Berlin Marriott Hotel renoviert für neun Millionen Euro

| Hotellerie Hotellerie

Das Berlin Marriott Hotel hat 378 Zimmer und Suiten renoviert. Der Umbau der Gästezimmer und Flure des Hotels am Potsdamer Platz dauerte fünf Monate und kostete insgesamt rund neun Millionen Euro.

„Mit dem neuen Zimmerprodukt kommen wir den wachsenden Ansprüchen moderner Reisende an ein zeitgemäßes Businesshotel entgegen“, erklärt Hansjoerg Schneider, Generaldirektor des Berlin Marriott Hotel, die Entscheidung der Umgestaltung aller Gästezimmer. Er ergänzt: „Ein Hotelzimmer alle zehn Jahre oder mehr umzugestalten, ist heutzutage nicht mehr zeitgemäß, dafür verändern sich die Erwartungen unserer Gäste zu schnell. Daher haben wir uns für eine Umgestaltung bereits sieben Jahre nach der letzten Renovierung im Jahr 2013 entschieden. Wir haben neben einem ansprechenden Design vor allem diverse technische Upgrades umgesetzt, die den Komfort unserer Gäste während ihres Aufenthaltes deutlich verbessern.“

Dazu zählen unter anderem energiesparende Umluftkühlgeräte sowie zusätzliche USB-Kombisteckdosen und USB-Ladestationen mit erhöhter Wattzahl für schnelles Aufladen von Tablets und Smartphones. Marriotts Guestroom-Entertainment-System ermöglicht es, Filme und Serien vom Mobiltelefon oder Tablet auf die Smart-TV Geräte zu streamen. Neben dem bereits etablierten Mobile Check-in und Check-out stehen den Gästen ab sofort auch das Öffnen der Zimmertür mit dem eigenen Smartphone, die In-room Dining-Bestellung mittels App sowie eine Live-Kommunikation mit dem Hotelteam via Chat zur Verfügung.
 

Das Design der Zimmer und Suiten auf insgesamt neun Etagen wurde von der Bauhaus-Bewegung inspiriert und stammt von den Interior Designern des Studio Lux Berlin. Im Eingangs- und Wohnbereich dominieren reduzierte, klare Formen und kontrastierende, warme Farben. Den Mittelpunkt eines jeden Zimmers bildet das sogenannte schwebende Plattformbett, inspiriert von den damals neuartigen Tragekonstruktionen der Bauhauspioniere um Walter Gropius. Der Zimmerteppich ist in Anlehnung an die Bauhaus-Vertreterin und Textilkünstlerin Anni Albers mit einem grafischen, abstrakten Muster versehen.

Mit dem Relaunch seiner Gästezimmer und Suiten schließt das Berlin Marriott Hotel umfangreiche Modernisierungsarbeiten ab. Erst Ende 2018 wurde der Tagungsbereich des Businesshotels am Potsdamer Platz mit einer Fläche von insgesamt 1.600 Quadratmetern renoviert.

Die Inspiration für das Thema Bauhaus ist in Berlin zahlreich zu finden: Erst 2019 feierte die Stadt das 100-jährige Gründungsjubiläum der berühmten Designschule. Obwohl das Bauhaus nur 14 Jahre existierte, bevor es zur Schließung gezwungen wurde, finden sich heute in Berlin beeindruckende architektonische Zeugnisse der Bauhäusler wie die UNESCO-Welterbe-Siedlungen Hufeisensiedlung oder die Großsiedlung Siemensstadt sowie die Gropiusstadt im Südosten Berlins.


Zurück

Vielleicht auch interessant

CIC Hospitality aus Norwegen übernimmt den Betrieb des Flightgate Munich Airport Hotel in Hallbergmoos bei München. Das Haus mit 212 Zimmern wird künftig unter der Marke Radisson Individuals geführt.

Das frühere Wyndham Grand Salzburg tritt künftig unter der Marke Radisson Blu auf. Das Haus verfügt über 262 Zimmer und 1.785 Quadratmeter Veranstaltungsfläche und positioniert sich verstärkt im Tagungs- und Geschäftsreisemarkt.

Die DSR Hotel Holding eröffnet am 6. Juli 2026 das neue Henri Hotel Garmisch-Partenkirchen mit 69 Zimmern im ehemaligen Reindl's Partenkirchner Hof. Das neue Haus ist ab sofort buchbar und erweitert das Alpen-Portfolio des Unternehmens.

Das Hotel Gut Ising am Chiemsee investiert in den Bau von zwei neuen Wohngebäuden für seine Angestellten. Bis Oktober entstehen insgesamt 37 Einheiten mit 60 Betten sowie verschiedene Gemeinschaftseinrichtungen für Auszubildende und Fachkräfte.

Das Webers Hotel im Essener Ruhrturm wird künftig von Signo Hospitality betrieben und schließt sich der Accor-Gruppe an. Ab Ende 2026 sind umfassende Renovierungsarbeiten und ein Markenwechsel des Hauses mit 137 Zimmern geplant.

Eine Studie von HotellerieSuisse zeigt den anhaltend hohen Einfluss von Buchungsplattformen auf die Preisgestaltung in der Schweizer Hotellerie. Hotels berichten zunehmend über Preisunterbietungen und eingeschränkte Kontrolle im digitalen Vertrieb.

Das „Hotel am Sophienpark“ in Baden-Baden soll nach einer umfassenden Modernisierung im Frühjahr 2027 unter dem Namen „The Floris“ weitergeführt werden. Das traditionsreiche Gebäude an der Sophienstraße 14 werde derzeit revitalisiert und als Vier-Sterne-Superior-Hotel neu positioniert.

Das Hotel du Cap-Eden-Roc erweitert sein Angebot 2026 um die Yacht Millesime. Die 37 Meter lange Yacht soll exklusiv Hotelgästen für Fahrten entlang der Mittelmeerküste zur Verfügung stehen.

Mecklenburg-Vorpommern zählte im vorigen Jahr rund acht Millionen Urlauber und etwa 33 Millionen Übernachtungen. Das hohe Niveau soll mindestens gehalten werden. Aber die Branche steht unter Druck.

Die Dormero Gruppe erweitert ihre Präsenz in der Region Mittelfranken und übernimmt das bisherige NH Hotel in Fürth. Das Hotel befindet sich in zentraler Lage direkt am Stadtpark und umfasst insgesamt 118 Zimmer.