Hotel Arbez: Ein Hotel in zwei Ländern

| Hotellerie Hotellerie

Das Hotel Arbez liegt in zwei Ländern. Genauer gesagt verläuft die Ländergrenze zwischen Frankreich und der Schweiz direkt durch das Hotel. Das führt seit über 100 Jahren zu skurrilen Situationen, die nicht nur die Küche vor Herausforderungen stellt.

Denn wer im hoteleigenen Restaurant zu Gast ist, darf längst nicht alle Speisen der Karte bestellen. Das ist nämlich vom Sitzplatz abhängig, den der Gast gewählt hat. Auf der französischen Seite darf zum Beispiel keine Portion Tomme Vaudoise geordert werden, weil die strengen europäischen Vorschriften für nicht-pasteurisierte Milchprodukte vorschreiben, dass der Schweizer Käse nicht auf die französische Seite gelangen darf. Einige französische Spezialitäten wie die Saucisse de Morteau hingegen sind im Schweizer Teil nicht zu bekommen, da die Wurstsorte nicht in der Schweiz vertrieben werden darf.

Auch Kartenspieler müssen vorsichtig sein. Wie das Magazin Stern berichtet, seien zwar Spiele im Hotel Arbez generell erlaubt, jedoch dürften dabei keine Karten die Länderseite wechseln.

Historisch hat das Hotel ebenfalls schon immer eine besondere Rolle gespielt. So diente das Hotel während des Zweiten Weltkriegs als Unterschlupf für flüchtende Menschen aus Frankreich. Denn die deutschen Soldaten durften nach der Besetzung Frankreichs zwar den französischen Teil des Hotels nutzen, der Schweizer Teil war aufgrund der Neutralität des Alpenstaats allerdings tabu.  Für sein Engagement wurde der damalige Besitzer des Hotels, Max Arbez, mehrfach geehrt. Unter anderem kannte ihn die israelische Gedenkstätte Yad Vashem als „Gerechter unter den Völkern“ an.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Urlaub an der Nordseeküste, auf den Ostfriesischen Inseln und in der Lüneburger Heide: Die Zahl der Gäste und Übernachtungen übertrifft erstmals das Vor-Corona-Niveau.

Die Schweizer Beherbergungsbranche erreicht 2025 mit fast 44 Millionen Übernachtungen einen neuen Rekord. Während Stadthotels und Fernmärkte wie China und die USA das Wachstum treiben, belasten steigende Kosten und sinkende Margen die Betriebe.

Das Bio Berghotel Ifenblick im Allgäuer Bergdorf Balderschwang hat nach umfangreichen Umbaumaßnahmen neu eröffnet. Zentraler Bestandteil ist das neu geschaffene Panorama-Spa mit Outdoor-Infinity-Pool und Hallenbad.

Das Conrad Hamburg erweitert sein Angebot im Levantehaus um ein 1.000 Quadratmeter großes Spa. Neben dem größten Hotelpool der Stadt setzt das Haus auf ein neuartiges Longevity-Konzept mit medizinisch orientierten Anwendungen.

Das Grand Hotel Central in Barcelona hat sein Wellness-Angebot erweitert. Auf der hoteleigenen Dachterrasse „La Terraza del Central“ wurde eine Panorama-Sauna in Betrieb genommen, die Gästen einen direkten Blick über die Stadt ermöglicht.

Limehome baut sein Angebot in München massiv aus. Durch die Übernahme des Hotel Miano in Pasing und einen geplanten Neubau nahe dem Hauptbahnhof kommen 174 neue Einheiten zum Portfolio hinzu. Der Fokus liegt dabei auf der digitalen Transformation bestehender Hotelstrukturen.

Die Region Hannover bleibt das Schlusslicht bei der deutschen Hotelzimmerauslastung. Während andere Großstädte deutlich höhere Werte erzielen, streitet die Branche in Hannover über die Verwendung der Beherbergungssteuer und fordert eine effektivere Vertriebsstrategie für den Tourismusstandort.

Hamburg festigt seine Rolle als Tourismusmagnet: Mit 16,5 Millionen Übernachtungen und der bundesweit höchsten Hotelauslastung blickt die Hansestadt auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Für 2026 versprechen große Jubiläen, neue Musical-Premieren und Museumsprojekte weiteres Wachstum.

Mit der Eröffnung des Palazzo San Gottardo Lake Como bringt die Radisson Hotel Group ihre Radisson Collection erstmals nach Como. Das restaurierte Gebäude aus dem Jahr 1926 kombiniert historische Architektur mit drei Gastronomiekonzepten und einem Spa-Bereich.

Die Seminaris Hotels machen Zero Waste zum festen Grundprinzip in der Veranstaltungsgastronomie. Bis Ende 2026 soll der Anteil nachhaltiger Speisekonzepte in allen acht Häusern deutlich ausgebaut werden.