Kampf gegen Hamburger Hotelbauten

| Hotellerie Hotellerie

Eine Fahrt durch den Hamburger Stadtteil Hammerbrook vermittle mittlerweile das Gefühl, im Hotel-Manhattan der Stadt unterwegs zu sein, schreibt die Welt. Eine Bettenburg reihe sich dort an die nächste. Doch auch in anderen Gebieten in der Nähe der Innenstadt würden Hotels aus dem Boden schießen. Die Redaktion sorgt sich daher nicht nur um die optische Verödung der Stadt, auch die steigenden Grundstückspreise seien ein Problem. So werde vor allem Hamburg-Mitte von Hotelbetreibern überrannt – ein Instrument, um dagegenzuhalten, habe der Bezirk jedoch nicht. 

Helfen soll der sogenannte Hotelentwicklungsplan. Dazu soll im ersten Schritt eine Bestandsaufnahme erstellt werden. Werde dadurch deutlich, dass der Bedarf an einer Stelle gedeckt sei, sollte es auch möglich sein, eine Genehmigung zu versagen, hofft die Grünen-Fraktion. Vor allem die anonymen Bettenburgen sind ihnen dabei ein Dorn im Auge. Was sie bräuchten, seien quartiersfördernde Angebote und keine britischen Junggesellen-Abschiede, die grölend zum nächsten Kiosk marschieren, wie Grünen-Politiker Michael Osterburg der Welt erklärte. 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Österreichs Hotels erwarten für die Wintersaison stabile Übernachtungszahlen, aber rückläufige Betriebsergebnisse. Hohe Beschäftigungskosten, zurückhaltende Gästeausgaben und erschwerte Finanzierungen belasten die Betriebe.

Six Senses plant für 2027 vier Neueröffnungen in Mailand, Spanien, Tel Aviv und Saudi-Arabien. Vorgesehen sind Stadthotels, ein Resort auf einem historischen Anwesen und eine Anlage in einer Wüstenlandschaft.

Das Designer Motel glockna in Fusch an der Großglocknerstraße hat fünf Chalets und einen Infinitypool fertiggestellt. Die Eröffnung des Hotels mit Zimmern, Suiten, Spa und Restaurant ist für den 19. Dezember 2026 geplant.

Hotels unter einer Marke stellen inzwischen 45,5 Prozent der Hotelzimmer in Deutschland. Der DACH-Bericht von Horwath HTL dokumentiert steigende Markenanteile in allen drei Ländern und die Expansion durch Marken- und Betreiberwechsel.

Charlotte Pauls ist in den Bremer Familienbetrieb rund um das Hotel Munte eingetreten. Sie und ihr Cousin Luca vertreten die fünfte Generation der Unternehmerfamilie und sollen Mitte 2027 gemeinsam die Betriebsleitung übernehmen.

Premier Inn meldet zehn Hoteleröffnungen und 19 Prozent mehr Halbjahresumsatz in Deutschland. Zugleich steigt der bereinigte Vorsteuerverlust auf acht Millionen Pfund. Für das Gesamtjahr hält Whitbread am Gewinnziel für Deutschland fest.

Relais & Châteaux stellt seinen 580 Mitgliedern die Plattform MyImpact zur Verfügung. Sie erfasst CO₂-Bilanzen der Hotels und schätzt mögliche Emissionsminderungen; ab 2027 sollen betriebliche Praktiken auch in die Bewertung der Häuser einfließen.

May & Co. plant neben dem Kölner Dom ein Hotel mit rund 250 Zimmern. Die Untergeschosse des bestehenden Büro- und Geschäftshauses sollen erhalten bleiben; die Fertigstellung ist für Mitte 2030 vorgesehen.

Die So!Apart 2026 diskutiert das Verhältnis von Hotellerie und Apartmentsegment sowie Fragen zu Finanzierung und Buchungen über KI-Suche. Die Fachtagung findet am 18. und 19. November im Berliner Metropol statt.

 

Die Hotelstars Union sieht Fortschritte bei der Kennzeichnung der Hotelsterne in KI-Assistenten und auf Buchungsplattformen. Sterne sollten ausschließlich für offiziell klassifizierte Hotels verwendet und Bewertungen europaweit einheitlich dargestellt werden.