Kritik an Plänen für "begehrenswertestes Hotel Deutschlands"

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Im bayerischen Schliersee will die Familie De Alwis den in die Jahre gekommenen Schlierseer Hof ersetzen (Tageskarte berichtete). „Wir sind Investor, Betreiber, Familie und Nachfolger – alles in einer Hand. Das ist eine Traumsituation für jede Gemeinde“, so Walter de Alwis Anfang im vergangenen Jahr. Auch sein Sohn Marcel hatte große Pläne: „Wir wollen nicht das beste Hotel werden, nicht das teuerste Hotel, sondern ganz klar das begehrenswerteste Hotel Deutschlands werden!“

Mittlerweile ist der Optimismus jedoch gewichen, im Ort wird Kritik laut: Alexander von Schoeler von der Bürgerinitiative Schliersee äußerte sich laut Abendzeitung besorgt über die geplante Erweiterung: Er sieht das Projekt als überdimensioniert an und bedauert den Verlust des alten Biergartens.

Marcel de Alwis erklärt die Motivation hinter dem Umbau. Das Hotel leidet unter der Nebensaison und dem fhlenden Wellnessbereich. Es gehe ihnen jedoch nicht nur um finanziellen Gewinn. Sie könnten das Hotel einfach verkaufen, doch ihr Herz hänge an der Hotellerie. Sie wollen das Hotel deshalb in die Zukunft führen.
 

Die geplante Erweiterung des Hotels umfasst fünf Etagen mit 116 Zimmern, Wellnessbereich und zwei Restaurants. Marcel de Alwis betont, dass sie damit die lokale Gastronomie ergänzen möchten. Die Bürgerinitiative befürchtet jedoch einen Verlust des ortstypischen Charakters und damit einen Rückgang der Touristen.

Zentraler Streitpunkt ist die Höhe des Gebäudes und dessen Optik. Die Familie de Alwis verspricht jedoch, die Schlierseer Werte wie Natur und Wasser in die Architektur zu integrieren. Sie planen auch umweltfreundliche Maßnahmen wie die Nutzung von Seewasser zur Wärme- und Kälteerzeugung. Zusätzlich wollen sie lokale Produkte in einer Markthalle anbieten und ein Restaurant sowie den Biergarten für alle öffnen, um die Gemeinschaft einzubinden.

Ob es dazu kommt, ist fraglich. Die Familie will nicht weitermachen, bis klar ist, ob es zu einem Bürgerentscheid kommt. Die Bürgerinitiative sammelt noch Unterschriften. Laut Abendzeitung haben sie aber schon jetzt mehr als benötigt. 


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