Wyndham meldet Quartalszahlen – Insolvenz von Revo belastet Geschäft

| Hotellerie Hotellerie

Der Hotelkonzern Wyndham Hotels & Resorts hat am 29. April 2026 die Ergebnisse für das zum 31. März 2026 beendete erste Quartal veröffentlicht. Dabei legte das Unternehmen auch Auswirkungen der laufenden Insolvenzverfahren der Revo Hospitality Group (Revo) offen. Nach Angaben des Unternehmens führten die Entwicklungen rund um Revo unter anderem zu gestundeten Gebühren und zusätzlichen Kosten. Gleichzeitig übernahm Wyndham im Zuge des Verfahrens zwei Hotels in Europa, nachdem entsprechende Sicherungsrechte ausgeübt wurden.

Revo-Insolvenz führt zu Gebührenstundungen und zusätzlichen Belastungen

Wie das Unternehmen mitteilt, wirkte sich die Insolvenz von Revo durch die Stundung von 12 Millionen US-Dollar an Lizenz- und Franchisegebühren auf die Vergleichbarkeit der Ergebnisse aus. Zudem entstanden laut Mitteilung zusätzliche Transaktions- und Beratungskosten sowie weitere Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Verfahren. Darüber hinaus verweist das Unternehmen auf Effekte aus der zeitlichen Verschiebung von Marketingausgaben (Marketing Fund Variability), die die Ergebnisdarstellung im Quartalsvergleich beeinflussten.

Wyndham übernimmt zwei Hotels und erwartet 10 Millionen US-Dollar Umsatz

Im Zuge der laufenden Insolvenzverfahren hat Wyndham nach eigenen Angaben zwei Immobilien in Europa im Wege der Zwangsvollstreckung übernommen. Ziel dieser Maßnahme sei es, die Rückgewinnung von Forderungen für die Aktionäre zu optimieren und die Betriebe zu stabilisieren. Die beiden Hotels sollen im Gesamtjahr 2026 rund 10 Millionen US-Dollar Umsatz erzielen. Der Einfluss auf das Ergebnis werde laut Unternehmen zunächst begrenzt sein, da operative Maßnahmen zur Wertmaximierung umgesetzt werden.

Umsatz wächst auf 327 Millionen US-Dollar bei stabilem Nettoergebnis

Unabhängig von den Sondereffekten meldet Wyndham für das erste Quartal einen Umsatz von 327 Millionen US-Dollar, was einem Anstieg von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Das Nettoergebnis lag laut Einkommensstatement unverändert bei 61 Millionen US-Dollar. Das bereinigte Nettoergebnis stieg nach Unternehmensangaben um 9 Prozent auf 73 Millionen US-Dollar, während das bereinigte operative Ergebnis (Adjusted EBITDA) um 8 Prozent auf 156 Millionen US-Dollar zulegte. Zusätzliche Einnahmen (Ancillary Revenues) wuchsen um 21 Prozent, was laut Mitteilung wesentlich zum Umsatzanstieg beitrug.

Systemgröße wächst um 4 Prozent und Pipeline erreicht Rekordniveau

Die globale Systemgröße stieg auf rund 869.300 Zimmer, ein Plus von 4 Prozent im Jahresvergleich. Parallel dazu erreichte die Entwicklungspipeline einen neuen Höchststand von über 259.000 Zimmern in mehr als 2.200 Hotels, was einem Wachstum von 3 Prozent entspricht. In den USA blieb der Zimmererlös (RevPAR) laut Unternehmen stabil, während er international auf Basis konstanter Währungen um 1 Prozent zurückging. Global lag der RevPAR bei 38,53 US-Dollar, was ebenfalls einem Rückgang von 1 Prozent entspricht.

Ausblick bestätigt moderates Wachstum trotz Sondereffekten

Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Wyndham ein Zimmerwachstum zwischen 4,0 und 4,5 Prozent. Der globale RevPAR soll sich in einer Spanne von minus 1,0 bis plus 1,0 Prozent bewegen. Die Umsatzerwartung wurde auf 1,47 bis 1,50 Milliarden US-Dollar präzisiert. Das bereinigte EBITDA wird weiterhin zwischen 730 und 745 Millionen US-Dollar prognostiziert, wobei darin die aufgeschobenen Revo-Gebühren in Höhe von 12 Millionen US-Dollar bereits berücksichtigt sind.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Atlantic Hotel Gruppe hat mit dem Atlantic Hotel Frankfurt im Sparda-Bank Tower ihr 21. Haus eröffnet. Das 4-Sterne-Superior-Hotel bietet mit 373 Zimmern und Suiten die höchste Zimmerkapazität innerhalb der Hotelgruppe. 

50 Best hat die erweiterte Hotel-Rangliste der Plätze 51 bis 100 für das Jahr 2026 veröffentlicht. Die Zusammenstellung umfasst insgesamt 23 verschiedene Regionen und 40 Städte. Aus Deutschland schaffte es jedoch kein Hotel auf die Liste.

Verkehrsbuero Hospitality aus Österreich hat die Betriebsführung des ibis Styles Bad Reichenhall übernommen und vollzieht damit seinen Markteintritt in Deutschland. Sämtliche Mitarbeiter werden vom neuen Betreiber übernommen.

Ein Joint Venture aus Reiß & Co. Gruppe und PEG Hamburg hat mit dem Bau eines neuen Premier Inn Hotels mit 296 Zimmern in der Hamburger Adenauerallee begonnen. Es wird bereits das achte Haus der Hotelmarke in der Hansestadt.

Die Lerch Genusswelten haben den Betrieb des Bayerischen Hofs und des Hotels Reutemann-Seegarten in Lindau übernommen. Alle bisherigen Mitarbeiter sollen in den Häusern bleiben, für den Wellnessbereich kündigt das Familienunternehmen Investitionen an.

Ein Geschäftsmann soll Gelder für Irans Machtapparat verschoben haben. Konten eines Hotel-Betreibers bei Frankfurt wurden eingefroren. Laut OVG können sie nicht vorzeitig freigegeben werden.

Die Honestis-Gruppe hat mit der DHO Deutsche Hotel Operations GmbH einen neuen White-Label-Betreiber für die D-A-CH-Region gegründet. Geschäftsführer und Mitgesellschafter ist Björn Weidner, erstes Hotel ist das Mercure Hotel Frankfurt Eschborn Helfmannpark.

Die Motel One Group übernimmt das Hyperion Hotel Salzburg und führt das denkmalgeschützte Palais Faber künftig unter der Marke The Cloud One Hotels weiter. Auch die Mitarbeiter werden übernommen.

Das Berliner Luxushotel Adlon kann nach einer Abstimmung der Gesellschafter vorerst nicht verkauft werden. Die zuständige Immobiliengesellschaft will ihre Pläne aber weiter verfolgen.

Ennismore und Central Pattana bringen die Marke 25hours im ersten Quartal 2029 nach Bangkok. Das Hotel mit 345 Zimmern entsteht am Siam Square. Nach dem Standort in Jakarta handelt es sich um das zweite Hotel der Marke in Asien.