Center Parcs am Brombachsee: Bürger stimmen gegen Tourismusprojekt

| Hotellerie Hotellerie

Die Einwohner der mittelfränkischen Gemeinde Pfofeld (Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen) haben sich entschieden: Sie wollen keinen Freizeitpark auf dem rund 165 Hektar großen Muna-Gelände am Brombachsee.

Das vorläufige Endergebnis des Bürgerentscheids teilte der Bürgermeister der Gemeinde, Reinhold Huber, am Sonntag nach Auszählung der Stimmen mit. «Wir haben einen kleinen, aber feinen Unterschied von rund 50 Stimmen», sagte er. Die Wahlbeteiligung lag demnach bei 84 Prozent. 520 Menschen stimmten für den Park, 573 dagegen.

Die geplante Investition der Kette Center Parcs in Höhe von 350 Millionen Euro hatte die Region seit Monaten gespalten. Durch das jetzige Ergebnis seien die rechtlichen Grundlagen für einen Bebauungsplan nicht geschaffen, sagte Huber.

Die Freizeitpark-Kette hatte den Einwohnern der Gemeinde einen wirtschaftlichen Aufschwung in der Region in Aussicht gestellt. Durch die Anlage sollten ganzjährig Touristen angelockt werden, bis zu 800 Ferienhäuser, Geschäfte, Restaurants und Wellnessbereiche sollten entstehen. Von rund 550 neuen Arbeitsplätzen war die Rede.

Doch das Vorhaben scheint nun gestorben. Zu groß war die Skepsis der Anwohner, die massive Nachteile wie etwa überlastete Straßen für die Region befürchteten. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der neue HotelHub Index zeigt für das erste Quartal einen weltweiten Anstieg der Hotelraten, wobei europäische Städte wie Mailand besonders hohe Zuwächse verzeichnen. Geschäftsreisende reagieren mit kürzeren Aufenthalten und dem Ausweichen auf günstigere Standorte.

Der Hotelverband Deutschland hat seinen aktuellen Branchenreport „Hotelmarkt Deutschland 2026“ veröffentlicht. Die Publikation analysiert die wirtschaftliche Entwicklung sowie zentrale Kennzahlen der Hotellerie und bietet Hoteliers damit eine wichtige Orientierung für Marktanalysen, betriebliche Entscheidungen und die Einschätzung aktueller Branchentrends.

Die Apartment-Marke Smartments hat ihr Haus im Berliner Prenzlauer Berg nach einer Renovierungsphase wiedereröffnet. Neben neuen Zimmerkategorien für Familien setzt das Unternehmen verstärkt auf mobile Gastgeber und ein multifunktionales Lobbykonzept.

Im Xperience Quartier in Taufkirchen bei München entstehen neben Büroflächen auch ein Hotel und Tagungsbereiche. Nach Angaben von Art-Invest Real Estate hat Hensoldt bereits den kompletten Bürobauteil des Projekts angemietet.

TikTok hat die Einführung von TikTok GO angekündigt. Nutzer in den USA sollen damit Hotels, Freizeitangebote und Touren direkt in der Anwendung entdecken und buchen können. Nach Angaben des Unternehmens wird die Funktion in Videos, Suchergebnissen und Standortseiten integriert.

Die Hotelgruppe Minor Hotels plant bis zum Jahr 2030 die Eröffnung eines neuen Resorts der Marke Anantara am Roten Meer. Das Projekt in Somabay umfasst neben 300 Hotelzimmern auch 150 private Residenzen.

Das Wiener Hotel Altstadt Vienna hat eine Suite nach Harald Krassnitzer benannt. Die Unterkunft wurde laut Mitteilung gemeinsam mit Architekt Roland Nemetz gestaltet und enthält auch persönliche Gegenstände des Schauspielers sowie Designklassiker.

Das Hotel Hafen Hamburg und das Empire Riverside Hotel haben ein Mental-Health-Coaching für Mitarbeiter eingeführt. Nach Angaben des Unternehmens soll das Angebot zur Mitarbeiterbindung und Unterstützung bei beruflichen sowie privaten Belastungen beitragen.

Die neue Hotelmarke Hiamo eröffnet am 15. Mai ihr erstes Haus in Hamburg-Bergedorf. Nach Angaben des Unternehmens setzt das Konzept auf digitale Abläufe und persönliche Betreuung. Die Leitung des Hauses in Hamburg-Bergedorf übernimmt Manuel Dosz.

Die Beherbergungsbetriebe in Deutschland haben im März 2026 mehr Übernachtungen verzeichnet als ein Jahr zuvor. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stieg vor allem die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland.