Europäische Hotel-Pipeline erreicht neue Höchststände

| Hotellerie Hotellerie

Die Hotel-Pipeline in Europa verzeichnete zum Ende des vierten Quartals 2025 signifikante Zuwächse, insbesondere in der frühen Planungsphase sowie in den gehobenen Segmenten. Laut dem aktuellen Trendbericht von Lodging Econometrics umfasst die gesamte Pipeline in der Region derzeit 1.717 Projekte mit insgesamt 252.600 Zimmern.

Fokus auf frühe Planungsphasen und Luxus-Entwicklungen

Innerhalb der europäischen Pipeline befinden sich aktuell 754 Projekte mit 115.289 Zimmern im Bau. Weitere 375 Projekte mit 54.097 Zimmern sollen innerhalb der nächsten 12 Monate starten. Ein Rekordhoch zeigt sich in der frühen Planungsphase: Hier stieg die Anzahl der Projekte im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent auf 588 Vorhaben mit 83.214 Zimmern, was einem Zuwachs von 16 Prozent bei der Zimmeranzahl entspricht.

Auch im Bereich der Renovierungen und Marken-Umwandlungen bleibt die Aktivität hoch. Zum Jahresende 2025 wurden in diesem Segment 700 Projekte mit 90.066 Zimmern registriert.

Segmentierung nach Hotelklassen

Das Segment der Upscale-Hotels führt die Pipeline mit 367 Projekten und 57.028 Zimmern an, dicht gefolgt von der Upper-Midscale-Klasse mit 312 Projekten und 44.224 Zimmern. Neue Höchststände erreichten die Segmente Upper Upscale mit 307 Projekten und 48.969 Zimmern sowie die Luxus-Entwicklungen, die mit 174 Projekten und 21.249 Zimmern ebenfalls einen Rekordwert bei der Projektanzahl verzeichnen.

Deutschland auf Platz zwei im Ländervergleich

Das Vereinigte Königreich steht mit 274 Projekten und 39.515 Zimmern an der Spitze des europäischen Marktes. Deutschland belegt mit 147 Projekten und 25.616 Zimmern den zweiten Rang. Dahinter folgen die Türkei mit einem Rekordwert von 146 Projekten, Frankreich mit 126 Projekten und Portugal mit 111 Projekten. Diese fünf Länder vereinen rund 47 Prozent aller Hotelprojekte und 44 Prozent der Zimmerkapazitäten in der europäischen Pipeline auf sich.

Auf städtischer Ebene führt London das Ranking mit 76 Projekten an, gefolgt von Istanbul (48 Projekte), Lissabon (39 Projekte), Taschkent (32 Projekte) und Dublin (25 Projekte).

Prognosen für Hoteleröffnungen bis 2027

Im Jahr 2025 wurden in Europa insgesamt 255 Hotels mit 30.603 Zimmern neu eröffnet. Für die kommenden Jahre prognostizieren die Analysten von LE eine weitere Steigerung der Eröffnungszahlen. Für das Jahr 2026 wird mit der Fertigstellung von 315 neuen Hotels und 44.666 Zimmern gerechnet. Dieser Trend setzt sich voraussichtlich im Jahr 2027 fort, für das derzeit 320 Neueröffnungen mit 44.625 Zimmern geplant sind.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das 25hours Hotel beim MuseumsQuartier in Wien hat die Neugestaltung des Lobbybereichs abgeschlossen. Neben veränderten Raumstrukturen und Arbeitsbereichen wurde das Design grundlegend überarbeitet.

Die Kempinski Group will künftig wieder stärker auf eigene Hotelimmobilien setzen. Konzernchefin Barbara Muckermann begründet den Strategiewechsel mit veränderten Erwartungen wohlhabender Gäste: „Sie bezahlen für etwas Unverwechselbares. Sie bezahlen nicht für Vanillejoghurt.“

Der Gassenhof in Ratschings bei Sterzing kündigt für den Sommer 2026 umfangreiche Neuerungen an. Geplant sind neue Suiten, zusätzliche Familienbereiche im Wellnessangebot sowie ein neues Restaurantkonzept.

Das ehemalige Hotel Schloss Spyker auf Rügen soll im Juni 2026 zwangsversteigert werden. Der angesetzte Verkehrswert für das frühere Hotelensemble liegt laut amtlicher Bekanntmachung bei 2,84 Millionen Euro.

Die Dormero Hotelgruppe übernimmt das Hotel Mader im oberösterreichischen Steyr mit 59 Zimmern. Das Unternehmen erweitert damit seine Präsenz auf dem österreichischen Markt auf insgesamt fünf Hotelstandorte und prüft bereits weitere Objekte.

BWH Hotels hat Gäste über einen monatelangen Zugriff auf Reservierungsdaten informiert. Laut einem Schreiben des Technologiechefs Bill Ryan waren personenbezogene Daten betroffen, Zahlungsinformationen jedoch nicht.

Laut einer Marktanalyse von Christie & Co erzielen privat geführte Hotels in Wien höhere Zimmerpreise als Markenhotels. Gleichzeitig nimmt der Wettbewerbsdruck im Wiener Hotelmarkt nach Angaben des Unternehmens weiter zu.

Das Wirtschaftsmagazin Forbes führt den Motel-One-Mitgründer Dieter Müller in seiner aktuellen Liste der Milliardäre. Nach Angaben des Magazins verfügt Müller über ein Vermögen von 1,3 Milliarden US-Dollar. In der weltweiten Rangliste wird er auf Platz 2994 geführt.

Der „Room Service Benchmark Report 2026“ von SuitePad basiert auf mehr als 200.000 digitalen Bestellungen aus über 500 Hotels. Laut Bericht gehört das Club Sandwich weltweit zu den meistbestellten Room-Service-Produkten.

Der neue HotelHub Index zeigt für das erste Quartal einen weltweiten Anstieg der Hotelraten, wobei europäische Städte wie Mailand besonders hohe Zuwächse verzeichnen. Geschäftsreisende reagieren mit kürzeren Aufenthalten und dem Ausweichen auf günstigere Standorte.