Google setzt Hotels mit Ferienwohnungen gleich

| Hotellerie Hotellerie

Verbraucher, die bei Google nach Unterkünften an einem Reiseziel suchen, bekommen in den Suchergebnissen jetzt neben Hotels auch Ferienunterkünfte angezeigt. Der Suchmaschinenriese wolle mit dem neuen Angebot das Interesse der Nutzer besser bedienen. Im letzten Jahr seien etwa Suchanfragen nach „Unterkunft am Strand“ weltweit um mehr als 100 Prozent gestiegen. Daher sollen Ferienwohnungen und Hotels bei den Suchergebnissen nun kombiniert angezeigt werden.

Der 2019 eingeführte Filter „Ferienwohnungen“ bleibt für Nutzer erhalten, die die Ergebnisse auf Nicht-Hotel-Objekte beschränken möchten. Ohne diesen Filter werden standardmäßig beide Arten von Unterkünften angezeigt, heißt es dazu auf PhocusWire.com. „Wir haben seit Beginn der Pandemie ein wachsendes und anhaltendes Interesse an Ferienunterkünften festgestellt und unser Produkt entsprechend weiterentwickelt, um diesen Nutzerwünschen gerecht zu werden. Mit dieser Einführung zeigen wir zum ersten Mal Ergebnisse, die sowohl Hotels als auch Ferienwohnungen kombinieren, wenn ein Nutzer nach einer Unterkunft sucht“, sagte ein Unternehmenssprecher.

In der Tourismus-Branche gehen die Meinungen auseinander. „Von einem Innovator ist Google zu einem bloßen Nachahmer geworden“, sagt beispielsweise Max Starkov, ein Berater für Hotel- und Reisetechnologie. Tim Choate, CEO von Red Awning, einem Google-Vermietungspartner, sieht das anders: „Ich denke, diese Änderung bei Google spiegelt die Tatsache wider, dass Ferienvermietungen zu den wichtigsten Unterkünften geworden sind, nicht zu alternativen Unterkünften.“ 
 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Für 165 Hotels der insolventen REVO Hospitality Group sind Investorenlösungen gefunden worden. Der überwiegende Teil der rund 5.450 Hotelarbeitsplätze soll erhalten bleiben. Dagegen werden die Arbeitsverhältnisse von 450 Mitarbeitern der Unternehmenszentrale nicht fortgeführt.

Bei den Akzent Hotels haben in den vergangenen Monaten fünf Häuser innerhalb des Netzwerks einen Generationswechsel vollzogen. Die neuen Betriebsleiter rekrutierten sich dabei aus der Gruppe der sogenannten Jungen Akzentler.

Das Davoser Fünf-Sterne-Hotel Seehof stellt seinen Sommerbetrieb zum 14. Juni 2026 ein. Die Betreiberin Revo Hospitality Group verweist auf Synergien mit dem ebenfalls in Davos betriebenen Grandhotel Belvédère.

Die Motel One Group hat zum 1. Juni 2026 zwei bislang von der Revo Hospitality Group betriebene Hotels in Kiel übernommen. Für die Immobilien wurde ein neuer Mietvertrag über 25 Jahre abgeschlossen.

Die Bülow AG hat den Verkaufsprozess für den Porsche Design Tower Stuttgart gestartet. Das 2023 fertiggestellte Gebäude umfasst Hotel- und Büroflächen mit insgesamt rund 16.500 Quadratmetern Mietfläche.

Das Flensburger Boutiquehotel Petuh begeht sein fünfjähriges Bestehen. Nach einer umfassenden Sanierung infolge einer Sturmflut im Jahr 2023 setzt das Haus weiter auf eine Ausrichtung für Erwachsene, die Abstand vom Alltag suchen.

Das ehemalige Grandhotel Hessischer Hof in Frankfurt am Main hat zum 1. Juni 2026 als Taj Hessischer Hof Frankfurt wieder eröffnet. Betreiber ist die Indian Hotels Company Limited. Das Hotel war seit Ende 2020 geschlossen. Mit der Wiedereröffnung bringt die indische Hotelmarke Taj ihr Angebot erstmals auf das europäische Festland.

Das Hotel Golebiewski in Pobierowo eröffnet Ende Juni mit 500 Zimmern und umfangreichen Freizeitangeboten. Das Projekt gilt als größtes Hotel an der polnischen Ostseeküste und strebt eine Kapazität von über 1.200 Zimmern an.

SV Deutschland übernimmt ab September die exklusive Verantwortung für den Hospitality-Betrieb im neuen Präventionszentrum Previer in der Hamburger HafenCity. Das Leistungsspektrum umfasst die Verpflegung sowie den Betrieb von 234 Zimmern.

Anzeige

Das Restaurant ist montags halb leer. Die Lobby steht tagsüber weitgehend ungenutzt. Zehn Zimmer bleiben unter der Woche regelmäßig frei. Solche Situationen kennen die meisten Hoteliers. Lange Zeit lautete die zentrale Frage: Wie bekommen wir diese Kapazitäten verkauft? Heute stellen sich viele Häuser eine zweite Frage: Wie können wir sie nutzen?