Corona-Krise: «Prinz von Hessen» schließt Grandhotel «Hessischer Hof» in Frankfurt endgültig

| Hotellerie Hotellerie

Das bekannte Grandhotel «Hessischer Hof» an der Frankfurter Messe wird geschlossen. Die Unternehmensgruppe «Prinz von Hessen» begründete den Schritt am Mittwoch mit hohen Verlusten in Folge der Corona-Pandemie und den schlechten Geschäftsaussichten in der Business- und Messehotellerie. 63 Mitarbeitern soll nach den Vorschriften eines Sozialplans im vierten Quartal dieses Jahres gekündigt werden. Das entspreche rund 20 Prozent der Belegschaft in der Unternehmensgruppe «Prinz von Hessen».

Das Gebäude in unmittelbarer Nähe des Messe-Haupteingangs bleibt einem Sprecher zufolge im Besitz der Hessischen Hausstiftung, in der das Landgrafengeschlecht von Hessen seine Besitztümer organisiert hat. Die Unternehmensgruppe Prinz von Hessen will sich auf ihre touristischen Betriebe, die Forst- und Landwirtschaft sowie Weinbau, Events und Kulturveranstaltungen konzentrieren. Sie betreibt auch das Schlosshotel Kronberg und das Gut Panker in Schleswig-Holstein.

«Der Entschluss ist schmerzhaft, aber er dient dem Schutz der gesamten Unternehmensgruppe. Alle Prognosen weisen klar darauf hin, dass sich die Segmente Tagungen, Messen sowie Geschäftsreisen nur sehr langfristig erholen werden und auch in den kommenden zwei Jahren mit weiterhin hohen Verlusten gerechnet werden muss», erklärte Donatus Landgraf von Hessen.

Der luxuriöse «Hessische Hof» mit der legendären «Jimmy's Bar» war bei den großen Präsenzmessen in Frankfurt stets ein wichtiger Treffpunkt. Wegen der Corona-Pandemie finden derzeit aber kaum Veranstaltungen auf dem Messegelände statt. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Eröffnung Mövenpick Hotel & Resort Disentis und Mövenpick LIVING Disentis 2024 geplant

Mövenpick hat die für 2024 geplante Eröffnung des Mövenpick Hotel & Resort Disentis und Mövenpick LIVING Disentis angekündigt. Mit der Eröffnung werden das Hotel und der Apartmentkomplex der achte Standort von Mövenpick in der Schweiz sein.

Neues Premier Inn Hotel in Regensburg

Premier Inn hat für ein neues Hotel in Regensburg einen zwanzigjährigen Pachtvertrag im Dörnberg-Stadtquartier abgeschlossen. Ab 2022 wird die britische Marke dort ein Hotel mit 169 Zimmern betreiben.

Hotelier Seelige-Steinhoff für strikten Lockdown mit staatlicher Hilfe

Der Hotelier Rolf Seelige-Steinhoff, der auf Usedom 16 Hotels betreibt, spricht sich für einen strikten Lockdown mit staatlicher Unterstützung aus. „Lieber jetzt extrem konsequent handeln, statt halbherzige Lösungen“, zitiert die Bild-Zeitung den Unternehmer.

Neueröffnung des INNSiDE Newcastle

Meliá Hotels International expandiert weiter und meldet eine Neueröffnung der Marke Innside by Meliá in Großbritannien: Im Dezember dieses Jahres wird das Hotel in Newcastle seine Tore öffnen. Das Hotel mit 161 Zimmern liegt im Zentrum der Stadt.

Österreich: Betriebe warten auf Entschädigung

Die Lage vieler Betriebe im Westen Österreichs sieht düster aus. Abhilfe brächte die Überweisung von Entschädigungszahlungen. Eine ÖHV-Umfrage liefert ein ernüchterndes Bild: Kein einziges teilnehmendes Hotel hat eine Zahlung erhalten.

Premier Inn St. Pauli eröffnet im November

Ende letzter Woche übergab Projektentwicklerin Strabag Real Estate das „Hotel am Dom“ in Hamburg an Premier Inn. Die Eröffnung des neuen Premier Inn St. Pauli mit 219 Zimmern ist derzeit für Mitte November geplant. 

Staatliche Geldverschwendung: Hotel auf Petersberg in Schwarzbuch

Der Bund der Steuerzahler hat Geldverschwendung deutscher Behörden angeprangert. In einem «Schwarzbuch» werden Beispiele für den sorglosen Umgang mit dem Geld der Bürger beschrieben. Mit dabei ist auch das von Steigenberger geführte Luxushotel auf dem Petersberg.

Airbnb zieht es an die Nasdaq - Börsengang rückt näher

Der Apartment-Vermittler Airbnb will seine Aktien an der New Yorker Tech-Börse Nasdaq listen. Damit ist klar, dass der mit Spannung erwartete Börsengang immer näher rückt und die Nasdaq den Vorzug vor der New Yorker Konkurrenzbörse Nyse erhält.

Gericht stoppt Beherbergungsverbot in Sachsen-Anhalt

Gäste aus Corona-Risikogebieten dürfen in Sachsen-Anhalt in Hotels, Pensionen oder Ferienwohnungen übernachten: Das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Magdeburg hat am Dienstag das Beherbergungsverbot gestoppt.

Gericht kippt vorläufig Beherbergungsverbot in Sachsen-Anhalt

Das Oberverwaltungsgericht in Magdeburg hat das Beherbergungsverbot in Sachsen-Anhalt für Gäste aus Corona-Risikogebieten gestoppt. Der 3. Senat setzte die Regelung des Landes vorläufig außer Vollzug. Damit war der Eilantrag eines Vermieters von Ferienwohnungen erfolgreich.