Großes Umsatzrisiko - Was es bei Wasserschäden in Hotelzimmern zu beachten gibt

| Hotellerie Hotellerie

Leitungswasserschäden zählen zu den häufigsten Schadenursachen im Hotel und können erhebliche wirtschaftliche Folgen nach sich ziehen. Insbesondere gesperrte Zimmer und daraus resultierende Umsatzeinbußen führen zu Belastungen. Ein neuer Leitfaden zeigt die Risiken auf und sagt, wie sich Hoteliers absichern können.


Hier den Leitfaden zu den Leitungswasserschäden direkt herunter laden.


Leitfaden beschreibt Zimmerausfälle als zentrale wirtschaftliche Folge

Nach Angaben des Unternehmens zeigt der Leitfaden, dass Leitungswasserschäden zu den häufigsten Schadenursachen im Hotelbetrieb zählen. Neben Reparaturkosten seien vor allem nicht verfügbare Zimmer wirtschaftlich relevant.

Dem Leitfaden zufolge werden Schäden wie undichte Leitungen oder Rohrbrüche häufig erst erkannt, wenn Feuchtigkeit sichtbar wird. Zu diesem Zeitpunkt seien Böden, Wände oder Einrichtung oft bereits betroffen. In der Folge müssten Zimmer teilweise über Wochen oder Monate gesperrt werden.

Zur Veranschaulichung nennt der Leitfaden ein Beispiel: Bei einer durchschnittlichen Auslastung von 70 Prozent und einem Zimmerpreis von 150 Euro könne ein Ausfall von 60 Tagen zu einem Umsatzeinbruch von über 6.000 Euro führen, ohne zusätzliche Erlöse zu berücksichtigen.

Typische Schadensursachen in Hotels im Leitfaden zusammengefasst

Der Leitfaden benennt laut Mitteilung mehrere wiederkehrende Ursachen für Leitungswasserschäden. Dazu zählen unter anderem alternde Rohrleitungen, undichte Verbindungen, Defekte an Heizungs- und Klimaanlagen sowie verstopfte Abflüsse.

Auch unentdeckte Leckagen in wenig genutzten Bereichen werden genannt. Diese Schäden entwickelten sich häufig schleichend und blieben über längere Zeit unbemerkt.

Technische Systeme zur Früherkennung werden im Leitfaden dargestellt

Ein weiterer Bestandteil des Leitfadens ist laut Unternehmen die Darstellung technischer Möglichkeiten zur Prävention. Dazu gehören Wasserwarnsysteme, Sensoren zur Feuchtigkeitsmessung sowie digitale Systeme zur Erkennung von Verbrauchsabweichungen.

Auch KI-gestützte Anwendungen zur Analyse von Nutzungsprofilen werden aufgeführt. Diese könnten dazu beitragen, Schäden frühzeitig zu erkennen und Folgeschäden zu reduzieren.

Leitfaden erläutert Anforderungen an Versicherungsschutz im Schadenfall

Darüber hinaus befasst sich der Leitfaden mit der Absicherung wirtschaftlicher Risiken. Neben der Regulierung von Gebäudeschäden wird insbesondere auf die Bedeutung von Ertragsausfallversicherungen verwiesen, die Einnahmeverluste bei nicht nutzbaren Zimmern abdecken sollen.

Nach Angaben von LEUE & NILL weist der Leitfaden darauf hin, dass klassische Berechnungen von Betriebsunterbrechungsschäden häufig auf Vergangenheitswerten basieren. Faktoren wie Saisonalität oder Auslastungsspitzen würden dabei nicht immer vollständig berücksichtigt.

Zur Berechnung nennt der Leitfaden unter anderem Parameter wie Ausfalltage, durchschnittliche Auslastung sowie Deckungsbeiträge für Zimmer und Nebenerlöse.


Hier den Leitfaden zu den Leitungswasserschäden direkt herunter laden.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das The Ritz-Carlton, Berlin hat auf der dritten Etage einen saisonalen Hochgarten eröffnet. Die Sommerbar öffnet wetterabhängig montags und kann an den übrigen Tagen für Veranstaltungen mit bis zu 40 Personen gebucht werden.

Der Wert des investmentrelevanten deutschen Hotelmarktes ist 2025 nach Berechnungen von bulwiengesa und Union Investment auf 66,1 Milliarden Euro gestiegen. Neue Hotelzimmer trugen den größten Teil zum Zuwachs bei, während Bestandswerte nur leicht zulegten.

Das Bristol Berlin bekommt nach umfassender Modernisierung eine neue Markenheimat. Das Traditionshotel am Kurfürstendamm wird als erstes Haus in Deutschland Teil der Vignette Collection von IHG Hotels & Resorts. Eigentümer Aroundtown will die letzten Arbeiten bis Ende 2026 abschließen.

Künstliche Intelligenz soll nach Einschätzung von Accenture künftig einen größeren Teil der Reiseplanung übernehmen. Während viele Verbraucher einem KI-Agenten bereits die Zusammenstellung einer kompletten Reise anvertrauen würden, wollen sie die Auswahl des Hotels häufig weiterhin selbst treffen.

Die irische Hotelmarke The Dean expandiert weiter auf dem deutschen Markt und eröffnet ein neues Haus im Münchner Westend. Das Hotel kombiniert ein vom bayerischen Jugendstil inspiriertes Design mit einem modernen japanischen Gastronomiekonzept.

Das Kölner Hopper Hotel St. Josef wurde neugestaltet, die Zimmer und öffentlichen Bereiche erhielten ein neues Designkonzept. Das Projekt verbindet den Erhalt historischer Bausubstanz mit nachhaltigen Materialien und moderner Ausstattung.

Nach einem Bericht des SWR haben zwei Mainzer Hotels sämtlichen Beschäftigten gekündigt. Die Gewerkschaft NGG vermutet einen Zusammenhang mit einer geplanten Betriebsratsgründung, während die Hotelgruppe von dringenden betrieblichen Erfordernissen spricht.

Der geplante Verkauf des ehemaligen Dorint-Hotels am Stausee Bitburg an die Interspa-Gruppe ist gescheitert. Damit können auch die im Frühjahr 2025 vorgestellten Pläne für ein Familien- und Wellness-Resort vorerst nicht umgesetzt werden.

Scandic und Axfast planen in Stockholm ein unterirdisches Hotel mit 135 fensterlosen Zimmern. Das Haus soll 2027 eröffnen und in einem umgebauten Gebäude unter der Drottninggatan, der bekanntesten Einkaufsstraße Stockholms, entstehen.

Limehome hat im ersten Halbjahr 2026 nach eigenen Angaben neue Partnerschaften geschlossen und seine Expansion in mehreren europäischen Märkten fortgesetzt. Dazu gehören ein erstes Projekt mit Aroundtown in Frankfurt sowie weitere Vorhaben in Deutschland, Großbritannien, Italien, Belgien und den Niederlanden.