Hotelinvestmentmarkt Österreich 2025: Transaktionsvolumen deutlich gesunken

| Hotellerie Hotellerie

Der Hotelinvestmentmarkt in Österreich verzeichnet im Jahr 2025 einen deutlichen Rückgang bei Transaktionen und Volumen. Wie aus einer aktuellen Analyse des Hotelbrokers Austria Real GmbH hervorgeht, sank das Transaktionsvolumen laut Mitteilung auf rund 142,2 Millionen Euro, was einem Minus von 43 Prozent gegenüber 2024 entspricht. Gleichzeitig reduzierte sich die Anzahl der Hoteldeals von 105 auf 47 Abschlüsse.

Die Daten basieren nach Angaben des Unternehmens auf einer jährlichen Auswertung von Hotel-Asset-Transaktionen in Österreich.

Tirol bleibt führend bei Transaktionsvolumen und Anzahl der Deals

Trotz des allgemeinen Rückgangs bestätigt Tirol laut Analyse seine führende Position im österreichischen Hotelinvestmentmarkt. Mit einem Transaktionsvolumen von rund 61,4 Millionen Euro und insgesamt 16 Deals entfällt weiterhin der größte Marktanteil auf dieses Bundesland.

Nach Angaben von Austria Real wurde zudem mehr als die Hälfte der zehn größten Hoteltransaktionen in Tirol abgewickelt. Besonders aktiv zeigte sich der Markt in bekannten Tourismusorten wie Ischgl, St. Anton und Sölden, wie das Unternehmen mitteilt.

Weniger Abschlüsse führen zu selektiveren Marktbedingungen für Investoren

Die rückläufige Anzahl an Transaktionen geht laut Austria Real mit einer veränderten Marktdynamik einher. „Der Markt entwickelt sich zunehmend selektiv. Weniger Transaktionen bedeuten nicht weniger Chancen – im Gegenteil: Für gut positionierte Investoren ergeben sich aktuell interessante Einstiegsmöglichkeiten“, wird Vera Woschnagg, MBA, von Austria Real in der Mitteilung zitiert.

Das Unternehmen sieht in der Entwicklung eine veränderte Ausgangslage für Käufer, die sich aus der geringeren Zahl an Abschlüssen ergibt.

Durchschnittliches Dealvolumen steigt auf über drei Millionen Euro

Parallel zum Rückgang der Transaktionsanzahl zeigt die Analyse eine Verschiebung hin zu größeren Einzeltransaktionen. Das durchschnittliche Volumen pro Deal stieg laut Angaben des Unternehmens auf etwa 3,03 Millionen Euro.

Diese Entwicklung deutet nach Darstellung von Austria Real auf eine stärkere Konzentration auf größere Hotelobjekte hin.

Salzburg und Wien bleiben relevante Märkte im Investmentgeschehen

Neben Tirol zählen auch Salzburg und Wien weiterhin zu den bedeutenden Standorten im österreichischen Hotelinvestmentmarkt. Das Investoreninteresse konzentriert sich laut Analyse jedoch vor allem auf etablierte Tourismusregionen.

Weitere Details zur regionalen Verteilung oder zu einzelnen Transaktionen nennt die Mitteilung nicht.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Premier Inn erweitert sein Portfolio in Göttingen und übernimmt eine Hotelimmobilie von der Real I.S. Die Übergabe an den neuen Betreiber erfolgte bereits zum 1. Mai, nun fand die offizielle Eröffnung des Hotels mit 144 Zimmern statt.

Das aktuelle Tourismusbarometer verdeutlicht die Diskrepanz zwischen stabiler Auslastung und sinkenden Gewinnen im österreichischen Tourismus. Hohe Kosten und verändertes Gästeverhalten zwingen die Betriebe zu weitreichenden betrieblichen Anpassungen.

Das ibis Paderborn wird aktuell in drei Phasen grundlegend modernisiert. Der Betreiber Event Hotels hat nach Abschluss der ersten Arbeiten die ersten 30 neugestalteten Zimmer für Gäste freigegeben.

Ringhotels und CPH Hotels vereinbaren eine Zusammenarbeit ab Juli 2026. Das Münchner Servicebüro von Ringhotels übernimmt künftig die operative Betreuung der CPH-Mitgliedsbetriebe.

Die Lieblingsplatz Hotels erweitern ihr Partnermodell um die Schwarzwald-Gruppe stuub Hotels & Ferienwohnungen. Die Kooperation umfasst mehrere Standorte im Schwarzwald und soll zentrale Vertriebs- und Digitalstrukturen bündeln.

People Inc. will MGM Resorts für mehr als 18 Milliarden US-Dollar übernehmen. Der Verwaltungsrat des Casino- und Hotelkonzerns prüft derzeit das Angebot des Medienunternehmens von Barry Diller.

Die Moselstern-Gruppe übernimmt zum 1. Juni 2026 den Betrieb des Boutique Hotels Moselgarten in Bullay. Das teilte Insolvenzverwalter Ingo Grünewald mit. Im Rahmen des Insolvenzverfahrens sei zudem ein regionales Investorenteam gefunden worden, das die Immobilie am Moselufer erworben habe.

Mitten im Indischen Ozean liegt die Leitung des Le Méridien Maldives Resort & Spa seit über drei Jahren in den Händen eines gebürtigen Kölners: General Manager Thomas Schult berichtet über seine Führungsphilosophie und ein neues Luxusverständnis zwischen Exklusivität und Nachhaltigkeit.

Die DSR Hotel Holding übernimmt zum 1. September 2026 das Hotel Caro & Selig am Tegernsee. Das Haus wird künftig unter der Marke A-Rosa betrieben.

Für 165 Hotels der insolventen REVO Hospitality Group sind Investorenlösungen gefunden worden. Der überwiegende Teil der rund 5.450 Hotelarbeitsplätze soll erhalten bleiben. Dagegen werden die Arbeitsverhältnisse von 450 Mitarbeitern der Unternehmenszentrale nicht fortgeführt.