Hotelbetrieb der Burg Schnellenberg meldet Insolvenz an

| Hotellerie Hotellerie

Die Bilsing Hotelbetrieb GmbH & Co. KG, welche das Hotel und Restaurant auf der Burg Schnellenberg in Attendorn betreibt, hat laut Sauerlandkurier Ende April ein Insolvenzverfahren eingeleitet. Wie aus der offiziellen Insolvenzbekanntmachung hervorgeht, ordnete das Amtsgericht Siegen das Verfahren am 24. April an. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Rechtsanwalt Dr. Jan Janßen aus Siegen bestellt. Die Burg, die im 13. Jahrhundert errichtet wurde, beherbergt seit den 1920er-Jahren Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe der Familie Bilsing.

Geschäftsbetrieb läuft unverändert weiter

Trotz des laufenden Verfahrens werden das Hotel und das angeschlossene Restaurant aktuell weitergeführt. Pächter Thomas Bilsing bestätigte in einem Gespräch mit dem Sauerlandkurier, dass der Betrieb vollumfänglich aufrechterhalten wird. Er gab an, dass man sich derzeit in einem sehr frühen Stadium des Prozesses befinde. Der vorläufige Insolvenzverwalter müsse zunächst die wirtschaftliche Situation bewerten und die Interessen der Gläubiger prüfen. Bilsing betonte gegenüber dem Medium, dass er eng mit der Insolvenzverwaltung zusammenarbeite, um ein positives Ergebnis für den Standort zu erzielen.

Pächter strebt Fortführung an

Ein zentrales Ziel des aktuellen Prozesses ist laut Angaben des Pächters die dauerhafte Fortführung des Hotelbetriebes auf der Burg Schnellenberg. Hierzu finden laut Bilsing auch Abstimmungen mit dem Verpächter der Burganlage statt. Man gehe davon aus, dass ein Interesse an einer Fortführung der Nutzung bestehe. Der Pächter erklärte gegenüber dem Sauerlandkurier, dass der Erhalt des Standortes nur durch den weiteren Besuch von Gästen gesichert werden könne. Das Team des Hauses arbeite intensiv daran, den Fortbestand des Unternehmens zu gewährleisten.

Historische Burganlage 

Die Burg Schnellenberg gilt laut Angaben auf der Internetseite des Hauses als eine der größten erhaltenen Burganlagen in Westfalen. Die im Biggetal bei Attendorn gelegene Anlage wird heute als Hotel der Vier-Sterne-Kategorie geführt. Neben dem Beherbergungsbetrieb umfasst das Angebot gastronomische Leistungen sowie Räumlichkeiten für standesamtliche Trauungen. Für die Küche des Hauses wurde im Jahr 2019 eine Auszeichnung mit einem Michelin-Stern vergeben. Nach einer zwischenzeitlichen Nutzung als Jugendherberge in der Vergangenheit konzentriert sich das Konzept heute auf den gehobenen Beherbergungssektor.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die MHP Hotel AG hat ihren Umsatz im ersten Quartal 2026 deutlich gesteigert. Treiber waren laut Unternehmen unter anderem neue Hotels im Portfolio sowie veränderte internationale Reiseflüsse.

 

WorldHotels erweitert sein Portfolio um eine neue Glamping-Marke. Zum Start gehören drei Standorte in den USA und Honduras, weitere Projekte werden geprüft.

Ein LinkedIn-Beitrag von Marco Nussbaum hat eine Debatte über steigende Frühstückspreise in Hotels ausgelöst. In den Kommentaren schildern Hoteliers und Branchenvertreter unterschiedliche Beobachtungen zu Preis, Angebot und Nachfrage.

In Travemünde (Lübeck) soll ein neues Hotelprojekt realisiert werden. Die DSR-Gruppe stellte jetzt das geplante Henri-Hotel vor. Das Haus soll nach Angaben der Beteiligten im Jahr 2027 eröffnet werden.

Die MHP Hotel AG hat die Neupositionierung des Andaz Vienna am Belvedere zum Hyatt Regency Vienna erfolgreich abgeschlossen. Das Haus mit 303 Zimmern setzt künftig verstärkt auf internationale Geschäftskunden und das Tagungssegment.

Die Leonardo Hotels arbeiten künftig mit der SRH Fernhochschule zusammen, um ihren Mitarbeitern vergünstigte Fernstudiengänge und Zertifikate anzubieten. Bei entsprechender Karriereplanung unterstützt der Arbeitgeber die akademische Weiterbildung zudem finanziell.

Die Althoff Hotels bringen ihre Marke Urban Loft nach Zürich und planen für 2028 die Eröffnung eines Hauses mit 173 Zimmern im ehemaligen Löwenbräu-Areal. In Zusammenarbeit mit PSP Swiss Property wird dazu ein bestehendes Bürogebäude umgenutzt.

Die irische Staycity Group expandiert in Berlin und hat einen Pachtvertrag über 20 Jahre für das Projekt Brooks on East unterzeichnet. In den zwei Türmen des Quartiers Media Spree entstehen bis 2027 insgesamt 222 Apartments der Marke Wilde.

Nach einem Großbrand im Luxushotel Klosterbräu in Seefeld ist das Feuer gelöscht. Rund 400 Einsatzkräfte waren beteiligt, sieben Personen wurden leicht verletzt, die Ursache ist noch unklar.

a&o Hostels hat eine Refinanzierung über 874 Millionen Euro abgeschlossen. Das Unternehmen plant auf dieser Basis eine weitere Expansion in europäischen Kernmärkten.