DEHOGA in Berlin: Katastrophale Situation der Hotels

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Für das Hotelgewerbe in Berlin gibt es nach Einschätzungen aus der Branche noch keinen Lichtblick. Im Gegenteil, die jüngsten Zahlen bewertet Thomas Lengfelder, Hauptgeschäftsführer des Dehoga Berlin, als alarmierend. «Es ist so schlimm, es übertrifft alle Befürchtungen, die ich hatte», sagte er am Freitag. «Ich mag das gar nicht aussprechen. Wenn das so bleibt, dann werden wir hier eine Insolvenzwelle vor uns haben.»

Lengfelder weist auf den Umsatz pro verfügbarem Zimmer hin, für die Hotellerie eine entscheidende Kennzahl. Im September lag der Wert in Berlin bei 31,60, im Jahr davor bei 115,30 Euro. «Ein Minus von 72,6 Prozent. Das ist eine Katastrophe», sagte Lengfelder. Zuvor hatten «Bild»-Zeitung und «B.Z.» (Freitag) berichtet. Üblicherweise gehört der September für die Hotelbranche zu den starken Monaten.

Zwischen Mitte März und Ende September sanken die Werte von 84,8 auf 21,8 Euro. Vom 15. März bis 25. Mai durften Berlins Hotels wegen der Corona-Pandemie keine Touristen mehr beherbergen, die Umsätze brachen entsprechend ein.

Lengfelder hält es für denkbar, dass die Zahlen im Oktober etwas besser werden wegen Besuchern, die in den Herbstferien in die Hauptstadt kommen. «Das wird ein paar Punkte bringen», so der Dehoga-Geschäftsführer. «Aber dann habe ich größte Bauchschmerzen, dann kommt die kalte und nasse Jahreszeit, in der Städtetourismus sowieso nicht so spannend ist. Und Messen, Kongresse, Firmenfeiern finden nicht statt.» Die Aussichten seien entsprechend: «Das wird sich zum Jahresende noch deutlich verschlechtern. Ich glaube, das ist überhaupt Keinem bewusst, auch keinem Politiker.» (dpa)


 

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