Gästehaus Meseberg: Hotelpächter hört auf

| Hotellerie Hotellerie

Der Hotelpächter von Meseberg, Bert Groche, will sich nach der Ankündigung der Bundesregierung, das angrenzende Schloss als Gästehaus aufzugeben, zurückziehen. Der 63-Jährige will sich auf seine anderen Betriebe konzentrieren, wie er der Deutschen Presse-Agentur sagte. «Für uns fällt die Daseinsberechtigung weg.» Der Vertrag wäre nach 20 Jahren ohnehin ausgelaufen. Zuvor hatte die «Märkische Oderzeitung» berichtet. 

Die Bundesregierung will Meseberg als offizielles Gästehaus ab Februar 2027 aufgeben. Die Brandenburger Landesregierung lässt eine mögliche künftige Nutzung des Schlosses offen. «Wenn dort Gesprächsanliegen an das Land gerichtet werden, werden wir uns dem nicht verweigern», sagte Innenminister René Wilke (SPD) im Februar im Landtag. Er sehe zunächst ganz klar die Messerschmitt-Stiftung am Zug. «Es wird Aufgabe der Stiftung sein, dafür eine neue Nutzung zu finden.»

Bundesregierung lässt Vertrag auslaufen

Das im 18. Jahrhundert erbaute Schloss im Ortsteil Meseberg der Stadt Gransee ging nach der Wende in den Besitz Brandenburgs über, 1995 erwarb die Messerschmitt-Stiftung das Gebäude. Seit 2007 wurde es für Empfänge von Staatsgästen, aber auch für Kabinettsklausuren genutzt.

Die Bundesregierung gab als Gründe für den Rückzug einen Rückgang der Nutzung und die Entfernung nach Berlin an. Das Schloss liegt rund 70 Kilometer nördlich der Hauptstadt. 

Für seine Mitarbeiter sei gesorgt, versicherte Groche. Er bedauert den Rückzug der Bundesregierung. Das Motto seines Betriebs sei immer gewesen: «Arbeiten, wo sich die Welt- und Landeselite trifft.» Der internationale Werbefaktor sei nun weg. Für das am Schloss angrenzende Restaurant und das Hotel mit 26 Zimmern wird ein Nachfolger gesucht. Dieser steige in einen funktionierenden Betrieb ein, sagte Groche, der sich dieses Jahr zurückziehen will. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

In der alpinen Hotellerie sichern Frauen durch spezialisierte Konzepte – von der biologischen Küche bis zum Design-Fokus – den Markterfolg. Neun Portraits zeigen, wie weibliche Führungskräfte in Südtirol, Österreich und Deutschland durch individuelle Strategien in ihren Häusern moderne Maßstäbe setzen.

Die Insel Mainau im Bodensee öffnet sich für Übernachtungsgäste. Der neue Bebauungsplan sieht Hoteloptionen am Schwedenhof und im Hafenbereich vor, schließt jedoch eine komplette Umwandlung des Schlosses aus.

Im Kartellverfahren deutscher Hotels gegen Booking.com verlangt das Bezirksgericht Amsterdam zunächst einen konkreten Schadensnachweis der Kläger. Während Booking.com das Urteil als Bestätigung seiner Argumentation bewertet, sieht der Hotelverband Deutschland wichtige Weichen zugunsten der Hotels gestellt.

Die Tui Group erweitert ihr internationales Hotelnetzwerk. Mit über 70 geplanten Projekten, neuen Standorten in Shanghai und Japan sowie dem Buchungsstart für eine neue Robinson-Anlage auf den Kapverden setzt der Konzern verstärkt auf Ganzjahresdestinationen in Asien und Afrika.

BWH Hotels Central Europe blickt auf ein stabiles Jahr 2025 zurück: Mit einem Gesamtumsatz von über 921 Millionen Euro und einer wachsenden Hotelanzahl festigt die Gruppe ihre Marktposition trotz volatiler Rahmenbedingungen.

1912 Hotels übernimmt zum 1. März 2026 den Betrieb des Hotel Millennium Park in Lustenau. Neben einer neuen Markenstrategie steht die Stärkung des Geschäftsreise- und Tagungssegments in der Vier-Länder-Region im Fokus der Neuausrichtung.

Die Maritim Hotelgruppe steigert ihren weltweiten Umsatz auf 468,4 Millionen Euro, verzeichnet jedoch aufgrund massiver Investitionen in die Digitalisierung und gestiegener Tarifkosten einen Rückgang beim Betriebsergebnis. Trotz eines schwierigen Marktumfeldes setzt das Familienunternehmen auf nachhaltiges Wachstum und technologische Modernisierung.

Das Oberlandesgericht Frankfurt hat eine grundlegende Entscheidung zur Rechtsverbindlichkeit von Hotelreservierungen getroffen. Die Anfrage nach freien Zimmerkapazitäten ohne Kenntnis der konkreten Preise stellt kein rechtsverbindliches Angebot zum Abschluss eines Beherbergungsvertrages dar. Die Schadensersatzforderungen eines Hotelbetriebs in Höhe von über 10.000 Euro wurden abgewiesen.

Ein ehemaliges Bürogebäude am Checkpoint Charlie wird für 40 Millionen Euro zum größten Hostel Europas umgebaut. Hinter dem Projekt steht die 500-Millionen-Euro-Wachstumsstrategie der a&o-Eigentümer.

Auf der ITB Berlin 2026 präsentieren die Plaza Hotelgroup und Neura Robotics den humanoiden Roboter 4NE1. Die Kooperation soll zeigen, wie autonome Systeme künftig das Hotelpersonal an der Rezeption und im Service unterstützen können, um dem Fachkräftemangel in der Branche zu begegnen.