IHG übernimmt elf Pentahotels

| Hotellerie Hotellerie

IHG Hotels & Resorts weitet die Präsenz in Europa durch den Abschluss langfristiger Franchiseverträge für elf Häuser aus. Wie das Unternehmen mitteilt, entstehen durch die Vereinbarung mehr als 1.800 zusätzliche Zimmer in Deutschland, Belgien und Frankreich. Die betroffenen Immobilien werden von der bisherigen Marke Pentahotels in die Markenfamilien Holiday Inn, voco und Garner überführt.

Sechs neue Standorte in Deutschland

In Deutschland umfasst das Paket sechs Hotels mit insgesamt 1.125 Zimmern, die sich unter anderem in Leipzig, Bremen und Wiesbaden befinden. Mit dieser Integration steigert das Unternehmen seine Präsenz in der Bundesrepublik auf nahezu 50 eröffnete Häuser. Die regionalen Schwerpunkte der Expansion liegen neben Deutschland auf Belgien mit vier Hotels und 497 Zimmern sowie Frankreich mit einem Standort am Flughafen Paris-Charles de Gaulle, der über 186 Zimmer verfügt.

Joint Venture übernimmt  

Die elf Hotels werden künftig von einem Joint Venture der Investmentgesellschaften Ironstone Group und Ogilvy Management gehalten. Nach Angaben des Unternehmens stellen Castlelake und Goldman Sachs die Finanzierung für das Vorhaben bereit. Der operative Betrieb erfolgt durch die in Luxemburg ansässige Hotelmanagementgesellschaft Bralower & Loewe Hospitality Partners S.à r.l., die eigens für die Führung von Markenhotels in Partnerschaft mit globalen Hotelgruppen gegründet wurde. Die vollständige Integration der Häuser in das System von IHG Hotels & Resorts ist für die erste Jahreshälfte 2027 vorgesehen.

Garner in Belgien

Mit dem Abschluss der Verträge feiert die Marke Garner laut Mitteilung ihren Markteintritt in Belgien. Karin Sheppard, SVP & Managing Director Europe bei IHG Hotels & Resorts, bezeichnet die Vereinbarung als Bestätigung für das Wachstumspotenzial des europäischen Marktes für Umwandlungsprojekte. Thomas Bralower von der Ironstone Group erklärt hierzu: „Gemeinsam sind wir entschlossen, herausragende Gastfreundschaft und maßgeschneiderte Services anzubieten, die den sich wandelnden Bedürfnissen von Reisenden in ganz Europa gerecht werden.“

Europäische Entwicklungspipeline

Aktuell verfügt IHG in Europa über mehr als 1.230 Hotels, die sich in Betrieb oder in der Entwicklung befinden. Nach Unternehmensangaben entfallen davon über 190 Häuser auf Deutschland, 70 auf Frankreich und 17 auf Belgien. Die neu unterzeichneten Verträge sind Teil einer regionalen Entwicklungspipeline, die derzeit 264 Projekte umfasst. Durch die Anbindung an die Konzernplattform verspricht sich das Unternehmen eine höhere Sichtbarkeit sowie einen gesteigerten Anteil an Direktbuchungen über das eigene Loyalitätsprogramm.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das The Baltic View auf Rügen nimmt Ende des Monats den Betrieb auf. Das erste deutsche Haus der Brionj Luxury Hotel Collection setzt auf 14 Apartments mit privater Sauna und Anbindung an ein Spa-Resort.

Donald Trump plant in Miami den Bau einer präsidentiellen Bibliothek in Form eines Hochhauses inklusive eines integrierten Hotels. Das Projekt der Trump Organization setzt auf eine multifunktionale Nutzung und eine Architektur, die an das Design von Kreuzfahrtschiffen angelehnt ist.

Der Hotelkonzern Accor hat eine Absichtserklärung zum Verkauf seiner Beteiligung an Essendi (ehemals AccorInvest) unterzeichnet. Wie das Unternehmen mitteilt, soll der Anteil von 30,56 Prozent an ein Konsortium aus Blackstone und Colony IM veräußert werden.

Das Vertrauen in den europäischen Hotelmarkt bleibt hoch: 86 Prozent der Investoren planen, ihre Kapitalallokation im Jahr 2026 beizubehalten oder zu erhöhen. Das geht aus dem „European Hotel Investor Compass 2026“ von Cushman & Wakefield hervor, wie das Unternehmen mitteilt.

Arcotel hat am 1. April 2026 ein neues Hotel in der Linzer Tabakfabrik eröffnet. Das Haus im Quadrill Tower umfasst 189 Zimmer und Konferenzflächen.

Kempinski Hotels plant die Übernahme des Augustine Hotels in Prag. Es ist die erste Akquisition der Gruppe seit mehr als 50 Jahren. Das Augustine Hotel liegt im Prager Stadtteil Malá Strana in unmittelbarer Nähe zum Waldstein-Garten.

Signo Hospitality senkt durch den Einsatz wassersparender Duscheinsätze in sechs Hotels den jährlichen Wasserverbrauch um 11,5 Millionen Liter und reduziert die Energiekosten um über 100.000 Euro.

Eine Analyse von Christie & Co zeigt für 2025 eine stabile Entwicklung der Stadthotellerie in Österreich. Gleichzeitig treten Unterschiede zwischen den wichtigsten Stadtmärkten deutlicher hervor.

Das Hamburger Hotel Louis C. Jacob identifiziert zum 235. Jubiläum das anonyme Mädchen auf Max Liebermanns berühmtem Terrassen-Gemälde als Irma Jacob. Die Klärung der Identität gelang durch Dokumente und Erzählungen eines Nachfahren in Zusammenarbeit mit der Hamburger Kunsthalle.

Living Hotels schließt die 20 Millionen Euro teure Modernisierung von 254 Maisonetten und Studios an vier Standorten ab. Im Fokus der Neugestaltung stehen veränderte Grundrisse, vergrößerte Badezimmer und in den Wohnraum integrierte Küchen.