Booking verliert vor Gericht im Streit um eTraveli-Übernahme

| Hotellerie Hotellerie

Booking darf den Wettbewerber eTraveli auch nach einem Urteil des EU-Gerichts nicht übernehmen. Die Richterinnen und Richter in Luxemburg bestätigten eine entsprechende Entscheidung der EU-Kommission von 2023. Der Zusammenschluss würde den Wettbewerb erheblich behindern, teilten sie mit. 

Die EU-Kommission hatte höhere Kosten für Hotels und möglicherweise für Verbraucher befürchtet und deshalb die Fusion untersagt. Booking sei das dominierende Hotelportal im Europäischen Wirtschaftsraum, eTraveli eines der wichtigsten Flugportale in Europa, schrieben die Brüsseler Wettbewerbshüter 2023 zur Begründung. Die Online-Flugvermittlung nach dem Zusammenschluss könne dazu führen, dass die Booking-Plattform deutlich stärker genutzt werde, weil Kunden nach der Flugbuchung auch ein Hotel buchen wollen könnten (Tageskarte berichtete). 

Bereits Flüge auf der Booking-Seite 

Bereits jetzt finden Kunden über Booking Flüge. Schon bevor Booking die geplante Übernahme ankündigte, bezog die Seite dafür begrenzt Flüge von eTraveli. 

Booking hatte argumentiert, dass der Zusammenschluss zu mehr Effizienz führen würde. Die EU-Kommission kam aber zum Schluss, dass dies die negativen Auswirkungen nicht ausgleichen könne. Das Gericht bestätigte diese Einschätzung. Gegen das Urteil kann noch vor dem höchsten europäischen Gericht, dem Europäischen Gerichtshof (EuGH), vorgegangen werden. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

IHG Hotels & Resorts übernimmt in Kooperation mit GCP Hospitality ein Portfolio von 14 Hotels in Kyoto. Diese sollen innerhalb der kommenden zwölf Monate schrittweise unter den Marken Garner und Holiday Inn Express neu positioniert werden.

Der erhoffte Aufwärtstrend im Thüringer Tourismus ist in der ersten Jahreshälfte ausgeblieben. Ferienheime, aber auch Campingplätze und Jugendherbergen verbuchten weniger Übernachtungen.

Quality Reservations veranstaltet am 22. Oktober 2026 in Frankfurt den fünften QR Redebedarf. Unter dem Titel „Sag Hallo zu neuen Märkten“ soll es um internationale Herkunftsmärkte, veränderte Gästesegmente und die daraus resultierenden Anforderungen an den Hotelvertrieb gehen. Rund 150 Hoteliers werden erwartet.

Pressemitteilung

Was mit einer Idee von Branchenexperten während eines Ski-Wochenendes im Südtiroler Ganischgerhof begann, feiert jetzt Premiere: „Zukunft Gebucht“, der neue wegweisende Vidcast/Podcast, startet mit seiner ersten Staffel. Das Konzept bricht radikal mit klassischen Mustern und bringt die akuten Fragen einer ganzen Branche ungefiltert auf den Tisch.

Der gemeinnützige Verein a&o educare unterstützt finanziell benachteiligte Familien bei den Kosten für Klassenfahrten. Über das spendenbasierte Hilfsprojekt „Alle kommen mit“ sollen Kinder unabhängig von staatlichen Fördermitteln an Schulfahrten teilnehmen können.

Premier Inn nimmt mit dem Premier Inn Halle (Saale) City Centre sein 75. Hotel in Deutschland und das erste im Bundesland Sachsen-Anhalt in Betrieb. Das Haus verfügt über 113 Zimmer.

Apartment-Anbieter Stayery expandiert erstmals in die Schweiz und baut in Basel ein ehemaliges Bürogebäude zu einem Haus für Kurz- und Langzeitaufenthalte um. Die Fertigstellung des Projekts an der Hochstrasse ist für das Jahr 2027 geplant.

B&B Hotels hat erstmals seit zehn Jahren wieder einen Hotelneubau selbst als Investor und Bauherr entwickelt. Das B&B Hotel Memmingen wurde nun an HPG Capital verkauft und von der Hotelgruppe langfristig zurückgemietet.

Im November 2024 schloss der Europäische Hof Hamburg für angekündigte Renovierungsarbeiten. Fast zwei Jahre später ist das Hotel noch immer geschlossen. Nun bringt ein Hamburger SPD-Politiker auch rechtliche Schritte der Stadt ins Gespräch.

Die Beherbergungsbetriebe in Nordrhein-Westfalen haben im Juni 2026 mehr Gäste und Übernachtungen gezählt. Besonders deutlich legten die Ankünfte und Übernachtungen ausländischer Gäste zu.