haus in Venedig vor kurzem eröffnet, und erstmals ab kommenden Herbst/Winter auch in Warschau und Budapest und ab 2020 das zweite Haus in Kopenhagen, befindet sich a&o auf klarem Expansionskurs in Europa. Mit der ersten Immobilie in Barcelona gelang Ende 2018 zudem auch der Sprung auf die Iberische Halbinsel. Oliver Winter: „Unser Produkt kommt an – nicht nur bei unseren Gästen! a&o schafft es, wenig attraktive Bestandsimmobilien in moderne Hostels zu verwandeln, die ein Gewinn für das gesamte Quartier darstellen.“ In Barcelonas Süden etwa stand die ehemalige Fabrik zehn Jahre leer, bevor a&o sie im letzten Herbst erworben hat. Die Eröffnung im Stadtteil Hospitalet soll 2020/21 sein. „Aus fast jeder Immobilie können wir etwas machen!“, so Winter.

Gruppen-, Individual- oder Businessreisende: Gäste werden deutlich vielfältiger.
Mit 125.000 Familien,13.000 Klassenreisen und 7.000 weiteren Gruppen mit mehr als 9 Personen haben Gruppenreisen auch 2018 nach wie vor den größten Anteil am Gästeaufkommen, dennoch: mehr und mehr empfiehlt sich a&o mit Übernachtungspreisen ab 12 Euro, zentralen Lagen, Komfort und Qualität auch als smarte Übernachtungs-Alternative für Business-, Einzelreisende und Senioren. Oliver Winter: „Die Zahlen zeigen, dass wir genau richtig liegen mit unserem Angebot, das sich stets an zwei Maximen orientiert: `everyone can travel` und `best value for money`“.
Architektur- und Designrelaunch bis 2020.

Zusammen mit BWM Architekten aus Wien hat a&o ein modulares Architektur- und Design-System entwickelt, das den alten Wiedererkennungswert der Marke mit neuen Akzenten kombiniert. Gedecktere Farben auf Schwarz-Weiß-Basis und Naturtönen im Raum kombiniert mit bunten Farben für alle beweglichen Elemente – „a&o ist auch erwachsener geworden – das spiegelt sich im Designkonzept natürlich wider“. Die Lobby fungiert zugleich als Spiel-, Treff- und Arbeitsraum mit modernen Sitzgelegenheiten, Library, Workingtables oder Kids´ Corner für die Kleinsten. Ein neues Leitsystem und eine Corporate-Grafik in den Etagen, für Bar und Rezeption sowie an der Fassade mit neuem Logo in Blau/Weiß gehören ebenso zum Konzept wie die Neugestaltung der Zimmer u. a. mit eigens entworfenen Stockbetten. Freizeitspaß mit Soccer-Arenen, e-Gaming Lounges, Tischtennis oder riesige Kickertische komplettieren das Angebot.

a&o wächst – und das Team mit
Mit Michael Mücke, ex-Accor COO, ist das Board von a&o im letzten Jahr um einen Budget-Hotel-Profi bereichert worden.

Ausblick
Die Zukunft ist digital – und so hat a&o nun zwei inhouse e-Labs, Berlin & Pristina, wo Entwickler an Projekten für morgen arbeiten, um das Reisen noch einfacher und angenehmer zu machen: mobile CheckIn und mobile Key, Voice Search und AI-gestützte Werbeausspielung sind die großen Projekte, zu denen bereits aktiv Tests laufen und zu denen wir mehr in 2019 hören werden.

Zurück

Vielleicht auch interessant

Am 14. März 2026 präsentiert die Munich Hotel Alliance im Munich Marriott Hotel City West den dritten „Taste your Future Day“. Das preisgekrönte Event bietet Schülern und Interessierten interaktive Einblicke in die Karrierewege der Münchner Luxushotellerie – vom Sushi-Kurs bis zum Bewerbungscheck.

Nach der abrupten Schließung des Congress Hotels Chemnitz kämpft die Belegschaft um ihre Zukunft. Mit einer eigenen Bewerbungsoffensive bei 15 Hotelgesellschaften und breiter Unterstützung aus der Bevölkerung sucht das Team nun aktiv nach einem neuen Investor für das geschichtsträchtige Hochhaus.

Campingplätze, Hotels, Pensionen und Anbieter von Gästezimmern in Nordrhein-Westfalen verzeichneten 2025 Zuwächse. Und das nach dem Rekordjahr 2024 mit der Fußball-EM im eigenen Land.

Direkt am Pazifik-Strand von Surfers Paradise soll ein Trump-Tower entstehen – mit Rekordanspruch: Das Hotel soll der höchste Wolkenkratzer Australiens werden.

Airbnb baut seine Plattform zu einem KI-basierten System um. Durch den Einsatz intelligenter Sprachmodelle sollen die Suche personalisiert, der Kundensupport automatisiert und die internen Abläufe effizienter gestaltet werden.

Das Hotelprojekt Seegut in Bad Wiessee erreicht den nächsten Meilenstein. Während die Rohbauarbeiten am Tegernsee im Zeitplan liegen, kündigt der Investor die Unterzeichnung des Managementvertrags mit einem Hotelbetreiber für Ende Februar an.

Wyndham Hotels & Resorts vermeldet für 2025 ein Rekordjahr beim Zimmerwachstum, während der rückläufige RevPAR dämpfend wirkte. Gleichzeitig sorgen die Insolvenz der Revo Hospitality Group und Wertminderungen auf die Marke Vienna House für erhebliche Belastungen in der Bilanz.

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 stützt die Umsatzentwicklung der US-Hotellerie. Während der Gesamtmarkt nur moderat wächst, rechnen Analysten in den Austragungsstädten mit zweistelligen RevPAR-Zuwächsen in den Sommermonaten.

Airbnb führt in Deutschland die neue Funktion „Jetzt buchen, später bezahlen“ ein. Damit können Gäste Unterkünfte mit flexiblen Stornierungsbedingungen reservieren und erst kurz vor Ablauf der Frist bezahlen, was insbesondere die Planung von Gruppenreisen erleichtern soll.

Die Insolvenz der Revo Hospitality Group hat die deutsche Hotellerie in Mark und Bein erschüttert. Dirk Iserlohe, Aufsichtsratsvorsitzender der Dorint-Hotelgruppe, hat sich in zwei öffentlichen Statements zu Wort gemeldet. Doch beim Vergleich seiner Analysen zeigt sich ein bemerkenswerter kommunikativer Spagat zwischen interner Manöverkritik und politischem Lobbyismus.