Dormero übernimmt Hotel in Passau aus Revo-Insolvenz

| Hotellerie Hotellerie

Die Dormero Hotel AG hat nach eigenen Angaben das bisherige Amedia Express Passau übernommen. Mit dem Standort in der Neuburger Straße wächst das Unternehmen auf 72 Hotels. Das Haus mit 73 Zimmern soll seit Anfang Mai 2026 unter der Marke Dormero geführt werden. Grundlage der Übernahme sei die Insolvenz der Revo-Gruppe.

Sanierung des Hotels soll im laufenden Betrieb erfolgen

Nach Angaben des Unternehmens ist für den Standort eine umfassende Kernsanierung geplant. Die Arbeiten sollen sich über einen Zeitraum von zwei Jahren erstrecken und während des laufenden Hotelbetriebs stattfinden. Laut Mitteilung verfolgt Dormero damit den Ansatz, bestehende Hotelstandorte weiterzuentwickeln und gleichzeitig operativ fortzuführen.

Bereits bis 2021 war Dormero in Passau vertreten. Der frühere Standort in der Innstadt sei im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie aufgegeben worden, teilt das Unternehmen mit.

Michael Hartmut Berger, Chief Commercial Officer der Dormero-Gruppe, erklärte laut Mitteilung: „Es ist toll, wieder zurück in Passau zu sein. Wir wollten immer wieder hierher – die Stadt hat uns nie losgelassen“.

Unternehmen verweist auf touristische und wirtschaftliche Faktoren

Auch aus Sicht der Projektentwicklung habe der Standort Bedeutung für das Unternehmen. Development Managerin von Wilmsdorff erklärte laut Mitteilung: „Passau vereint auf einzigartige Weise touristische Strahlkraft mit wirtschaftlicher Stabilität. Die Lage an drei Flüssen, die Nähe zu Österreich und die hohe Lebensqualität machen die Stadt zu einem attraktiven Hotelmarkt – sowohl für Geschäftsreisende als auch für Touristen“.

Manuela Halm, CEO von Dormero, verwies nach Unternehmensangaben auf die touristische Bedeutung der Stadt. In der Mitteilung heißt es dazu: „Passau gilt als eine der schönsten Städte Bayerns und ist bekannt für ihre einzigartige Lage am Zusammenfluss von Donau, Inn und Ilz. Die barocke Altstadt, der imposante Dom St. Stephan mit der größten Domorgel der Welt sowie die Nähe zum Bayerischen Wald und zu Österreich machen die Stadt zu einem bedeutenden touristischen Ziel.“

Dormero baut Portfolio mit weiterer Übernahme aus

Mit der Rückkehr nach Passau setzt Dormero nach eigenen Angaben den Ausbau seines Hotelportfolios fort. Das Unternehmen erklärte zudem, man wolle verstärkt in sogenannten Sekundärstandorten präsent sein und bestehende Hotelimmobilien weiterentwickeln.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Klarna und Minor Hotels kooperieren ab sofort in 13 europäischen Ländern, um Reisenden flexible Zahlungsmodelle anzubieten. Kunden können Hotelbuchungen künftig sofort oder in zinsfreien Raten begleichen.

Das Romantik Hotel Zell am See nimmt am 13. Mai nach umfassenden Renovierungsarbeiten den Betrieb für die Frühjahrssaison wieder auf. Die Umbaumaßnahmen betrafen vor allem die Optik und Ausstattung des Vier-Sterne-Hauses.

Das Hotel Taschenbergpalais Kempinski Dresden verzeichnet seit der Wiedereröffnung im Februar 2024 insgesamt 14.000 Gäste im Veranstaltungsbereich. Das Haus setzt bei seinem Angebot auf eine Kombination aus historischen Räumlichkeiten und regionalen Ausflugszielen.

Die MHP Hotel AG bringt ihre Eigenmarke Mooons erstmals nach Deutschland. Dafür wurde nun ein langfristiger Pachtvertrag mit der Rock Capital Group für einen Standort in Frankfurt am Main unterzeichnet.

Die MHP Hotel AG hat ihren testierten Jahresabschluss 2025 vorgelegt. Das Unternehmen meldet steigende Umsätze und ein höheres EBITDA sowie einen Umsatzanstieg im ersten Quartal 2026.

Die Schollen Hotelberatung hat ihren Hotelmarkt Report NRW 2026 veröffentlicht. Der Bericht analysiert die zwölf größten Hotelstandorte in Nordrhein-Westfalen sowie aktuelle Entwicklungen bei Nachfrage, Projekten und Hotelinvestments.

Eine aktuelle Umfrage der American Hotel & Lodging Association belegt, dass die Hotelnachfrage zur Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in vielen US-Städten deutlich unter den Erwartungen bleibt.

Leitungswasserschäden zählen zu den häufigsten Schadenursachen im Hotel und können erhebliche wirtschaftliche Folgen nach sich ziehen. Insbesondere gesperrte Zimmer und daraus resultierende Umsatzeinbußen führen zu Belastungen. Ein neuer Leitfaden zeigt die Risiken auf und sagt, wie sich Hoteliers absichern können.

Der Hotelverband hat seine AGB-Empfehlungen für Hotels an die aktuelle Rechtsprechung angepasst. Die Neufassungen sollen das Abmahnrisiko senken und die Rechtssicherheit im Umgang mit Gästen und Partnern erhöhen. Der Verband empfiehlt bisherige Versionen in allen Vertragsunterlagen, E-Mail-Vorlagen und auf Internetseiten gegen die aktuellen Fassungen auszutauschen.

Die HSMA hat die Bewerbungsfrist für den Social Media Award 2026 für Hotels im deutschsprachigen Raum eröffnet. Im Fokus des Wettbewerbs stehen strategische Ansätze und messbare Erfolge in der digitalen Kommunikation sowie im Employer Branding.