FMTG übernimmt Management des Triforêt und plant Neustart im Juli

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Das Triforêt Alpin Resort in Hinterstoder soll am 9. Juli 2026 wieder eröffnen. Nach Angaben der Falkensteiner Michaeler Tourism Group (FMTG) wurde für das Resort ein langfristiger Managementvertrag abgeschlossen. Das Unternehmen übernimmt damit künftig die Führung des Betriebs. Das geht aus Mitteilungen der FMTG sowie Medienberichten aus Österreich hervor.

Die Wiedereröffnung erfolgt nach einer wirtschaftlich schwierigen Phase des Projekts. Die ursprüngliche Betreibergesellschaft war im Mai 2025 insolvent geworden. Im März 2026 wurde der Betrieb eingestellt. Nun soll das Resort unter neuer Führung wieder an den Markt gehen. Ideengeber und Investor Michael Fröhlich ist nach eigenen Angaben Geschäftsführer der Betriebsgesellschaft. Bereits 2025 war Polytec-Gründer Friedrich Huemer in das Projekt eingestiegen. Die seinerzeit in  wirtschaftliche Schieflage geratene deutsche Arcona Hotelgruppe, hatte sich im Rahmen ihrer Gruppeninsolvenz in Eigenverwaltung 2024 von dem Objekt getrennt.

FMTG vermarktet Boutique-Residences in Hinterstoder

Nach Angaben der FMTG handelt es sich beim Triforêt um das erste Projekt der Gruppe im Bereich der sogenannten Boutique-Residences. Das Resort umfasst 41 Apartments und 20 Chalets und liegt in unmittelbarer Nähe zum Skigebiet Hinterstoder. Die FMTG bezeichnet das Vorhaben als nächsten Entwicklungsschritt ihrer Marke Falkensteiner Residences.

FMTG-Vorstandschef Otmar Michaeler erklärte in einer Unternehmensmitteilung: „Der weltweite Trend zeigt: Anspruchsvolle Reisende suchen nicht mehr das große Hotel, sondern den persönlichen Ort. Raum, Stille, Natur und gleichzeitig kompromisslose Qualität und Professionalität. Genau diesen Anspruch erfüllen die neuen Falkensteiner Residences.“ Das Triforêt zeige, wie dieses Konzept künftig umgesetzt werden solle.

Nach Angaben des Unternehmens sollen Apartments und Chalets bereits buchbar sein. Michael Fröhlich erklärte gegenüber der APA, dass bereits erste Gruppenanfragen vorlägen.

Eigentümer verweisen auf langfristige Zusammenarbeit mit FMTG

Friedrich Huemer, der nach eigenen Angaben Ende 2025 die Bankenfinanzierungen ablöste, verwies auf die bestehende Zusammenarbeit mit Falkensteiner. „Mit der FMTG haben wir für Hinterstoder einen erfahrenen Betreiber an Bord, der das Projekt langfristig mit Qualität und touristischer Vision führen wird“, wird Huemer in der Unternehmensmitteilung zitiert.

Auch Michael Fröhlich sieht in der Zusammenarbeit einen wichtigen Schritt für die weitere Entwicklung des Resorts. Er erklärte: „Es war schon immer unsere Idee, an diesem besonderen Ort etwas zu schaffen, das sich bewusst von klassischen Ferienanlagen abhebt. Mit Falkensteiner haben wir den richtigen Partner gefunden, der unsere Vision langfristig mit touristischer Kompetenz und echtem Qualitätsanspruch weiterentwickelt.“

Grüne kritisieren Förderung des Projekts weiterhin scharf

Unverändert hält die politische Diskussion über die öffentliche Förderung des Resorts an. Das Land Oberösterreich unterstützte den Bau nach Angaben der Beteiligten mit zwei Millionen Euro. Die Grünen Oberösterreich kritisieren, dass die Apartments an private Investoren verkauft worden seien und sprechen von einem Investorenmodell. 

Fröhlich weist die Kritik zurück. Gegenüber der APA sagte er: „Wir haben 26 Miteigentümer, also Investoren, die Geld in die Hand genommen haben, aber diese haben keinerlei Nutzungsrechte.“ Zudem sei der Fördervertrag mit der Eigentümergesellschaft, die nicht von der Insolvenz betroffen gewesen sei, weiterhin bis 2033 gültig.

Der oberösterreichische Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder (Grüne) forderte in österreichischen Medien dagegen eine Prüfung möglicher Rückforderungen. Er erklärte laut Mitteilung: „Dieses Luxusprojekt wurde mit Steuergeld gestützt, weil ein Ganzjahresbetrieb versprochen wurde. Wenn dann monatelang zugesperrt ist, muss das Land handeln und das Geld der Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher zurückholen.“

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