Booking Holdings hat als erstes großes Unternehmen der US-Online-Reisebranche seine Quartalszahlen vorgelegt. Der Betreiber von Booking.com, Priceline, Agoda, Kayak und OpenTable steigerte im zweiten Quartal 2026 Umsatz, Bruttobuchungen und Gewinn gegenüber dem Vorjahreszeitraum und veröffentlichte zugleich seinen Ausblick für das dritte Quartal sowie das Gesamtjahr. Nach Veröffentlichung der Zahlen legte die Aktie des Unternehmens im nachbörslichen Handel am Dienstag um rund sechs Prozent zu.
Im zweiten Quartal verzeichnete Booking 325 Millionen Room Nights, ein Plus von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Bruttobuchungen stiegen um neun Prozent auf 51,0 Milliarden US-Dollar, der Umsatz erhöhte sich um acht Prozent auf 7,4 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn nach GAAP belief sich auf 2,0 Milliarden US-Dollar und lag damit 118 Prozent über dem Vorjahreswert. Das bereinigte EBITDA erreichte 2,6 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von neun Prozent entspricht.
Glenn Fogel, Chief Executive Officer von Booking Holdings, erklärte, trotz anhaltender geopolitischer und makroökonomischer Unsicherheiten habe sich die grundlegende Reiselust als widerstandsfähig erwiesen. Die Ergebnisse spiegelten die Stärke der globalen Plattform sowie die konsequente Umsetzung der Unternehmensstrategie wider. Zugleich habe Booking die erwarteten jährlichen Einsparungen aus dem Transformationsprogramm auf rund 650 Millionen US-Dollar erhöht. Diese Einsparungen sollen nach Unternehmensangaben bis Ende 2027 erreicht werden.
Booking erwartet stabile Reisenachfrage trotz anhaltender Belastungen
Für das dritte Quartal geht Booking Holdings davon aus, dass die weltweite Reisenachfrage insgesamt stabil bleibt und weiterhin von einer robusten Nachfrage nach Inlandsreisen getragen wird. Der Ausblick basiert auf der Annahme, dass die indirekten Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten – darunter erhöhte Flugpreise, geringere Kapazitäten auf einzelnen Flugverbindungen sowie eine schwächere Nachfrage nach internationalen Fernreisen – bis zum Ende des dritten Quartals anhalten. Darüber hinaus rechnet das Unternehmen weiterhin mit einer gedämpften Nachfrage nach Reisen in den Nahen Osten, während sich die Nachfrage von Reisenden aus der Region nach eigenen Angaben weitgehend normalisiert hat.












