Jordan’s Untermühle mit Wohlfühl-Coach für Mitarbeiter

| Hotellerie Hotellerie

Das rheinhessische Wellnesshotel Jordan’s Untermühle integriert unkonventionelle Rollen in seine Betriebsstruktur, um die Zufriedenheit der 55 Angestellten zu fördern. Seit knapp drei Jahren arbeitet das Vier-Sterne-Superior-Haus in Köngernheim mit einem Wohlfühl-Coach zusammen. Ziel der Inhaberfamilie Jordan ist es, durch die Investition in das Team eine beständige Basis für das Wohlbefinden der Gäste zu schaffen.

Prozessoptimierung und mentale Gesundheit im Fokus

Der externe Berater Dr. Nicole Hensler ist in der Funktion als Wohlfühl-Coach an zwei Tagen pro Woche vor Ort. Das Aufgabengebiet umfasst die kontinuierliche Optimierung von Teamprozessen sowie die Beratung bei Führungsfragen und Konfliktlösungen. Zudem unterstützt der Coach die individuelle Persönlichkeitsentwicklung der Mitarbeitenden im Rahmen von Einzelcoachings.

Die Initiative entstand aus dem Wunsch heraus, mehr Raum für mentale Gesundheit, Sinnorientierung und offene Kommunikation zu schaffen. Seit Beginn der Zusammenarbeit verzeichnet das Hotel einen stärkeren Zusammenhalt und eine geringere Fluktuation als in der Branche üblich.

Erweiterung der HR-Struktur durch BeGEISTerin

Seit Herbst 2025 wird das Konzept durch eine neue personelle Leitung ergänzt. Sarah Brang fungiert als HR-Leitung mit dem internen Titel BeGEISTerin. Ihre Aufgabe geht über die klassische Personalverwaltung hinaus und umfasst die tägliche Begleitung der sogenannten MühlenGEISTer ab dem Zeitpunkt der Rekrutierung. Gemeinsam mit dem Wohlfühl-Coach arbeitet die studierte Arbeitsrechtlerin an einem ganzheitlichen HR-Konzept, das auf Wertschätzung basiert.

Das Angebot für das Team umfasst neben Teamevents und Sporteinheiten auch Reflexionsrunden und Workshops, die für alle Positionen – von der Spülkraft bis zur Teamleitung – offenstehen. Zukünftig soll zudem ein eigenes internes Schulungssystem für Auszubildende und die Weiterbildung von Bestandskräften etabliert werden.

Pionierrolle in der familiären Hotellerie

Gastgeber Niclas Jordan sieht in der Begleitung durch Wohlfühl-Coach und HR-Leitung ein Bekenntnis zur Menschlichkeit. Er betont die Relevanz dieser Investition auch für kleinere Betriebe: „Wir sehen uns als Pioniere in der Branche und möchten zeigen, dass sich die Investition lohnt, auch in einem familiären Haus mit nur 43 Zimmern und Suiten.“

Das Wellness- und Genusshotel, das seit 2005 von der Familie Jordan betrieben wird, verbindet damit moderne Personalführung mit dem Betrieb des historischen Ensembles und des dazugehörigen Restaurants Lu’s Bunter Genuss unter der Leitung von Luisa Jordan.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Welche Tourismussegmente zu Ferienbeginn noch reichlich Kapazitäten haben und wo es vergleichsweise voll werden kann - darauf deutet eine Betriebsumfrage hin. Kurzentschlossene könnten profitieren.

Hard Rock International startet den Buchungsbetrieb für sein neues Hotel auf Malta. Die Eröffnung der Anlage mit 397 Zimmern und einem 3.800 Quadratmeter großen Wellnessbereich ist für Juli 2026 geplant.

Ein Podcast von HotelPartner beleuchtet die Preisstrategie des Hotels Grace La Margna in St. Moritz. General Manager David Frei nennt darin konkrete Zahlen zur Entwicklung der Zimmerpreise und zur Positionierung des Hauses.

Premier Inn hat zeitgleich drei neue Häuser in Freiburg, München und Koblenz eröffnet und baut damit die eigene Präsenz auf dem deutschen Markt auf rund 70 Standorte aus.

Zwei Jahre nach Einleitung eines DMA-Verfahrens gegen Alphabet fordern Unternehmen ein entschlosseneres Vorgehen der EU-Kommission. Laut Mitteilung sei die Umsetzung der Vorgaben weiterhin nicht abgeschlossen.

Die Investorensuche für die insolvente Revo Hospitality Group stößt auf großes Interesse. Wie die WirtschaftsWoche berichtet, haben nach Angaben der Restrukturierer mehr als einhundert potenzielle Investoren Zugang zum Datenraum erhalten.

Das Hotel Sacher Wien feiert sein 150-jähriges Bestehen mit der Enthüllung zweier Skulpturen des Künstlers Erwin Wurm vor dem Haupteingang. Im Verlauf des Jahres sind weitere Jubiläumsaktionen geplant.

Die The Chocolate on the Pillow Group entwickelt in Potsdam ein neues Tribute Portfolio Hotel mit 145 Zimmern. Die Eröffnung des Objekts im historischen Zentrum ist für den Sommer 2026 vorgesehen.

Nach einem kalenderbedingt starken Februar verzeichnet die österreichische Hotellerie im März eine deutliche Buchungszurückhaltung. Strukturelle Verschiebungen zugunsten von Ferienwohnungen und hohe Betriebskosten belasten die Branche weiterhin massiv.

Six Senses zieht ein Jahr nach dem Start ihres Female Wellness Programms eine positive Bilanz. Das Angebot kombiniert medizinische Diagnostik mit Ernährungsstrategien und ist bereits an mehreren Standorten verfügbar.