Direktvertrieb stärken: Die Top-3-Maßnahmen, um sich von Booking.com unabhängiger zu machen

| Hotellerie Hotellerie

In der heutigen Zeit ist es für Hotels von entscheidender Bedeutung, ihre Abhängigkeit von Online-Buchungsplattformen wie Booking.com zu verringern und den Direktvertrieb zu stärken, schreibt Hotelier Marco Nussbaum. Der Unternehmer präsentiert bei LinkedIn die drei wichtigsten Maßnahmen, die ein Hotel ergreifen kann, um unabhängiger zu werden und den Direktvertrieb zu fördern. 


„Welche weiteren Maßnahmen haltet ihr für erfolgversprechend? Teilt eure Gedanken gerne in den Kommentaren!“ – ermuntert Marco Nussbaum...

1. Investition in die eigene Online-Präsenz

Ein Hotel sollte in eine gut gestaltete und benutzerfreundliche Website investieren. Diese sollte aktuelle Informationen, hochwertige Bilder, klare Buchungs- und Kontaktmöglichkeiten sowie authentische Gästebewertungen enthalten. Durch eine starke Präsenz in den Suchmaschinen und die Optimierung für mobile Endgeräte kann das Hotel die Sichtbarkeit erhöhen und potenzielle Gäste dazu ermutigen, direkt über die eigene Website zu buchen.

2. Aufbau einer starken Kundenbeziehung

Hotels sollten eine persönliche Beziehung zu ihren Gästen aufbauen und pflegen. Das bedeutet, dass sie Gästekontakte erfassen und eine Datenbank aufbauen sollten, um personalisierte Angebote, Sonderaktionen oder exklusive Vorteile für wiederkehrende Gäste anzubieten. Durch die direkte Kommunikation mit den Gästen über E-Mail-Marketing, Newsletter oder Social-Media-Kanäle kann das Hotel eine loyale Kundenbasis aufbauen und den Direktvertrieb fördern.

3. Entwicklung von Mehrwertleistungen

Um Gäste dazu zu ermutigen, direkt über das Hotel zu buchen, sollten Hotels zusätzliche Mehrwertleistungen anbieten. Das können beispielsweise kostenlose Upgrades, exklusive Rabatte, kostenlose Parkplätze oder andere Annehmlichkeiten sein, die nur bei Direktbuchungen verfügbar sind. Indem das Hotel einen klaren Mehrwert gegenüber Online-Buchungsplattformen bietet, können sie Gäste dazu ermutigen, den Direktvertrieb zu wählen.

Indem Hotels in ihre eigene Online-Präsenz investieren, starke Kundenbeziehungen aufbauen und attraktive Mehrwertleistungen bieten, können sie ihre Abhängigkeit von Booking.com und anderen Online-Buchungsplattformen reduzieren und den Direktvertrieb stärken.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Für 165 Hotels der insolventen REVO Hospitality Group sind Investorenlösungen gefunden worden. Der überwiegende Teil der rund 5.450 Hotelarbeitsplätze soll erhalten bleiben. Dagegen werden die Arbeitsverhältnisse von 450 Mitarbeitern der Unternehmenszentrale nicht fortgeführt.

Bei den Akzent Hotels haben in den vergangenen Monaten fünf Häuser innerhalb des Netzwerks einen Generationswechsel vollzogen. Die neuen Betriebsleiter rekrutierten sich dabei aus der Gruppe der sogenannten Jungen Akzentler.

Das Davoser Fünf-Sterne-Hotel Seehof stellt seinen Sommerbetrieb zum 14. Juni 2026 ein. Die Betreiberin Revo Hospitality Group verweist auf Synergien mit dem ebenfalls in Davos betriebenen Grandhotel Belvédère.

Die Motel One Group hat zum 1. Juni 2026 zwei bislang von der Revo Hospitality Group betriebene Hotels in Kiel übernommen. Für die Immobilien wurde ein neuer Mietvertrag über 25 Jahre abgeschlossen.

Die Bülow AG hat den Verkaufsprozess für den Porsche Design Tower Stuttgart gestartet. Das 2023 fertiggestellte Gebäude umfasst Hotel- und Büroflächen mit insgesamt rund 16.500 Quadratmetern Mietfläche.

Das Flensburger Boutiquehotel Petuh begeht sein fünfjähriges Bestehen. Nach einer umfassenden Sanierung infolge einer Sturmflut im Jahr 2023 setzt das Haus weiter auf eine Ausrichtung für Erwachsene, die Abstand vom Alltag suchen.

Das ehemalige Grandhotel Hessischer Hof in Frankfurt am Main hat zum 1. Juni 2026 als Taj Hessischer Hof Frankfurt wieder eröffnet. Betreiber ist die Indian Hotels Company Limited. Das Hotel war seit Ende 2020 geschlossen. Mit der Wiedereröffnung bringt die indische Hotelmarke Taj ihr Angebot erstmals auf das europäische Festland.

Das Hotel Golebiewski in Pobierowo eröffnet Ende Juni mit 500 Zimmern und umfangreichen Freizeitangeboten. Das Projekt gilt als größtes Hotel an der polnischen Ostseeküste und strebt eine Kapazität von über 1.200 Zimmern an.

SV Deutschland übernimmt ab September die exklusive Verantwortung für den Hospitality-Betrieb im neuen Präventionszentrum Previer in der Hamburger HafenCity. Das Leistungsspektrum umfasst die Verpflegung sowie den Betrieb von 234 Zimmern.

Anzeige

Das Restaurant ist montags halb leer. Die Lobby steht tagsüber weitgehend ungenutzt. Zehn Zimmer bleiben unter der Woche regelmäßig frei. Solche Situationen kennen die meisten Hoteliers. Lange Zeit lautete die zentrale Frage: Wie bekommen wir diese Kapazitäten verkauft? Heute stellen sich viele Häuser eine zweite Frage: Wie können wir sie nutzen?