a&o Hostels übernimmt Schulz Hotels

| Hotellerie Hotellerie

Die europäische Hostelkette a&o Hostels hat die Schulz Hotels aus Berlin übernommen. Diese Akquisition ist Teil einer Wachstumsstrategie, für die in den vergangenen 18 Monaten rund 500 Millionen Euro investiert wurden. Mit diesem Schritt will a&o, nach eigenen Angaben Europas größte und am schnellsten wachsende Hostel-Kette, seine Position in Kernmärkten stärken und das Angebot erweitern, um das europäische Wachstum zu beschleunigen.

Gründer von Schulz Hotels Teil des neuen Managements

Das Managementteam von a&o wird durch die Gründer von Schulz Hotels, Nizar Rokbani, Oskar Kan und Sascha Gechter, erweitert. Das Trio wird Teil des Management- und Beirats-Teams. Rokbani, Kan und Gechter waren zuvor bereits die Gründer von Meininger, einem europäischen Hotel-Hostel-Konzept, das heute über 20.000 Betten anbietet.

Sascha Gechter äußerte sich zur Übernahme: „Wir freuen uns, mit a&o zusammenzuarbeiten und das Wachstum von Schulz Hotels auf die nächste Stufe zu heben. Unsere Zusammenarbeit passt hervorragend, da wir dieselben Werte, Zielgruppen und Ambitionen teilen. Es gibt große Synergien in Einkauf, Vertrieb und Technologie, von denen beide Marken profitieren werden.“

Premium-Budget-Konzept unter Schulz-Marke bleibt erhalten

Die Übernahme umfasst das Premium-Budget-Hotel Schulz Berlin, das 1.000 Betten anbietet und unter der Marke Schulz weitergeführt werden soll. Schulz Hotels bezeichnet sich als Premium-Budget-Konzept mit Design, umfangreicher Ausstattung und einem attraktiven Gastronomieangebot. Die Zielgruppe umfasst sowohl traditionelle Hostelgäste als auch Geschäftsreisende und Individualgäste, die Komfort suchen.

Das Unternehmen betreibt aktuell das 1.000-Betten-Hotel am Ostbahnhof in Berlin und entwickelt einen zweiten Standort im Heide-Quartier der Hauptstadt, in der Nähe des Hauptbahnhofs.

a&o setzt Expansionsstrategie fort

a&o Hostels, 2000 von Oliver Winter gegründet, verwaltet nach eigenen Angaben aktuell 30.000 Betten. Das Unternehmen setzt seine Wachstumsstrategie fort, indem es sein Budget-Angebot für Familien, Schulgruppen und Rucksacktouristen auf weitere europäische Städte ausweitet. In den letzten 24 Monaten hat a&o nach eigenen Angaben 8.500 Betten in bereits operierenden, in Entwicklung befindlichen oder zu renovierenden Objekten gesichert.

Im Jahr 2024 verzeichnete a&o Hostels 2,8 Millionen Gäste und 6,2 Millionen Übernachtungen. Im ersten Halbjahr 2025 setzte sich das Wachstum mit 1,4 Millionen Gästen, 3,1 Millionen Übernachtungen und einer durchschnittlichen Auslastung von 73 Prozent fort.

Investoren unterstützen Wachstum

Die Investoren StepStone Group und Proprium Capital Partners unterstützten Ende 2023 den Management-geführten Buyout von a&o. Gemeinsam investierten sie in den letzten 18 Monaten rund 500 Millionen Euro in den Ausbau der Plattform. Neben Schulz Hotels erwarb a&o Objekte in London, Brighton, Brüssel, Antwerpen und Heidelberg. Das Unternehmen arbeitet zudem an einer wachsenden Pipeline neuer Akquisitionsmöglichkeiten in anderen europäischen Großstädten.

Philipp Westermann, Partner bei Proprium Capital Partners, betonte die Bedeutung der Übernahme: „Die Übernahme der Schulz Hotels durch a&o Hostels ist ein wichtiger Schritt zur Stärkung unserer strategischen Position in den wichtigsten europäischen Märkten. Die Zusammenarbeit mit den Gründern von Schulz, die wir seit über zehn Jahren kennen, ermöglicht es uns, erneut neu zu definieren, was erschwingliches Reisen sein kann.“

Oliver Winter, Gründer und CEO von a&o Hostels, sieht in der Zusammenführung eine ideale Basis für zukünftiges Wachstum: „Die gebündelte Expertise von a&o und Schulz entspricht einhundert Jahren Hostelerfahrung. Das ist die ideale Grundlage für dynamisches und kreatives Wachstum in Top-Lagen europäischer Städte. Seit 2024 haben wir rund 500 Millionen Euro in die Skalierung der a&o Hostels Plattform investiert. Mit einer starken Investorengruppe im Rücken und einem Markt, der attraktive Chancen bietet, sind wir sehr gut positioniert, um dieses Momentum in einem sich schnell entwickelnden Sektor beizubehalten, der von klaren demografischen und technologischen Trends profitiert.“

Das Wachstum der europäischen Hostel-Branche wird durch Markttrends wie zunehmenden Städtetourismus, eine wachsende Zahl preisbewusster Reisender und die technologische Entwicklung begünstigt. Demnach wird der europäische Hostel-Markt zwischen 2025 und 2030 voraussichtlich mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 5,8 Prozent zulegen (Grandview Research, 2025).


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Ensana Fürstenhof in Bad Griesbach hat nach einer umfassenden Modernisierung wiedereröffnet. Das Hotel umfasst 148 Zimmer und eine 4.500 Quadratmeter große Spa-Landschaft. Ein medizinischer Bereich ist für Anfang 2027 geplant.

Das von Fairmont Hotels & Resorts geführte Plaza Hotel in New York soll ab Januar 2027 mindestens vier Jahre geschlossen bleiben. Geplant sind Reparatur- und Restaurierungsarbeiten an der denkmalgeschützten Fassade. Das Plaza diente als Schauplatz mehrerer Filme.

Die Comer Group will das ehemalige Hilton-Hotel in Gravenbruch kaufen. Nach einem Bericht der Hessenschau ist der Vertrag unterschrieben, die behördliche Genehmigung steht jedoch aus. Der sanktionierte Geschäftsmann Ali Ansari darf von dem Verkauf nicht profitieren.

Kapital und Gästenachfrage sind vorhanden, doch Hoteltransaktionen müssen höhere Anforderungen erfüllen. Die vierte Ausgabe des „Expert Papers“ „Booking the Future“ von mrp hotels beleuchtet, worauf Investoren, Banken und Betreiber bei Finanzierung, Konzept und Wachstum achten.

Stayery expandiert nach München und übernimmt ein Apartmenthaus am Oberwiesenfeld mit 105 Einheiten. Die Eröffnung des konvertierten Bestandsgebäudes am Olympiapark ist für Anfang 2027 geplant.

Seetelhotels meldet einen Ransomware-Angriff auf interne IT-Systeme. Ein möglicher Datenabfluss wird untersucht; bei Buchungen und Anfragen kann es zu Verzögerungen kommen.

Die Radisson Hotel Group hat in Breslau ihr 20. Prize-by-Radisson-Hotel eröffnet. Das Haus im Sky Tower verfügt über 208 Zimmer und ist der zweite Standort der Marke in Polen.

Accor tritt mit dem geplanten ibis Styles Helsinki Helka erstmals in den finnischen Hotelmarkt ein. Das Haus mit 157 Zimmern soll Ende 2027 aus dem traditionsreichen Hotel Helka hervorgehen.

Das bisherige Mercure Tagungs- und Landhotel Krefeld soll ab Januar 2027 als eigenständiges Haus unter dem Dach einer neu gegründeten GmbH fortgeführt werden. Das bestehende Team soll bleiben; neue Tagungskonzepte sind in Arbeit.

Der Ulmer Gemeinderat hat nach einem Bericht der Südwest Presse mit knapper Mehrheit eine Bettensteuer beschlossen. Ab 2030 sollen Übernachtungsgäste drei Euro pro Nacht zahlen.