Hotelier des Jahres 2022 - Caroline von Kretschmann ausgezeichnet

| Hotellerie Hotellerie

Die Auszeichnung "Hotelier des Jahres" der ahgz Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung (dfv Mediengruppe) geht in diesem Jahr an die Geschäftsführende Gesellschafterin des Hotels der Europäische Hof in Heidelberg, Dr. Caroline von Kretschmann. Das hat eine  Fachjury entschieden. Die Laudatio hielt Dr. Uwe Schroeder-Wildberg, Vorstandsvorsitzender des Finanzdienstleisters MLP.

Mit dem Special Award wurden die beiden Co-Founder Peter Bierwirth und Klaus Kluth (Geschäftsführender Gesellschafter) sowie Petra Bierwirth-Schaal (Geschäftsführende Gesellschafterin) von der Bierwirth & Kluth Hotel Management GmbH geehrt. Ihre Leistungen würdigte Markus Lehnert, Marriott Vice President International Hotel Development mit Sitz in Zürich.

Die Auszeichnung wurde am Dienstagabend (14.6.) im Rahmen einer festlichen Gala mit rund 800 Gästen übergeben, die erstmals im Europa-Park in Rust stattfand. Der Abend, der traditionell in den zweitätigen Deutschen Hotelkongress eingebettet ist, wurde von der Fernsehmoderatorin, Autorin und Podcasterin Bärbel Schäfer zusammen mit Rolf Westermann (Juryvorsitzender und ahgz Chefredaktion) präsentiert.

Den Award Hotelier des Jahres für herausragende Leistungen in der Hotellerie gibt es seit 1990. Preisträger sind u.a. die achte Generation der Europa-Park-Familie Mack (Thomas, Michael und Ann-Kathrin Mack), Dieter Müller (Motel One), Dietmar Müller-Elmau (Schloss Elmau), Ernst Fischer (Dehoga), Anja und Christian Barth (Favorite Parkhotel Mainz), Alex Urseanu und Micky Rosen (Gekko Group), Ingo C. Peters (Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten Hamburg) und Alexander Aisenbrey (Der Öschberghof).

Die Preisträger erhielten eine Trophäe aus nachhaltigem Holz, die der italienische Stararchitekt Matteo Thun designt und produziert hat. Das Material steht für technische und ästhetische Langlebigkeit, das Design ist zeitlos. „Holz hat einen praktisch endlosen Lebenszyklus und verkörpert die Idee des Bauens im Einklang mit der Umgebung, der lokalen Kultur und Wirtschaft", erklärt Matteo Thun. „Es ist ein menschliches Haus."

Hotelier des Jahres 2022 - Caroline von Kretschmann initiiert einen vielbeachteten Transformationsprozess

Dr. Caroline von Kretschmann leitet das Luxushotel Der Europäische Hof Heidelberg mit seiner Tradition bis ins Jahr 1865 in vierter Generation und hat einen umfassenden Transformationsprozess eingeleitet mit den Schwerpunkten Nachhaltigkeit, Mitarbeiterführung und Digitalisierung. „Sie hat sich außerdem als bundesweite Stimme der Branche etabliert, die weit über die Hospitality hinaus wahrgenommen wird", heißt es in der Jury-Begründung. Schon 2006 bekamen ihre Eltern Sylvia und Ernst-Friedrich von Kretschmann den Special Award für ihre Verdienste um die Neupositionierung des familiengeführten Traditionshotels.
Mit ihrem Einstieg in den Familienbetrieb setzte Caroline von Kretschmann 2012 einen Visions-, Strategie- und Kulturprozess für den Europäischen Hof Heidelberg in Gang, der den schon seit Generationen gelebten wertorientierten Ansatz vor dem Hintergrund der Herausforderungen des digitalen Zeitalters in progressiver Weise weiterentwickelt und mit der Tradition eines Grandhotels verbindet. Das Ergebnis lautet im Kern: „Wir wollen das herzlichste 5-Sterne Stadthotel Deutschlands werden und einen Ort schaffen, an dem Menschen glückliche Momente erleben."
Die wertorientierte, empathische und kooperative Unternehmens- und Führungskultur stellt die Mitarbeitenden an erste Stelle - noch vor die Gäste und weit vor das Unternehmen. „Wir verfolgen einen höheren Sinn, der weit über das rein Ökonomische hinausgeht", sagte von Caroline von Kretschmann in Ihrer Dankesrede. Das Hotel sei ein erlebbares und berührbares Beispiel, um eine zutiefst menschenfreundliche und zugewandte Haltung in die Welt zu tragen.

Begründung des Juryvorsitzenden Rolf Westermann:
„Dr. Caroline von Kretschmann hat sich als geschäftsführende Gesellschafterin des Europäischen Hofs in Heidelberg als bundesweite Stimme der Branche etabliert, die weit über die Hospitality hinaus wahrgenommen wird. Sie leitet das Luxushotel mit seiner Tradition bis ins Jahr 1865 in vierter Generation und hat einen umfassenden Transformationsprozess eingeleitet mit den Schwerpunkten Nachhaltigkeit, Mitarbeiterführung und Digitalisierung."

Der Europäische Hof in Heidelberg
Gründung: 1865
Positionierung: 5 Sterne superior, Familienunternehmen
Vision: „Das herzlichste 5-Sterne-Stadthotel"
Credo: „Wir lieben, was wir tun"
Zimmer: 122
Auslastung (vor Corona): 55 Prozent
Durchschnittsrate: 260 Euro netto
Gäste: ca. 40.000 Gäste im Jahr, vor der Krise 75 Prozent internationale Besucher, vor allem aus den Golfstaaten und den USA
Umsatz: 12 Mio. Euro
Geschäftsführende Gesellschafterin Betriebsgesellschaft: Caroline von Kretschmann (seit 2013) und Sylvia von Kretschmann (seit 1978) Geschäftsführender Gesellschafter Besitzgesellschaft: Ernst-Friedrich von Kretschmann (seit 1969)
Kontakt: www.europaeischerhof.com

Hotelier des Jahres 2022 - Bierwirth & Kluth mit besonderer Vielfalt der Leistungen

In der Begründung zum Special Award heißt es: „Die Bierwirth & Kluth Hotel Management GmbH (B&K) war 1998 zunächst als Hotelberater und Sanierer aktiv und ist seit 2008 als Hotelentwickler und Betreiber (Franchisenehmer und Serviced Apartments mit Eigenmarke) erfolgreich tätig. Damit bietet sie Lösungen für Investoren, Banken und private Eigentümer. "Das Portfolio umfasst mittlerweile 13 Hotels plus Conference Center; B&K ist mit ca. 3000 Zimmern in unterschiedlichen Kategorien in Deutschland und Österreich präsent." Die Jury hob die besondere Vielfalt der Leistungen aus einer Hand hervor.

Peter Bierwirth gründete das Unternehmen 1998 nach einer internationalen Karriere erst im Alter von 54 Jahren u.a. zusammen mit Klaus Kluth. Seit 2018 leitet seine Tochter Petra Bierwirth-Schaal die Firma als Geschäftsführerin zusammen mit Klaus Kluth.

Nach überstandener Coronakrise arbeitet das Trio längst wieder an der Neupositionierung seiner Häuser nach Corona. Der Fokus liegt auf Umsatz- und Ratensteigerung und darauf, wieder mehr Stabilität in die Hotelteams zu bringen. „Aus dem Hier-und-jetzt-Denken der Krise sind wir raus und offen für neue Gelegenheiten", sagt Bierwirth-Schaal. Gemeint ist das Serviced-Apartments-Segment, das in der Pandemie besser abschnitt als die klassische Stadthotellerie. Hier konnten B&K jüngst die Rechte an der Marke „My4walls" erwerben, die sie einst maßgeblich mitentwickelt haben.

Begründung des Juryvorsitzenden Rolf Westermann:
„Die Bierwirth & Kluth Hotel Management GmbH (B&K) war 1998 zunächst als Hotelberater und Sanierer aktiv und ist seit 2008 als Hotelentwickler und Betreiber (Franchisenehmer & Serviced Apartments mit Eigenmarke) erfolgreich tätig. Damit bietet sie Lösungen für Investoren, Banken und private Eigentümer. Die mittlerweile 13 Hotels im Portfolio in Deutschland und Österreich mit 3000 Zimmern sowie 1 Kongresszentrum sind in unterschiedlichen Kategorien positioniert. Die Jury würdigt die beiden Co-Founder Peter Bierwirth und Klaus Kluth (Geschäftsführender Gesellschafter) sowie Petra Bierwirth-Schaal (Geschäftsführende Gesellschafterin) mit dem Special Award für die besondere Vielfalt der Leistungen aus einer Hand."

Laudator: Markus Lehnert, Marriott Vice President International Hotel Development (Sitz: Zürich) Bierwirth & Kluth
Gegründet: 1998
Unternehmenssitz: Wiesbaden
Gründer: Peter Bierwirth, Klaus Kluth, Jürgen Gölkel und Peter Puls
Heutige Gesellschafter: Klaus Kluth, Petra Bierwirth-Schaal, Andreas Bierwirth
Geschäftsführer: Klaus Kluth, Petra Bierwirth
Tätigkeitsfeld: Entwicklung und Betreibung von Hotels und Serviced Apartments mit langfristigen Pacht- und Managementverträgen – sowohl als Franchisenehmer als auch mit eigenen Marken
Partner: Marriott International, Intercontinental Hotels & Resorts
Hotels: 13 Häuser – davon 10 Franchise (Marriott/ IHG), 3 Eigenmarke, 1 Kongresszentrum
Kategorien: Business- und Konferenzhotels sowie Serviced Apartments eigener Marke – im 2- bis 4-Sterne-Bereich
Zimmer: Rund 3000, davon 2560 Zimmer und 470 Apartments
Umsatz (vor Corona): rund 90 Millionen Euro mit 10 Häusern
OCC (vor Corona): 75 Prozent
Durchschnittsrate (vor Corona): 90 Euro
RevPar (vor Corona): 68 Euro
Mitarbeiter: rund 500, davon 20 im Headoffice
Kontakt: www.bierwirth-kluth.de


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Eröffnung des Motel One in Koblenz ist für den Spätsommer 2026 terminiert. Der Neubau in der Löhrstraße kombiniert 177 Zimmer mit einer öffentlichen Bar und einer Dachterrasse, die einen Panoramablick auf die Festung Ehrenbreitstein bietet.

Minor Hotels schließt das Jahr 2025 mit einer Gewinnsteigerung von 32 Prozent ab. Trotz weitreichender Renovierungen in den Hotels und globaler Unsicherheiten sorgten Kostendisziplin und eine starke Nachfrage in Europa und Asien für ein Rekordergebnis.

Das Werzers Seehotel Wallerwirt investiert 8,5 Millionen Euro in eine strategische Neupositionierung. Durch Modernisierungen und die Erweiterung des Wellnessangebots wandelt sich das Haus am Wörthersee bis April zu einem ganzjährig geöffneten Betrieb.

Der IHA präsentiert Handlungsempfehlungen zum neuen Kurzzeitvermietung-Datenaustausch-Gesetz. Das Gesetz soll für mehr Transparenz sorgen und Kommunen dabei unterstützen, Wohnraum zu schützen und faire Wettbewerbsbedingungen im Beherbergungssektor zu schaffen.

In den aktuellen Geschäftsberichten der globalen Hotelkonzerne taucht ein neuer, gewichtiger Risikofaktor auf. Die Unternehmen warnen vor den Auswirkungen Künstlicher Intelligenz auf die bisherigen Vertriebsstrukturen. Branchenexperten, wie Marco Nussbaum, sehen darin ein deutliches Signal für eine mögliche Verschiebung der Machtverhältnisse in der digitalen Distribution.

Das Hotel Steigenberger Camp de Mar auf Mallorca sieht sich mit wirtschaftlichen Konsequenzen durch Medienberichte über angebliche Verbindungen zum iranischen Finanzwesen konfrontiert. Das Hotel ist über einige große Plattformen derzeit nicht buchbar. Das Hotelmanagement betont die rechtliche Unabhängigkeit.

Die wirtschaftliche Krise bei der Revo Hospitality Group führt anscheinend aktuell zu Betriebseinstellungen in Deutschland. Wie verschiedene Medien übereinstimmend berichten, stehen nach der im Januar angemeldeten Insolvenz nun zwei Häuser fest, die derzeit nicht buchbar sind.

Hyatt Hotels schließt seine Transformation zum Asset-Light-Unternehmen ab und meldet für 2025 Erlöse von 7,1 Milliarden US-Dollar. Trotz eines bilanziellen Nettoverlusts durch den Konzernumbau übertrifft das operative Ergebnis im Luxussegment die Erwartungen, während die Rekord-Pipeline von 148.000 Zimmern den Wachstumskurs für 2026 sichert.

Mandarin Oriental erweitert das Portfolio in Ägypten durch die Übernahme des Old Cataract in Assuan und des Winter Palace in Luxor. Erstmals bietet die Gruppe zudem eine eigene luxuriöse Flusskreuzfahrt auf dem Nil an.

Longevity ist in aller Munde – doch was steckt dahinter und wie wird das überhaupt ausgesprochen? Ein neues Symposium in Kitzbühel liefert Fakten für Hoteliers, die Langlebigkeit als Geschäftsmodell nutzen wollen.