Arcotel Tabakfabrik Linz eröffnet im April 2026

| Hotellerie Hotellerie

Die österreichische Hotelgruppe Arcotel erweitert ihr Portfolio in Linz. Im April 2026 nimmt das Arcotel Tabakfabrik im neu errichteten Quadrill Tower den Betrieb auf. Das 4-Sterne-Designhotel ist Teil einer umfassenden Stadtentwicklung auf dem Areal der historischen Tabakfabrik und positioniert sich als Schnittstelle zwischen industriellem Erbe und moderner Urbanität. Reservierungen für das neue Haus sind ab sofort möglich.

Integration in den Quadrill Tower

Das Hotel belegt die ersten neun Stockwerke des 109 Meter hohen Quadrill Towers, der als derzeit höchstes Gebäude Österreichs außerhalb Wiens gilt. Das von den Wiener Architekten Zechner & Zechner entworfene und von der Bodner Gruppe realisierte Bauwerk ist Teil eines vierteiligen Ensembles. Ziel des Projekts ist die Transformation des geschichtsträchtigen Industrieareals in ein modernes Zentrum für Innovation und Kultur.

Laut Martin Lachout, CEO der Arcotel Hotel AG, bietet die Dynamik des neu entstehenden Stadtteils die Grundlage für ein Hotelkonzept, das Geschichte und Zukunft verbindet. Die Architektur greift den industriellen Charakter der ehemaligen Zigarettenfabrik auf, wobei das Design durch Sichtbeton, dunkle Metallakzente und eine loftartige Gestaltung mit bodentiefen Fenstern geprägt ist.
 

Kapazitäten und Tagungsangebot

Das Arcotel Tabakfabrik verfügt über insgesamt 189 Zimmer und Suiten. Ein besonderes Merkmal ist das in Zusammenarbeit mit Ars Electronica Solutions entwickelte Themenzimmer. Dieses ist in Chlorophyll-Grün gestaltet und setzt auf biologische Werkstoffe sowie Oberflächen aus dem 3D-Drucker, um die Verbindung von Natur und Technologie zu thematisieren.

Für den MICE-Sektor stellt das Hotel rund 1.000 Quadratmeter Konferenzfläche auf einer Ebene bereit. Das Angebot umfasst sechs flexibel nutzbare Veranstaltungsräume mit Größen zwischen 40 und 300 Quadratmetern. Ein zentrales Element der Tagungsetage ist das verglaste Foyer mit Blick auf das historische Behrens-Band und Zugang zu einer eigenen Seminarterrasse. Ein angeschlossenes Restaurant dient der Verpflegung von Tagungsgästen.

Gastronomiekonzept Q27 in 109 Metern Höhe

Das kulinarische Zentrum des Hotels befindet sich nicht im Sockelbau, sondern im 27. Stockwerk des Towers. Unter dem Namen Q27 entsteht dort auf der obersten Ebene ein Gastronomiebereich, der Restaurant, Bar und Lounge kombiniert. Eine verglaste Rundum-Terrasse ermöglicht einen 360-Grad-Blick über Linz und die Donau. Das Konzept ist darauf ausgelegt, neben Hotelgästen auch lokales Publikum anzusprechen und den Standort als urbanen Treffpunkt zu etablieren.

Nachhaltigkeit und regionale Bedeutung

Beim Bau des Towers wurde auf eine ressourcenschonende Technik geachtet. Eine nachhaltige Heiz- und Kühlanlage im 26. Stockwerk bildet die technische Basis für den energieeffizienten Betrieb. Dr. Renate Wimmer, Eigentümerin der Arcotel Unternehmensgruppe, betont die Bedeutung des Standorts für die Stadtentwicklung. Das Projekt solle Linz als eigenständige Destination mit hoher Aufenthaltsqualität stärken. Durch die Lage zwischen Innenstadt und Hafenviertel fungiert das Haus als strategischer Knotenpunkt für Geschäfts- und Städtereisende.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Ein LinkedIn-Beitrag von Marco Nussbaum hat eine Debatte über steigende Frühstückspreise in Hotels ausgelöst. In den Kommentaren schildern Hoteliers und Branchenvertreter unterschiedliche Beobachtungen zu Preis, Angebot und Nachfrage.

In Travemünde (Lübeck) soll ein neues Hotelprojekt realisiert werden. Die DSR-Gruppe stellte jetzt das geplante Henri-Hotel vor. Das Haus soll nach Angaben der Beteiligten im Jahr 2027 eröffnet werden.

Die MHP Hotel AG hat die Neupositionierung des Andaz Vienna am Belvedere zum Hyatt Regency Vienna erfolgreich abgeschlossen. Das Haus mit 303 Zimmern setzt künftig verstärkt auf internationale Geschäftskunden und das Tagungssegment.

Die Leonardo Hotels arbeiten künftig mit der SRH Fernhochschule zusammen, um ihren Mitarbeitern vergünstigte Fernstudiengänge und Zertifikate anzubieten. Bei entsprechender Karriereplanung unterstützt der Arbeitgeber die akademische Weiterbildung zudem finanziell.

Die Althoff Hotels bringen ihre Marke Urban Loft nach Zürich und planen für 2028 die Eröffnung eines Hauses mit 173 Zimmern im ehemaligen Löwenbräu-Areal. In Zusammenarbeit mit PSP Swiss Property wird dazu ein bestehendes Bürogebäude umgenutzt.

Die irische Staycity Group expandiert in Berlin und hat einen Pachtvertrag über 20 Jahre für das Projekt Brooks on East unterzeichnet. In den zwei Türmen des Quartiers Media Spree entstehen bis 2027 insgesamt 222 Apartments der Marke Wilde.

Nach einem Großbrand im Luxushotel Klosterbräu in Seefeld ist das Feuer gelöscht. Rund 400 Einsatzkräfte waren beteiligt, sieben Personen wurden leicht verletzt, die Ursache ist noch unklar.

a&o Hostels hat eine Refinanzierung über 874 Millionen Euro abgeschlossen. Das Unternehmen plant auf dieser Basis eine weitere Expansion in europäischen Kernmärkten.

Die Dormero Hotelgruppe übernimmt das Hotel Maximilian in Essen-Rüttenscheid und plant die Neueröffnung unter eigenem Namen für Ende 2026. Das Projekt wird erneut von Investor Dr. Ben Dahlheim begleitet.

Einer der größten Hotelbetreiber Europas hat im Januar Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Seither läuft die Suche nach Investoren - die Verantwortlichen vermelden erste Erfolge.