Geschäftsreisen der Zukunft? Singapur eröffnet Connect@Changi mit Corona-Konzept

| Hotellerie Hotellerie

Seit fast einem Jahr sind die Grenzen Singapurs wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Anzeichen für eine allgemeine Öffnung gibt es bislang nicht. Für Geschäftsreisende ist der Stadtstaat jedoch eine wichtige Destination, so dass es für diese Zielgruppe bald eine Ausnahme geben könnte. So wurde nun ein neues Hotelkonzept eröffnet, dass sicheres Tagen zurückbringen soll.

Das Connect@Changi in der Nähe des Changi-Flughafens soll ein Coronavirus-sicheres Hotel- und Konferenzzentrum sein, in dem die Gäste unter anderem über Gegensprechanlagen durch Glasscheiben kommunizieren können. Geschäftsreisende können mit einem Aufenthalt im Hotel die zweiwöchige Quarantäne-Regelung umgehen, wenn sie für die Dauer ihres Aufenthaltes in der Anlage bleiben. Ein Ausflug in die Satdt ist also nicht möglich. 

Die Anlage wurde in der vergangenen Woche eröffnet und verfügt zunächst über 150 Gästezimmer und 40 Tagungsräume, die Platz für bis zu 22 Personen bieten. In der Zukunft soll das Hotel auf 660 Zimmer erweitert werden. Für die Verpflegung steht vor jedem Zimmer ein Regal, auf dem die Hotelmitarbeiter Speisen abstellen können, ohne mit den Gästen in Kontakt treten zu müssen. 

Geschäftsreisende müssen vor der Anreise einen negativen COVID-19-Test vorweisen. Bei Ankunft wird ein weiterer Test verlangt. Bis die Ergebnisse vorliegen, müssen die Gäste auf ihren Zimmern bleiben. Je nach Aufenthaltsdauer werden die Tests in regelmäßigen Abständen wiederholt. Sind die Tests negativ, dürfen sich die Gäste frei im Komplex bewegen. 

Die Besucher können dann persönliche Geschäftstreffen mit Einheimischen in Konferenzräumen abhalten, in denen es luftdichte Glasscheiben gibt, die die Menschen auf beiden Seiten von einander trennen. Zudem verfügt das Hotel über unterschiedliche Ein- und Ausgänge sowie unterschiedliche Belüftungssysteme. Müssen zum Beispiel Dokumente unterschrieben werden, werden diese zuvor desinfiziert, bevor sie von einer Seite auf die andere gelangen. 

Singapur sieht das neue Hotelkonzept jedoch nicht als vorübergehende Lösung an. In einem Werbevideo über die Einrichtung heißt es, dass "Singapur den Weg nach vorne ebnet, damit sich Geschäftsleute auf der ganzen Welt wieder treffen können", und dass dies "für die neue Normalität konzipiert" sei.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Marriott International wandelt die Münchner Immobilie Dein Apart in ein Hotel der Marke Element by Marriott um. Das Haus in Unterföhring soll im September 2026 mit 561 Studios und Apartments für längere Aufenthalte eröffnen.

Das 25hours Hotel beim MuseumsQuartier in Wien hat die Neugestaltung des Lobbybereichs abgeschlossen. Neben veränderten Raumstrukturen und Arbeitsbereichen wurde das Design grundlegend überarbeitet.

Die Kempinski Group will künftig wieder stärker auf eigene Hotelimmobilien setzen. Konzernchefin Barbara Muckermann begründet den Strategiewechsel mit veränderten Erwartungen wohlhabender Gäste: „Sie bezahlen für etwas Unverwechselbares. Sie bezahlen nicht für Vanillejoghurt.“

Der Gassenhof in Ratschings bei Sterzing kündigt für den Sommer 2026 umfangreiche Neuerungen an. Geplant sind neue Suiten, zusätzliche Familienbereiche im Wellnessangebot sowie ein neues Restaurantkonzept.

Das ehemalige Hotel Schloss Spyker auf Rügen soll im Juni 2026 zwangsversteigert werden. Der angesetzte Verkehrswert für das frühere Hotelensemble liegt laut amtlicher Bekanntmachung bei 2,84 Millionen Euro.

Die Dormero Hotelgruppe übernimmt das Hotel Mader im oberösterreichischen Steyr mit 59 Zimmern. Das Unternehmen erweitert damit seine Präsenz auf dem österreichischen Markt auf insgesamt fünf Hotelstandorte und prüft bereits weitere Objekte.

BWH Hotels hat Gäste über einen monatelangen Zugriff auf Reservierungsdaten informiert. Laut einem Schreiben des Technologiechefs Bill Ryan waren personenbezogene Daten betroffen, Zahlungsinformationen jedoch nicht.

Laut einer Marktanalyse von Christie & Co erzielen privat geführte Hotels in Wien höhere Zimmerpreise als Markenhotels. Gleichzeitig nimmt der Wettbewerbsdruck im Wiener Hotelmarkt nach Angaben des Unternehmens weiter zu.

Das Wirtschaftsmagazin Forbes führt den Motel-One-Mitgründer Dieter Müller in seiner aktuellen Liste der Milliardäre. Nach Angaben des Magazins verfügt Müller über ein Vermögen von 1,3 Milliarden US-Dollar. In der weltweiten Rangliste wird er auf Platz 2994 geführt.

Der „Room Service Benchmark Report 2026“ von SuitePad basiert auf mehr als 200.000 digitalen Bestellungen aus über 500 Hotels. Laut Bericht gehört das Club Sandwich weltweit zu den meistbestellten Room-Service-Produkten.