Expedia-Analyse: Mehr Umsatz durch Pakete statt Zimmerverkauf!

| Hotellerie Hotellerie

Hotels machen mehr Umsatz, wenn sie auf Paketangebote statt auf reine Zimmerbuchungen setzen – will die Expedia-Gruppe wissen. Wie der Online-Reise-Riese erklärte, liege das Umsatzgeheimnis im Buchungsverhalten der Hotelgäste. Im Gegensatz zu den einfachen „Zimmerbuchern“ zahlten die Käufer von Pauschalreisen rund 30 Prozent mehr als die jeweils durchschnittliche Tagesrate. 

Für diese Ergebnisse analysierte Expedia seine Buchungsdaten für das Jahr 2017. Die Auswertung zeigt außerdem, dass Paketkäufer etwa einen Monat früher buchten als Zimmergäste. Zudem ist die Stornierungsrate von Zimmern 2,6 Mal so hoch als die gebuchter Pauschalangebote. 

So richtig in Fahrt kämen Buchungsumsätze im internationalen Geschäft, so Expedia. Gäste zahlten für Pauschalreisen mehr als 30 Prozent der durchschnittlichen Tagesrate, buchten bereits gut zwei Monate vor Anreise, wählten eine längere Aufenthaltsdauer und stornierten viermal weniger.

Um ihren Umsatz voranzutreiben, sollten Hotels die wichtigen internationalen Märkte im Auge behalten und Pauschalpakete schnüren, die das Buchungsverhalten der potenziellen Gäste ebenso berücksichtigen wie relevante Reisezeiträume und Anlässe, rät Expedia.

Die Erkenntnisse sind besonders für international agierende Hotels interessant, da sie zunehmend durch Direktmarketing um Gäste buhlen, Buchungen über die eigene Website oder Buchungsportale forcieren und Buchungskanäle wie etwa Online-Reisebüros abhängen wollen.

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Bristol Berlin bekommt nach umfassender Modernisierung eine neue Markenheimat. Das Traditionshotel am Kurfürstendamm wird als erstes Haus in Deutschland Teil der Vignette Collection von IHG Hotels & Resorts. Eigentümer Aroundtown will die letzten Arbeiten bis Ende 2026 abschließen.

Künstliche Intelligenz soll nach Einschätzung von Accenture künftig einen größeren Teil der Reiseplanung übernehmen. Während viele Verbraucher einem KI-Agenten bereits die Zusammenstellung einer kompletten Reise anvertrauen würden, wollen sie die Auswahl des Hotels häufig weiterhin selbst treffen.

Die irische Hotelmarke The Dean expandiert weiter auf dem deutschen Markt und eröffnet ein neues Haus im Münchner Westend. Das Hotel kombiniert ein vom bayerischen Jugendstil inspiriertes Design mit einem modernen japanischen Gastronomiekonzept.

Das Kölner Hopper Hotel St. Josef wurde neugestaltet, die Zimmer und öffentlichen Bereiche erhielten ein neues Designkonzept. Das Projekt verbindet den Erhalt historischer Bausubstanz mit nachhaltigen Materialien und moderner Ausstattung.

Nach einem Bericht des SWR haben zwei Mainzer Hotels sämtlichen Beschäftigten gekündigt. Die Gewerkschaft NGG vermutet einen Zusammenhang mit einer geplanten Betriebsratsgründung, während die Hotelgruppe von dringenden betrieblichen Erfordernissen spricht.

Der geplante Verkauf des ehemaligen Dorint-Hotels am Stausee Bitburg an die Interspa-Gruppe ist gescheitert. Damit können auch die im Frühjahr 2025 vorgestellten Pläne für ein Familien- und Wellness-Resort vorerst nicht umgesetzt werden.

Scandic und Axfast planen in Stockholm ein unterirdisches Hotel mit 135 fensterlosen Zimmern. Das Haus soll 2027 eröffnen und in einem umgebauten Gebäude unter der Drottninggatan, der bekanntesten Einkaufsstraße Stockholms, entstehen.

Limehome hat im ersten Halbjahr 2026 nach eigenen Angaben neue Partnerschaften geschlossen und seine Expansion in mehreren europäischen Märkten fortgesetzt. Dazu gehören ein erstes Projekt mit Aroundtown in Frankfurt sowie weitere Vorhaben in Deutschland, Großbritannien, Italien, Belgien und den Niederlanden.

Der Badische Hof in Baden-Baden nimmt den Betrieb unter der Marke Leonardo Limited Edition wieder auf. Nach einer ersten Phase im Juli folgt im Herbst das offizielle Grand Opening.

Premier Inn baut ihre barrierefreien Angebote aus und treibt die Zertifizierung ihrer Standorte nach dem Standard Reisen für Alle voran. Zudem investiert das Unternehmen in die Inklusion am Arbeitsplatz.