Blick hinter die Kulissen des Carlton Cannes

| Hotellerie Hotellerie

Die Filmfestspiele von Cannes kehren vom 13. bis 24. Mai 2025 an die französische Riviera zurück. Direkt am Boulevard de la Croisette gelegen und nur wenige Minuten vom Palais des Festivals entfernt, öffnet das Carlton Cannes, ein Regent Hotel, erneut seine Türen für Persönlichkeiten der Filmbranche.

Tief verwurzelt in der Filmgeschichte, war das Hotel 1946 Gastgeber des allerersten „Internationalen Filmfestivals“ – der Beginn einer bis heute andauernden Verbindung mit dem nun weltberühmten Festival von Cannes. 

Von dieser Verbindung erzählen auch mehrere charakteristische Suiten, die von Hollywood-Legenden wie Grace Kelly, Cary Grant und Alfred Hitchcock inspiriert wurden – und deren Namen tragen. Eine Hommage an die Rolle des Hotels als Drehort von Hitchcocks Filmklassiker Über den Dächern von Nizza (1954). Der Legende nach war es während der Dreharbeiten im Carlton, dass Grace Kelly Fürst Rainier III. von Monaco begegnete – den sie 1956 heiratete.

Am Dienstag wird das Carlton Cannes eine der ersten Veranstaltungen des zweiwöchigen Festivals ausrichten: das Le Déjeuner d’Ouverture de Cannes von IHG Hotels & Resorts in Zusammenarbeit mit Vanity Fair – ein Lunch-Event mit aufstrebenden Talenten und gefeierten Stars.
 

Die Grace-Kelly-Suite

Mit einer Fläche von 141 Quadratmetern verkörpert diese Suite den zeitlosen Hollywood-Glamour, der die Croisette jedes Jahr während der Filmfestspiele durchdringt. Die Einrichtung lebt vom Zusammenspiel aus Texturen und Formen und schafft eine einladende Atmosphäre. Zarte Farbtöne spiegeln die Eleganz der Schauspielerin und späteren Fürstin wider. Besonders die historische Nische der Suite ist eine Hommage an Grace Kellys unverwechselbare Anmut und Stilgefühl.

Die Cary-Grant-Suite

Inspiriert von Cary Grants Ausstrahlung, bietet diese 199 Quadratmeter große Suite mit zwei Schlafzimmern einen beeindruckenden Blick auf die Kuppel des Hotels. Jedes Zimmer ist in das Licht der französischen Riviera getaucht und zeichnet sich durch ein minimalistisches Design mit klaren Strukturen und edlen Texturen aus. Zwei private Terrassen eröffnen einen Panoramablick über die Bucht von Cannes – vom Port Canto bis hin zum Palais des Festivals.

Die Alfred-Hitchcock-Suite

Direkt vor dieser Suite küsste Grace Kelly Cary Grant in Hitchcocks Klassiker Über den Dächern von Nizza (1954) – ein Moment, der das Carlton Cannes als Filmschauplatz verewigte. Heute liegt die Suite mit einem Schlafzimmer unter der westlichen Kuppel des Hotels und wird vom natürlichen Licht der Croisette durchflutet. Das Wohnzimmer verbreitet die cineastische Atmosphäre eines Filmprotagonisten – bereit, in eine unvergessliche Geschichte einzutauchen.

Weitere Verbindungen zur Filmwelt bestehen durch den Auftritt des Hotels im Musikvideo zu Elton Johns Hit I’m Still Standing aus dem Jahr 1983 sowie durch die berühmte Aufnahme von Sophia Loren, die 1959 auf dem Balkon des damaligen Zimmers 431 fotografiert wurde. Die Fassade des Hauses verwandelte sich zudem mehrfach in eine Belle-Époque-Kulisse – unter anderem für Filme wie The A-Team und Gulliver’s Reisen, die 2010 im Rahmen des Festivals gezeigt wurden.

Die Sean-Connery-Suite

Auch der britische Schauspieler und Produzent Sir Sean Connery residierte in den 1960er-Jahren im Carlton Cannes. Heute erinnert eine nach ihm benannte Suite an den legendären 007-Darsteller. Gäste genießen hier den Blick auf das Mittelmeer, das sich bis zum Horizont erstreckt – von einer der ikonischsten Nischen des Hotels aus. 

Die Kirk-Douglas-Suite

Im ersten Stock gelegen, verfügt diese 55 Quadratmeter große Suite mit einem Schlafzimmer über eine private Terrasse mit Blick auf die Veranda des Hotels. Von hier aus genießen Gäste ein Panorama über das Mittelmeer, das Estérel-Massiv und die palmengesäumte Croisette. Mit dieser Suite würdigt das Carlton Cannes die außergewöhnliche, 71 Jahre andauernde Schauspielkarriere von Kirk Douglas und erinnert zugleich an seine Aufenthalte im Hotel.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Stadt Wiesbaden hat die Baugenehmigung für die umfassende Sanierung und den Teilneubau des Hotels Nassauer Hof erteilt. Das Projekt umfasst unter anderem die Aufstockung des Nordflügels und die Wiedererrichtung einer historischen Glaskuppel.

Welche Tourismussegmente zu Ferienbeginn noch reichlich Kapazitäten haben und wo es vergleichsweise voll werden kann - darauf deutet eine Betriebsumfrage hin. Kurzentschlossene könnten profitieren.

Hard Rock International startet den Buchungsbetrieb für sein neues Hotel auf Malta. Die Eröffnung der Anlage mit 397 Zimmern und einem 3.800 Quadratmeter großen Wellnessbereich ist für Juli 2026 geplant.

Ein Podcast von HotelPartner beleuchtet die Preisstrategie des Hotels Grace La Margna in St. Moritz. General Manager David Frei nennt darin konkrete Zahlen zur Entwicklung der Zimmerpreise und zur Positionierung des Hauses.

Premier Inn hat zeitgleich drei neue Häuser in Freiburg, München und Koblenz eröffnet und baut damit die eigene Präsenz auf dem deutschen Markt auf rund 70 Standorte aus.

Zwei Jahre nach Einleitung eines DMA-Verfahrens gegen Alphabet fordern Unternehmen ein entschlosseneres Vorgehen der EU-Kommission. Laut Mitteilung sei die Umsetzung der Vorgaben weiterhin nicht abgeschlossen.

Die Investorensuche für die insolvente Revo Hospitality Group stößt auf großes Interesse. Wie die WirtschaftsWoche berichtet, haben nach Angaben der Restrukturierer mehr als einhundert potenzielle Investoren Zugang zum Datenraum erhalten.

Das Hotel Sacher Wien feiert sein 150-jähriges Bestehen mit der Enthüllung zweier Skulpturen des Künstlers Erwin Wurm vor dem Haupteingang. Im Verlauf des Jahres sind weitere Jubiläumsaktionen geplant.

Die The Chocolate on the Pillow Group entwickelt in Potsdam ein neues Tribute Portfolio Hotel mit 145 Zimmern. Die Eröffnung des Objekts im historischen Zentrum ist für den Sommer 2026 vorgesehen.

Nach einem kalenderbedingt starken Februar verzeichnet die österreichische Hotellerie im März eine deutliche Buchungszurückhaltung. Strukturelle Verschiebungen zugunsten von Ferienwohnungen und hohe Betriebskosten belasten die Branche weiterhin massiv.