GBI baut 241-Zimmer-Hotel für Premier Inn in Nürnberg

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In der Nürnberger Innenstadt startet bereits Anfang Oktober der Bau eines neuen Hotels. Der Projektentwickler GBI errichtet am Frauentorgraben ein Haus der Premium-Economy-Marke Premier Inn mit 241 Zimmern.

Das Angebot zielt auf Freizeit- wie Business-Gäste, die ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und eine komfortable Ausstattung schätzen. Die Marke gehört zum britischen Whitbread-Konzern. Dieser hat seit der Eröffnung des ersten Hauses in Deutschland vor drei Jahren sein Hotel-Portfolio um 42 weitere Projekte erweitert, drei Standorte davon sind bereits eröffnet.

"Für uns ist Nürnberg ein extrem interessanter Markt, den wir bereits seit 2016 im Blick hatten", erläutert Dr. Michael Hartung, Managing Director und Director Development für Premier Inn Deutschland: "Dass wir nun unsere Nürnberg-Pläne in so hervorragender Zentrumslage verwirklichen können, freut uns sehr. Wir wissen, wie schwer erstklassige Flächen in dieser gefragten Stadt zu bekommen sind."

Die GBI AG als Deutschland größter Projektentwickler hat in der Vergangenheit bereits mehrere Hotels in Nürnberg konzipiert und gebaut: NH, Motel One, Hampton by Hilton und Holiday Inn Express sowie das Park Inn als Refurbishment - alle Häuser im Bereich rund um den Hauptbahnhof. "Dadurch kennen wir den Nürnberger Markt sehr genau und wissen welches Übernachtungskonzept in den verschiedenen Lagen am besten passt", sagt Jan Winterhoff, Director of Hotel Management der GBI AG. Nicht nur mit der Stadt Nürnberg hat die GBI AG sehr gute Erfahrungen gemacht. Das Haus am Frauentorgraben ist bereits die fünfte Entwicklung in Deutschland für den britischen Marktführer Whitbread. Neben dem ersten Deutschland-Projekt im Frankfurter Europaviertel 2016 wurde die Zusammenarbeit in Leipzig, Düsseldorf und Hamburg fortgesetzt.

"Wie notwendig moderne Unterkünfte wie das Premier Inn in Nürnberg sind, zeigt ein Blick auf die Entwicklung der Gästezahlen", erläutert Entwickler Jan Winterhoff. 2018 stieg die Zahl der Übernachtungen in der Stadt um 8,5 Prozent auf rund 3,6 Millionen. Nur in München war der Aufwärtstrend unter den deutschen Top-10-Hotelstandorten noch stärker. Beliebt ist die Frankenmetropole insbesondere bei ausländischen Gästen, auf die mit 35 Prozent mehr als jede dritte Übernachtung entfiel. Angelockt wurde das internationale Publikum etwa durch zahlreiche Messen und den Christkindlesmarkt.

Der Gästeboom sorgte dafür, dass bei der Auslastung der Nürnberger Hotels erstmals die 50-Prozent-Marke überschritten wurde. Das sorgte für deutlich steigende Erlöse pro Zimmer (RevPAR). Im vergangenen Jahr stieg dieser für Hotelentwicklungen entscheidende Wert laut der aktuellen Analyse von Dr. Lübke & Kelber von 68,30 Euro auf 73,80 Euro. Nur Berlin und München zeigten eine ähnlich gute Tendenz. Auch der Langzeit-Vergleich spricht für einen ausgesprochen gesunden Markt in Nürnberg: Stärker als hier ist der RevPAR seit 2014 nur in Köln und Berlin gewachsen. Ein Grund dafür für die gesunde Entwicklung war der geringe Anstieg der Bettenzahl. Nürnberg wies unter den Top-10-Hotelstandorten nach Düsseldorf den geringsten Zuwachs auf.

Die Nürnberger Immobilien-Kombination des neuen Premier Inn mit dem neuen Verwaltungsgebäude der AOK-Direktion Mittelfranken sei eine ideale Lösung für den Standort, sagen die Entwickler. Zwischen dem neuen AOK-Gebäude und dem neuen Premier Inn entsteht die AOK-Passage, ein teilweise begrünter Freiraum mit hoher Aufenthaltsqualität für den Flaneur. Die Passage wird in der Fortführung der Kraußstraße die Sandstraße im Süden mit dem nördlich gelegenen Frauentorgraben verbinden.

"Somit entsteht eine attraktive und belebte Verbindung für Fußgänger", sagt Kristian Spencker vom mit der Projektplanung beauftragen Hamburger Architekturbüro von Gerkan, Marg und Partner (gmp). Die Planer standen zudem vor der Aufgabe, der besonderen Geschichte des Ortes gerecht zu werden. An der Stelle der neuen Gebäude stand einst der Jugendstilsaalbau des Nürnberger "Industrie- und Kulturvereins", in dem 1935 die "Nürnberger Gesetze" zur Rassentrennung beschlossen wurden. Die Architekten planen deshalb in der Passage einen Ort ein, die eine Info-Stele zur Erinnerung an dieses Ereignis, die bisher an der Ecke Frauentorgraben/Zeltnerstraße stand, integrieren wird.

Aufgrund der Zusammenarbeit zwischen den Joint-Venture-Partnern GBI AG und Premier Inn als Betreiber sowie den Architekten von gmp war es Möglich, den mit dem Gestaltungsbeirat und Stadt abgestimmten Bauantrag innerhalb von ca. zehn Wochen zur Einreichung zu bringen. "Auch die Genehmigung des Hotelprojektes angesichts der Komplexität und Bedeutung innerhalb eines halben Jahres ist besonders bemerkenswert und darf hierbei nicht unerwähnt bleiben", lobt Steven Schachtschneider, Director of Real Estate Management, die Schnelligkeit der fränkischen Behörden sowie das gesamte Projektteam. Der Entwurf für das Gesamtensemble aus dem neuen Verwaltungsgebäude der AOK-Direktion Mittelfranken und damals einem noch nicht in der Nutzung spezifizierten zweiten Gebäude setzte sich im Rahmen eines europaweiten Verhandlungsverfahrens durch.

Die GBI AG und ihre Schwestergesellschaft GBI Wohnungsbau GmbH entwickeln Hotel-,  Apartment- und Wohnprojekte. Allein oder mit Partnern konnten seit der Gründung im Jahr 2001 Immobilien in Deutschland und Österreich mit einem Volumen von rund 1,7 Milliarden Euro verkauft bzw. platziert werden. Die Hotelprojektentwicklungen der GBI AG umfassen rund 14.000 Zimmer. Das Unternehmen ist für alle relevanten nationalen und internationalen Marken in den Segmenten Budget bis Up Scale tätig. Dabei ist der Longstay-Bereich besonders stark gewachsen.


 

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