Die Reiseplattform Booking.com hat ihre Kunden über einen möglichen Sicherheitsvorfall informiert. Wie das Unternehmen in einer E-Mail mitteilt, könnten unbefugte Dritte Zugriff auf bestimmte Buchungsinformationen erhalten haben. Betroffene Nutzer erhalten nach Angaben des Unternehmens automatisch neue PIN-Nummern für ihre Buchungen. Auch Kunden in Deutschland wurden angeschrieben.
Unternehmen meldet verdächtige Aktivitäten bei einzelnen Buchungen
In der Mitteilung an Kunden heißt es, man habe „verdächtige Aktivitäten festgestellt, die einige Buchungen betreffen“ und umgehend Maßnahmen ergriffen, „um das Problem einzudämmen“. Laut Schreiben könnten nach bisherigen Erkenntnissen „Buchungsdetails, Namen, E-Mail-Adressen, Postanschriften, Telefonnummern im Zusammenhang mit der Buchung sowie alle weiteren Informationen“ betroffen sein, die Nutzer an die Unterkunft übermittelt haben.
Gleichzeitig weist das Unternehmen darauf hin, dass es sich um laufende Untersuchungen handelt. Nutzer wurden darüber informiert, dass ihre Buchungs-PIN vorsorglich geändert wurde, um die Buchung zusätzlich abzusichern.
Booking.com schließt Abfluss von Zahlungsdaten und Passwörtern aus
Auf Anfrage von Medien erklärte Booking.com, dass bestimmte besonders sensible Daten nicht betroffen seien. Demnach seien Passwörter, Zahlungsdaten und Postanschriften nicht abgeflossen. Diese Angaben bestätigte das Unternehmen gegenüber mehreren Medien. Damit widerspricht das Unternehmen teilweise der zunächst in der Kundenmail genannten möglichen Betroffenheit von Postanschriften.
Unternehmen warnt vor Kontaktversuchen und Zahlungsaufforderungen
In der Mitteilung werden Nutzer zudem vor möglichen Betrugsversuchen durch Dritte gewarnt. Demnach könnten Angreifer versuchen, sich als Unterkunft oder als Booking.com auszugeben und Kontakt aufzunehmen.
Wörtlich heißt es: „Wir werden Sie niemals bitten, Kreditkartendaten per E-Mail, am Telefon, per SMS oder WhatsApp mitzuteilen.“ Ebenso werde man „niemals zu einer Banküberweisung auffordern, die von den Zahlungsrichtlinien in Ihrer Buchungsbestätigung abweicht“.
Nutzer werden aufgefordert, bei verdächtigen Nachrichten zunächst Rücksprache mit Booking.com zu halten und keine Links ungeprüft anzuklicken.
Hinweise an Kunden zu Sicherheitsmaßnahmen und Support
Booking.com empfiehlt laut Mitteilung, auf den eigenen Geräten Sicherheitsmaßnahmen wie Antivirenprogramme einzurichten, um sich vor möglichen Phishing-Versuchen zu schützen.
Zudem verweist das Unternehmen auf seinen Kundenservice, der rund um die Uhr erreichbar sei. Kunden sollen sich insbesondere dann melden, wenn sie unerwartete Änderungen an ihrer Buchung feststellen oder verdächtige Kontaktversuche erhalten.
Abschließend erklärt das Unternehmen in der Mitteilung: „Die Sicherheit Ihrer persönlichen Daten hat für uns oberste Priorität.“












