Chemnitzer Congress Hotel schließt

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Das markante Chemnitzer Congress Hotel im Herzen der Stadt schließt. Die Geschäftsführung habe entschieden, den Betrieb zum 31. Januar 2026 einzustellen, informierte ein Sprecher der GCH Hotel-Gruppe auf Anfrage. Zu den Gründen wurden nichts gesagt. «Derzeit können hierzu keine weiteren Angaben gemacht werden. Zu Spekulationen äußern wir uns nicht.»

Zuvor hatte die Gewerkschaft NGG Alarm geschlagen. Ihren Angaben zufolge arbeiten derzeit knapp 40 Menschen in dem Hotel, davon 7 Auszubildende. Angeboten wurden zuletzt noch mehr als 200 Zimmer. Das Haus sei im zurückliegenden Kulturhauptstadtjahr stark gebucht gewesen und das Personal habe monatelang Überstunden geleistet. Nun stünden sie vor einer ungewissen Zukunft. «Das ist eiskaltes Geschäftsgebaren», kritisierte Gewerkschafter Thomas Lißner. 

1974 als Interhotel eröffnet

Laut NGG hat in den vergangenen neun Jahren dreimal der Betreiber gewechselt und wurde der Personalbestand heruntergefahren. «Eine Idee, das Haus weiterzuentwickeln, fehlte.» Inzwischen gebe es einen Investitionsstau. 

Das fast 100 Meter hohe Congress Hotel war 1974 als Interhotel eröffnet worden. Das waren in der damaligen DDR Hotels der gehobenen Klasse. Architektonisch bildet es ein Ensemble mit der Stadthalle und dem angrenzenden Kongresszentrum in direkter Nachbarschaft zum überregional bekannten Karl-Marx-Monument. (dpa)


 

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