Hamburger RIMC Hotels & Resorts Gruppe wird neue Hotelbetreiberin im Bunker St. Pauli

| Hotellerie Hotellerie

Die Hamburger RIMC Hotel & Resorts Gruppe hat die Ausschreibung für den Betrieb eines Hotels und von Gastronomieflächen in der Aufstockung des Bunker St. Pauli gewonnen. Jetzt wurde der Vertrag zwischen RIMC und der Vermieterin EHP Erste Hamburger Projektmanagement GmbH sowie der Bauherrin Matzen Immobilien KG unterzeichnet. Das Hotel im Bunker St. Pauli wird 136 Zimmer umfassen sowie unterschiedliche gastronomische Outlets. Die zukünftige Hotelmarke wird zeitnah bekanntgegeben. 

Die Verwirklichung des „grünen Bunker St. Pauli“, der durch die Bauherrin Matzen Immobilien KG privatfinanziert wird, gilt als Paradebeispiel gelungener Bürgerpartizipation. Im Hinblick auf den aktuellen weltweiten Baustoffmangel ist die Fertigstellung für das erste Halbjahr 2022 geplant.

Seit Mitte 2019 wird der Hochbunker im Herzen der Hansestadt um fünf pyramidenartige Geschosse erweitert. Dabei sind das Hotel und die zugehörigen Gastronomieflächen ein Teil des landschaftsarchitektonischen Pionierprojekts.

Visuelles Highlight ist der für alle frei zugängliche Dachgarten, der wohl in ganz Deutschland einzigartig ist: mit einem Panoramablick über Hamburg, in Sichtachse zur Elbphilharmonie, mit einem bepflanzten „Bergpfad“, der rund um die Außenfassaden nach oben führt. Zusätzlich erhält der Bunker zum ersten Mal einen Gedenk- und Informationsort für die Opfer des NS-Regimes und des Zweiten Weltkrieges. Zudem entstehen Räume für Stadtteilkultur, Ausstellungsflächen, Unterkünfte für Stipendiaten und Künstler. 

Paul Hahnert, EHP-Geschäftsführer und Projektleiter: „Es gab sehr schnell ein großes nationales und internationales Interesse, nachdem in der Corona-Krise die Zusammenarbeit mit dem ursprünglichen Hotelpartner endete (Tageskarte berichtete). Für uns war wesentlich, dass der neue Hotelbetreiber sich authentisch einfügt in die pulsierende Kreativszene der Umgebung. Deshalb freuen wir uns sehr über den neuen Hamburger Partner. Die RIMC Hotels & Resorts Gruppe kennt schon aufgrund der räumlichen Nähe bestens die Historie des Bunkers und seine herausragende Bedeutung für die Stadt und das Quartier. Das für diesen unverwechselbaren Standort maßgeschneiderte Konzept zeigt, dass die RIMC enorm viel Herzblut in dieses einzigartige Projekt investiert.“

Marek N. Riegger, CEO RIMC Hotels & Resorts Gruppe: „Ein einmaliges und prägnantes Gebäude für Hamburg. Als Hamburger Unternehmen freuen wir uns sehr, Partner für dieses außergewöhnliche Hamburger Projekt zu sein. Wir sind uns der Verantwortung für den Standort, die Stadt und weit über die Grenzen hinaus bewusst und werden unsere ganze Erfahrung einbringen, um eine sehr gute Ergänzung in der zukünftigen Betreibung des Hotels und den gastronomischen Einrichtungen auf dem Bunker zu sein. Eine Herausforderung, die wir gerne annehmen. Weitere Details zur Konzeption werden wir zeitnah bekannt geben.“


Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Budgetkette a&o kauft ein 31.000 Quadratmeter großes Bürogebäude nahe dem Berliner Checkpoint Charlie. Bis 2027 entsteht dort für 40 Millionen Euro das größte Hostel Europas mit 2.500 Betten.

Die britische Wettbewerbsbehörde CMA ermittelt gegen die Hotelriesen Hilton, Marriott und IHG. Im Fokus steht der Verdacht auf Datenaustausch über die Analyseplattform STR von CoStar. Alle vier Unternehmen werden derzeit untersucht.

Ab Sommer 2026 erhebt Stuttgart eine Übernachtungssteuer von drei Euro pro Gast. Die Stadt erwartet dadurch jährliche Einnahmen von zehn Millionen Euro und setzt auf eine rein digitale Abwicklung für Hotels und Privatvermieter. Die Hotelbranche kritisiert die zusätzliche Kostenlast.

Starwood Hotels setzt unter der Leitung von Raul Leal auf ein kontrolliertes Wachstum. Mit Fokus auf Luxus, Nachhaltigkeit und die Integration von Wohnresidenzen plant die Gruppe bis 2028 zahlreiche internationale Neueröffnungen, ohne dabei die wirtschaftliche Rentabilität aus den Augen zu verlieren.

Der europäische Hotelinvestmentmarkt verzeichnete 2025 mit über 27 Milliarden Euro das stärkste Jahr seit 2019. Getrieben durch verbesserte Performance und günstigere Kreditbedingungen stiegen die Transaktionen europaweit um 23 Prozent, wobei auch der deutsche Markt ein deutliches Plus von 50 Prozent verbuchen konnte.

Die Münchener Arabella Hospitality expandiert nach Ibiza: Mit dem ersten Hotel-Management-Vertrag übernimmt die Gruppe das Ibiza Corso Hotel & Spa. Nach einer umfassenden Renovierung wird das Haus 2027 als Teil der Autograph Collection neu positioniert – inklusive des legendären Clubs Lio Ibiza.

Das Grandhotel Bad Pyrmont wechselt im Sanierungsprozess in ein Regelinsolvenzverfahren. Ein Insolvenzplan soll nun die hohen Mehrkosten beim Brandschutz auffangen und die baldige Wiedereröffnung des geschichtsträchtigen 150-Zimmer-Hauses ermöglichen.

Das ehemalige Renaissance Hotel in Düsseldorf-Mörsenbroich wird zwangsversteigert. Das Amtsgericht setzt den Verkehrswert für den seit 2019 leerstehenden Gebäudekomplex auf über 19 Millionen Euro an. Am 8. Mai 2026 entscheidet sich die Zukunft des markanten Standorts an der Münsterstraße.

Ruhige Nebensaison, neue Seenlandschaft, mehr Übernachtungen im Flughafen-Umfeld: Brandenburgs Tourismus bleibt aus Sicht der Branche stabil. Sorgen macht die Gastronomie.

Der Falkensteinerhof in Vals startet mit neuer 4-Sterne-Superior-Klassifizierung in die Wintersaison 2025/26. Neben baulichen Erweiterungen fokussiert das familiengeführte Haus auf ein geschärftes Kulinarik-Konzept und ergänzte Angebote für Familien.